Infos für Eltern

Eltern haben beim Thema Auslandsaufenthalt häufig andere Fragen, Sorgen, Bedenken oder Erwartungen als ihre Kinder. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk in 36 Ländern mit über 1.000 lokalen Beratungsstellen. Aufgabe von Eurodesk ist es, junge Menschen über sämtliche Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, zu informieren und zu beraten. Da Eurodesk von der EU-Kommission und in Deutschland durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird, ist unsere Beratung persönlich, kostenlos und neutral. Eurodesk führt keine eigenen Programme durch und vermittelt auch keine Auslandsaufenthalte. Eurodesk ist somit auch kein „Reisebüro“, sondern bietet Ihnen und Ihrem Kind einen ersten Überblick im Dschungel der Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten und verweist dann auf Organisationen, die diese Auslandsaufenthalte durchführen. Mit welcher Organisation Ihr Kind letztendlich ins Ausland geht, zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Format (z.B. Freiwilligendienst, Au-pair, Schulaufenthalt usw.), das entscheiden Sie und Ihr Kind.

Sollten Sie noch Fragen haben, die hier nicht beantwortet werden oder möchten Sie gerne eine persönliche Beratung, dann wenden Sie sich gerne an das Team von Eurodesk Deutschland (E-Mail: rausvonzuhaus@eurodesk.eu / Tel.: 0228 9506-250) oder an die Eurodesk-Partner in den deutschlandweiten lokalen Beratungsstellen: www.rausvonzuhaus.de/beratung. Einige Eurodesk-Partner führen auch Infoveranstaltungen speziell für Eltern durch. Unter www.rausvonzuhaus.de/bestellung können Sie kostenloses Infomaterial bestellen.

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Allgemeine Fragen zum Auslandsaufenthalt

Welche Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten eignen sich für mein Kind?

Die Möglichkeiten sind vielfältig und umso schwieriger ist es, das richtige Format für einen Auslandsaufenthalt zu wählen. Beim Schulaufenthalt kann man zwischen dem Gastfamilienaufenthalt und dem Internatsaufenthalt wählen, nach dem Schulabschluss ist ein Au-pair-Aufenthalt, ein Work &Travel-Angebot oder ein Freiwilligendienst die richtige Wahl und für Auszubildende und Studierende kommen zusätzlich ein Praktikum, eine berufsbezogene Weiterbildung oder ein Auslandsstudium in Frage. Hinzu kommen unterschiedliche Kurzzeitaufenthalte im Ausland wie z.B. Jugendbegegnungen, Workcamps oder Sprachkurse.

Manche Formate sind für gewisse Zielgruppen ungeeignet. So ist ein Auslandspraktikum für Schulabgänger/-innen nicht sinnvoll, da sie i.d.R. über keine berufsbezogenen Kenntnisse verfügen und somit auch nur bedingt einsetzbar sind. Außerdem gibt es für Schulabgänger/-innen keine Förderprogramme für Praktika im Ausland und eine Praktikumsvergütung wird auch selten gezahlt – im Gegenteil müssen meist hohe Kosten für eine Vermittlungsagentur aufgebracht werden.

Daher empfehlen wir für Schulabgänger/-innen Freiwilligendienste als Format, um praxisorientiert im Ausland tätig zu werden. Freiwilligendienste lassen sich in allen gesellschaftlichen Bereichen absolvieren (Naturschutz, Kultur, Sport, Gesundheit, Soziales, Bildung usw.). Den Einsatzstellen im Ausland ist klar, dass keine ausgebildete Fachkraft aus Deutschland kommt, sondern ein junger Mensch, der sich engagieren und noch orientieren  möchte.

Um festzustellen, welches Format zu Ihrem Kind am besten passt, nutzen Sie unseren Auslandskompass www.rausvonzuhaus.de/auslandskompass oder wenden Sie sich an eine Eurodesk-Stelle in Ihrer Nähe www.rausvonzuhaus.de/beratung.

Kann mein Kind mehrere Programme/Formate miteinander kombinieren?

Dies ist zum Teil möglich, zum Teil auch erwünscht. Ein Au-pair-Aufenthalt beinhaltet häufig einen Sprachkurs oder nach einem Studium im Ausland könnte sich ein Praktikum anschließen. Es wäre auch denkbar, z.B. in den Sommerferien zwei Workcamps hintereinander zu machen. Geförderte Freiwilligendienste im Ausland lassen sich aus förderrechtlichen Gründen nicht immer kombinieren oder sind auf eine Gesamtdauer beschränkt. Lassen Sie sich hierzu gerne beraten.

Wo finde ich kurzfristig Plätze für geförderte Auslandsaufenthalte?

Kurzfristige Plätze für Auslandsaufenthalte finden Sie in unseren Last Minute Markt. Die Organisationen tragen hier ihre kurzfristig zu vergebenen Plätze kostenfrei ein. Alle Angebote im Last Minute Markt sind (teil-)gefördert. Kommerzielle Angebote werden hier nicht aufgenommen.

Was ist bei einem Auslandsaufenthalt hinsichtlich der Länderwahl zu berücksichtigen?

Eine der Hauptmotivationen für einen Auslandsaufenthalt ist die Anwendung und die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse. Viele Eltern möchten daher, dass ihre Kinder einen Auslandsaufenthalt in den Ländern machen, deren Sprachen ihre Kinder in der Schule lernen – meist Englisch, Französisch oder Spanisch. Dieser Wunsch ist natürlich auch berechtigt. Es gilt jedoch zu bedenken, dass die Plätze in diesen Ländern aufgrund der hohen Nachfrage vor allem in geförderten Programmen beschränkt sind. Ihr Kind ist also einer großen Konkurrenz von Mitbewerber(inne)n ausgesetzt.

Was geförderte Freiwilligendienste betrifft, empfehlen wir, eher nach den angebotenen Projekten als nach dem Land bzw. der Sprache auszuwählen. Es nützt Ihrem Kind nichts, in seinem Wunschland zu sein, wenn es acht Stunden am Tag in einem Projekt mitarbeitet, das es nicht interessiert. Geförderte Freiwilligendienste beinhalten einen Sprachkurs, in dem Ihr Kind die Sprache des jeweiligen Landes erlernen kann.

Mit den Kenntnissen in einer seltener gesprochenen Sprache kann es sich in seinem späteren Berufsweg von anderen Bewerber(inn)en abheben. Englischkenntnisse werden auch in Ländern angewendet und verbessert, in denen eigentlich andere Sprachen gesprochen werden.

Muss mein Kind die Sprache des Gastlandes schon perfekt sprechen?

In der Regel nicht. Auslandsaufenthalte dienen u.a. dazu, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Geförderte Freiwilligendienste beinhalten darüber hinaus Sprachkurse, in denen Ihr Kind eine Fremdsprache erlernen oder verbessern kann.

Gilt ein Freiwilligendienst im Ausland als Wartezeit für einen Studienplatz?

Als Wartezeit für einen Studienplatz gelten jegliche Aktivitäten (außer studieren), die Ihr Kind nach der Schule unternimmt. Dies müsste nicht einmal ein Auslandsaufenthalt sein. Geförderte und damit auch gesetzlich geregelte Freiwilligendienste gelten als vorrangiges Kriterium bei der Studienplatzvergabe von zulassungsbeschränkten Studiengängen, wie z.B. Human-, Tier- oder Zahnmedizin oder Pharmazie. Das bedeutet: Wenn Ihr Kind während seines geförderten Freiwilligendienstes im Ausland einen Studienplatz in einem zulassungsbeschränkten Studienfach bekommt, hat es, nach Beendigung des Dienstes die Möglichkeit, sich für das gleiche Studienfach erneut zu bewerben und dann einen Studienplatz zu bekommen. Weitere Informationen erteilt die Stiftung für Hochschulzulassung unter hochschulstart.de.

Wo finde ich Infos zu Einreisebestimmungen/Visavorschriften des Ziellandes?

Informationen zu Einreisebestimmungen zu allen Ländern weltweit finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise.

Wenden Sie sich auch an die jeweiligen Botschaften und Konsulate in Deutschland für verbindliche Informationen zu Visavorschriften. Die Adressen finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/vertretungen-anderer-staaten.

Wo finde ich Informationen über die Sicherheitslage eines Landes?

Informationen zur Sicherheitslage eines Landes finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise.

Aktuelle Reisewarnungen finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/10.2.8Reisewarnungen.

Mein Kind hat eine körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung. Kann es trotzdem einen Auslandsaufenthalt machen und an wen kann ich mich wenden?

Kinder mit körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung können selbstverständlich auch an Auslandsaufenthalten teilnehmen. In geförderten Formaten werden durch die Beeinträchtigung möglicherweise zusätzlich entstehende Kosten gefördert und erstattet. Teilweise ändern sich auch die Teilnahmevoraussetzungen, wie z.B. Alter oder Dauer. Weitere Infos für Auslandsaufenthalte von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen gibt's unter www.rausvonzuhaus.de/inklusiv.
Detailierte Auskünfte erteilt das Team von bezev - Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. unter www.bezev.de.

Empfiehlt es sich, den Auslandsaufenthalt meines Kindes selbst zu organisieren oder mein Kind über eine Organisation vermitteln lassen?

Wenn Sie den Auslandsaufenthalt Ihres Kindes über eine Organisation vermitteln lassen, kostet das zwar Geld, Sie haben dafür aber eine gewisse Sicherheit und eine Ansprechperson, falls es im Ausland zu Problemen kommt. Viele Vermittlungs­organisationen sind Profis auf Ihrem Gebiet und arbeiten mit einem großen Erfahrungsschatz seit Jahren mit festen Partnerorganisationen im Ausland zusammen. Darüber hinaus bieten viele Vermittlungs­organisationen pädagogische Begleitseminare zur Vor- und Nachbereitung eines Auslandsaufenthaltes sowie eine Begleitung/Betreuung Ihres Kindes im Ausland an und schaffen somit gute Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt. Viele geförderte Programme lassen sich nur über anerkannte (gemeinnützige) Austauschorganisationen realisieren. Darüber hinaus gibt es Länder z.B. die USA, in denen ein nicht-touristischer Aufenthalt aus visarechtlichen Gründen nur über eine Austauschorganisation möglich ist.

Die Organisation eines Au-pair-Aufenthaltes empfehlen wir grundsätzlich über eine Au-pair-Agentur in Anlehnung an die Qualitätskriterien der Gütegemeinschaft Au-pair (www.guetegemeinschaft-aupair.de). Einen individuellen Schulaufenthalt im Ausland mit Unterbringung in einer Gastfamilie empfehlen wir aus genannten Gründen auch über eine Schüleraustauschorganisation zu realisieren. Auch hier haben sich Organisationen zu Dachverbänden zusammengeschlossen, die nach bestimmten Qualitätskriterien arbeiten.

Einige Formate wie z.B. Work & Travel oder WWOOFen lassen sich durchaus auch alleine realisieren. Dies ist natürlich abhängig vom Organisationstalent Ihres Kindes, von der Ausprägung seiner Abenteuerlust, seiner Fremdsprachenkenntnisse und von den zur Verfügung stehenden zeitlichen Ressourcen.

Motivation

Mein Kind will nicht ins Ausland. Wie kann ich es überzeugen, dass ein Auslandsaufenthalt heutzutage wichtig ist?

Manche jungen Leute haben große Angst, ins Ausland zu gehen oder sehen nicht die Notwenigkeit eines Auslandsaufenthalts. Oft spielen dabei die Angst vor Veränderungen, vor ungewissen und nicht vorhersehbaren Situationen, langjährige Freundschaften oder erste feste Beziehungen, die nicht in die Brüche gehen sollen, eine Rolle. Dafür sollten Sie als Eltern Verständnis haben.

Es bringt nichts, einen Auslandsaufenthalt mit allen Mitteln zu erzwingen, denn Ihr Kind wird sich auch im Ausland verweigern und sich für eine neue Sprache oder Kultur oder für neue Menschen nicht öffnen können. Damit sind schlechte Rahmenbedingungen für positive Lernerfahrungen und zur Bewältigung möglicher auftretender Schwierigkeiten im Ausland geschaffen. Versuchen Sie Ihr Kind daher nicht zu einem Auslandsaufenthalt zu überzeugen und haben Sie die Gewissheit, dass es im Laufe des Lebens Ihres Kindes immer wieder Möglichkeiten geben wird, ins Ausland zu gehen. Dies kann auch im Studium, in der Berufsausbildung oder danach sein.

Ihr Kind kann auch erste internationale Erfahrungen in Deutschland sammeln, indem es z.B. an einem Workcamp oder an einer Jugendbegegnung z.B. in den Schulferien teilnimmt. Manche junge Leute kommen bei solchen Kurzzeit-Programmen „auf den Geschmack“, schließen Freundschaften zu anderen jungen Leuten aus der ganzen Welt und können sich dann auch eher vorstellen, mal für eine (längere) Zeit ins Ausland zu gehen.

Mein Kind will unbedingt ins Ausland. Als Mutter/Vater habe ich viele Bedenken und bin nicht wirklich dafür.

Viele Eltern haben Bedenken, wenn ihr Kind ins Ausland will. Auch Sie haben vielleicht Ängste, dass Ihrem Kind im Ausland etwas zustoßen könnte, Sie wissen vielleicht nicht, wie Sie so einen Auslandsaufenthalt finanzieren sollen, Sie sehen möglicherweise einen Auslandsaufenthalt Ihres Kindes als „Zeitverschwendung“ usw.

Nehmen Sie den Wunsch Ihres Kindes, ins Ausland zu gehen, trotzdem ernst. Ein Auslandsaufenthalt bietet Ihrem Kind unzählige Möglichkeiten der persönlichen, interkulturellen sowie der fremdsprachlichen Weiterentwicklung und auch der Orientierung des eigenen Lebenswegs. Damit Ihr Kind einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt absolvieren kann, braucht es gute Rahmenbedingungen – und dazu zählt auch die Unterstützung der Eltern im Hintergrund.

Lassen Sie sich beraten und besprechen Sie Ihre Sorgen, Ängste und Bedenken mit dem Team von Eurodesk Deutschland oder den lokalen Eurodesk-Partnern (www.rausvonzuhaus.de/beratung). Da Eurodesk durch die EU und das Bundesjugendministerium in Deutschland gefördert wird, ist die Beratung persönlich, kostenlos und neutral.

Dauer und Zeitpunkt

Was ist für mein Kind der richtige Zeitpunkt ins Ausland zu gehen?

Es gibt nicht den richtigen Zeitpunkt, ins Ausland zu gehen. Ihr Kind kann während oder nach der Schulzeit oder später, während oder nach der Ausbildung/des Studiums, oder auch mehrmals kürzer oder länger ins Ausland gehen. Zwischen der Schulzeit und der Ausbildung/dem Studium ist sicher ein guter Zeitpunkt, aber nicht der einzige.

Was ist eine gute Dauer für einen Auslandsaufenthalt?

Dies hängt natürlich von der Motivation Ihres Kindes und den Zielen ab, die mit einem Auslandsaufenthalt angestrebt werden. Grundsätzlich gilt: ein Auslandsaufenthalt ist nie Zeitverschwendung und sollte eher länger als kürzer dauern. Wenn Ihr Kind sich im Ausland gut einleben und Kontakte mit der einheimischen Bevölkerung knüpfen, Fremdsprachenkenntnisse verbessern sowie tiefgehende interkulturelle Erfahrungen sammeln, sich auf persönlicher Ebene und im Bereich der Selbständigkeit weiterentwickeln will und ggf. für bestimmte Aufgaben in einem Projekt Verantwortung übernehmen will, braucht es dafür Zeit – vielleicht 10 bis 12 Monate. Geht es darum, dass Ihr Kind erste Erfahrungen im Ausland sammeln und einfach mal „reinschnuppern“ will, ist eine Dauer von wenigen Wochen ausreichend.

Warum ist bei Voluntourismus-Angeboten besondere Vorsicht geboten?

Der Begriff „Voluntourismus“ ist eine Wortschöpfung, die sich aus „Volunteer“ (Freiwillige/-r) und „Tourismus“ zusammensetzt. Man versteht darunter eine Mischung aus Freiwilligenarbeit und Tourismus. Der Markt boomt derzeit mit Voluntourismus-Angeboten, die meist von kommerziellen Organisationen angeboten werden. Es sind flexible, kurzzeitige und oft sehr kostspielige Freiwilligentätigkeiten in „Trendländern“, die ohne Bewerbungsaufwand einfach gebucht werden und mit Bausteinen zur Erholung, Freizeit und touristischen Aktivitäten verbunden werden können. Für junge Leute bieten Voluntourismus-Angebote die Möglichkeit, sich für kurze Zeit in einem Projekt im Ausland zu engagieren und zudem zu reisen und Land und Leute kennenzulernen. Bei Voluntourismus-Angeboten gibt es i.d.R. keine pädagogische Vorbereitung oder Begleitung des Jugendlichen vor Ort.

Besondere Vorsicht ist in sozialen Projekten, insbesondere mit Kindern und in bestimmten Naturschutzprojekten geboten, da sie der Bevölkerung bzw. der Umwelt und den Tieren vor Ort schaden. Freiwillige, die beispielsweise ohne jegliche pädagogische und fachliche Ausbildung an Schulen in sog. Entwicklungsländern Englisch unterrichten, nehmen einheimischen Fachkräften existenznotwendige Beschäftigungsmöglichkeiten weg. In manchen Ländern entstehen Kinderheime mit Kindern, die überhaupt keine Waisen sind, nur um den Bedarf an Einsatzstellen für potentielle Freiwillige zu decken. Oft fließen die Kosten nicht in das Projekt im Zielland sondern bleiben bei der Vermittlungs­organisation.

Weitere Informationen zum Thema „Voluntourismus“ und mögliche Alternativen finden sich unter www.rausvonzuhaus.de/voluntourismus.

Mein Kind ist noch nicht volljährig. Kann es trotzdem einen Auslandsaufenthalt machen?

Ja! Eine Zusammenstellung von Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes für junge Leute unter 18 Jahren findet sich unter www.rausvonzuhaus.de/u18.

Vorbereitung

Wie soll sich mein Kind auf seinen Auslandsaufenthalt vorbereiten?

In geförderten Programmen z.B. Freiwilligendiensten findet ein Vorbereitungsseminar der Austauschorganisation statt, an dem Ihr Kind unbedingt teilnehmen sollte. Wenn möglich, sollte es sich auch mit ehemaligen Programmteilnehmer(inne)n austauschen. Darüber hinaus sollte Ihr Kind Informationen über „Land und Leute“ einholen und sich mindestens rudimentäre Kenntnisse in der Sprache des Ziellandes aneignen. Auch der organisatorischen und medizinischen Vorbereitung wie der Reiseplanung, ggf. Beantragung eines Visums, Prüfung der Gültigkeit von Ausweisdokumenten, Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, Impfungen, Notfallnummern, finanzielle Fragen der Bestreitung des Auslandsaufenthaltes sowie Fragen der Anerkennung des Auslandsaufenthaltes usw. sollten ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Wie wichtig sind die pädagogischen Begleitseminare der Austauschorganisationen?

Sehr wichtig. Ihr Kind wird mit seinen Erfahrungen im Ausland nicht alleine gelassen, sondern durch geschultes und erfahrenes Personal darauf vorbereitet bzw. während des Auslandsaufenthaltes begleitet. Dies dient auch der Sicherheit Ihres Kindes im Ausland. Während der Begleitseminare lernt Ihr Kind zudem andere junge Leute kennen, die ähnliche Erfahrungen machen und mit denen es sich austauschen kann. Die pädagogischen Begleitseminare dienen auch der Weiterbildung Ihres Kindes während eines Auslandsaufenthaltes, was u.a. relevant für den weiteren Bezug von Kindergeld sein kann.

Warum sind bei manchen Organisationen die Vorbereitungsseminare kostenpflichtig?

Die pädagogische Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt ist für die Austauschorganisationen aufwendig und teuer, sofern sie nicht durch ein Förderprogramm finanziert wird. Um dem Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Kosten für seinen Auslandsaufenthalt zu sparen, können bei manchen (oft kommerziellen) Organisationen die Vorbereitungsseminare als zusätzlicher Baustein „dazu gebucht“ werden. In geförderten Programmen sind die Vorbereitungsseminare verpflichtender Bestandteil des Auslandsaufenthaltes, da sie zu guten Rahmenbedingungen des Auslandsaufenthaltes und auch zur Sicherheit Ihres Kindes im Ausland maßgeblich beitragen.

Betreuung und Begleitung

An wen kann sich unser Kind wenden, wenn es Probleme im Ausland hat?

Wenn Ihr Kind durch eine Organisation ins Ausland entsendet wurde, hat es i.d.R. die Kontaktadresse von der ausländischen Partnerorganisation bzw. von Mentor(inn)en vor Ort, an die es sich wenden kann. Sollte ihr Kind hier nicht weiter kommen, besteht immer die Möglichkeit, die deutsche Entsendeorganisation zu kontaktieren.

Kosten und Finanzierung

Was ist der Unterschied zwischen geförderten und nicht-geförderten Auslandsaufenthalten?

Bei geförderten Auslandsaufenthalten werden ein Teil der Kosten (beim Europäischen Solidaritätskorps sogar 100%) durch öffentliche Fördermittel der EU oder des Bundes gefördert. Das bedeutet, dass der Auslandsaufenthalt für Ihr Kind erheblich günstiger ist und Sie nur noch die Restkosten tragen müssen. Geförderte Auslandsaufenthalte können nur von akkreditierten Organisationen durchgeführt werden, unterliegen Förderrichtlinien und -bestimmungen und müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Nicht-geförderte Auslandsaufenthalte sind entweder komplett selbst organisiert oder beruhen auf einem privatrechtlichen Vertrag mit einer Vermittlungs­organisation.

Gibt es spezielle Förderung für Familien, die einen Auslandsaufenthalt nicht alleine stemmen können?

Ja, zum Teil schon. Bedenken Sie, dass ein Auslandsaufenthalt bei weiten Reisezielen wie z.B. Australien schon allein von den Reisekosten teurer ist als näher gelegene Ziele. Viele Organisationen gewähren (Teil-)Stipendien für junge Menschen aus finanziell schwächeren Familien. Fragen Sie hier einfach nach.

Oft haben junge Menschen auch die Möglichkeit, einen Unterstützungskreis aufzubauen, um somit ihren Auslandsaufenthalt durch Spenden mitzufinanzieren. Bei vielen geförderten Programmen erhalten Sie als Eltern weiterhin Kindergeld, während Ihr Kind im Ausland ist.

Was ist ein Unterstützungskreis/Förderkreis?

Informationen zum Unterstützungskreis/Förderkreis finden Sie unter www.rausvonzuhaus.de/unterstuetzungskreis und in der Broschüre „Unterstützungskreis“, die Sie kostenlos herunterladen oder bestellen können.

Warum kostet es Geld, wenn mein Kind im Ausland einen Freiwilligendienst macht?

Ein Freiwilligendienst ist ein „Lerndienst“, in dem Ihr Kind einerseits seine Talente und Fähigkeiten einbringt, andererseits erste Erfahrungen in der Arbeitswelt machen und sich beruflich orientieren und persönlich weiterentwickeln kann. Ihr Kind ist noch nicht berufsbezogen einsetzbar und soll auch keine Arbeitskraft vor Ort ersetzen. Im Gegenteil. Bei einem Freiwilligendienst müssen die jungen Menschen betreut und angeleitet werden. Weitere Kosten fallen an für die Reise, das Visum, Impfungen, Kost und Logis, Begleitseminare zur Weiterbildung, Sprachkurs usw. an. Diese Kosten müssen entweder durch öffentliche Fördermittel oder durch Sie bzw. Ihr Kind gedeckt werden. Bitte bedenken Sie auch, dass einheimische Projekte vor Ort meist genügend Unterstützung haben und i.d.R. nicht auf Freiwillige aus dem Ausland angewiesen sind.

Bekomme ich weiterhin Kindergeld, während mein Kind im Ausland ist?

Sofern Ihr Kind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, bekommen Sie weiterhin Kindergeld wenn:

  • Ihr Kind an einem geförderten Freiwilligendienst im Ausland teilnimmt. (Bei nicht-geförderten Freiwilligendiensten müssen Sie mit Ihrer Familienkasse verhandeln. Teilweise wird das Kindergeld weitergezahlt, wenn der Bildungsanspruch erfüllt ist).
  • Ihr Kind einen Au-pair-Aufenthalt im Ausland mit mindestens 10 Stunden Sprachkurs pro Woche macht.
  • Ihr Kind an einem Schulaufenthalt im Ausland teilnimmt.
  • Ihr Kind an Kurzzeitprogrammen wie einer Jugendbegegnung, einem Workcamp oder an einem Sprachkurs teilnimmt, sofern diese in den Ferien oder in einer Übergangszeit bis zum Start der Berufsbildung bzw. des Studiums stattfinden.

Bitte halten Sie in allen Fällen Rücksprache mit Ihrer Familienkasse, bevor Ihr Kind ins Ausland geht. Entscheidend ist, was Ihr Kind im Ausland macht, wie lange es im Ausland bleibt und wo sich der Wohnsitz Ihres Kindes befindet, während es einen Auslandsaufenthalt absolviert.

Bekomme ich weiterhin Transferleistungen (ALG II) während mein Kind im Ausland ist?

Teilweise nein. Wenn Ihr Kind mit einem geförderten Programm im Ausland ist, kann es sein, dass diese Förderung als Einkommen gewertet und von den Transferleistungen abgezogen wird. Erkundigen Sie sich hierfür auf jeden Fall bei Ihrer/Ihrem zuständigen Arbeitsvermittler/-in.

Versicherung

Muss ich eine Auslandskrankenversicherung für mein Kind abschließen?

Sprechen Sie zunächst mit Ihrer Krankenkasse. Teilweise sind kürzere Auslandsaufenthalte in bestimmten Ländern versichert.

Erkundigen Sie sich auch bei der deutschen Organisation, die Ihr Kind ins Ausland entsendet. Zumindest bei geförderten Formaten ist Ihr Kind über die Entsendeorganisation krankenversichert. Ausnahmen vom Versicherungsschutz sind meist: Vorerkrankungen, Zahnbehandlungen und augenmedizinische Routineversorgung. Es wird empfohlen, die persönliche Krankenversicherung auch während des Auslandsaufenthaltes fortzuführen oder ggf. eine private Zusatzversicherung abzuschließen.

Sollte Ihr Kind selbstorganisiert ins Ausland gehen, schließen Sie in jedem Fall eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ab.

Organisation und Vermittlung

Wie finde ich eine Vermittlungs­organisation?

In der Programmdatenbank unter www.rausvonzuhaus.de/Programmdatenbank können Sie nach Vermittlungs­organisationen suchen. Wählen Sie hierzu eine gewünschte Programmart z.B. Freiwilligendienst und ggf. ein Land und klicken Sie dann auf „Finden“. Beachten Sie, dass sie sich auch nur nach gemeinnützigen Organisationen filtern können, indem Sie das entsprechende Feld ankreuzen.

Wie erkenne ich eine "gute" Vermittlungs­organisation?

Kriterien für eine "seriöse" Vermittlungs­organisationen finden Sie unter www.rausvonzuhaus.de/serioese-organisationen.

Bedenken Sie, dass keine "seriöse" Organisation die Garantie eines völlig reibungslosen Auslandsaufenthalts geben kann und wird. Probleme und Krisen kann es jederzeit geben und oft dienen sie auch dazu, sich persönlich weiter zu entwickeln und über die eigenen Grenzen zu wachsen.

Wichtig ist also nicht, ob Ihr Kind im Ausland Probleme haben wird, sondern die Organisation Ihr Kind bei der Lösung dieser Probleme unterstützen kann und welche Erfahrungswerte sie damit hat.

Kann Eurodesk Organisation XY empfehlen?

Eurodesk darf und kann keine einzelne Organisationen empfehlen, da wir öffentlicht gefördert sind und unsere Beratung neutral ist. Sie können sich bei Ihrer Suche aber an den Kriterien für "seriöse" Vermittlungs­organisationen unter www.rausvonzuhaus.de/serioese-organisationen orientieren.

Sollen wir uns eher an eine gemeinnützige oder an eine kommerzielle Organisation wenden?

Die Rechtsform einer Organisation sagt nichts über die Qualität ihrer Programme und auch nicht zwingend etwas über den Preis aus. Wir empfehlen Ihnen, einen umfassenden Preis-Leistungs-Vergleich zwischen den Vermittlungs­organisationen zu machen und sich vor allem an den Kriterien für „seriöse“ Vermittlungs­organisationen unter www.rausvonzuhaus.de/serioese-organisationen zu orientieren.

Geförderte Freiwilligendienste werden meist von gemeinnützigen Organisationen angeboten. Aber auch kommerzielle Organisationen mit einem gemeinnützigen Zweig dürfen Fördermittel beziehen und somit auch geförderte Programme anbieten. Gleiches gilt für die Ausstellung von Spendenquittungen, die Ihr Kind beim Aufbau eines Unterstützungskreises benötigt. Bedenken Sie, dass einige gemeinnützige Organisationen durchaus sowohl geförderte als auch nicht geförderte Programme anbieten. Sogenannte „Selbstzahler-Freiwilligendienste“ (nicht-geförderte Freiwilligendienste) werden zunehmend auch von gemeinnützigen Organisationen etabliert, weil viele junge Leute gerne mit einer flexiblen Aufenthaltsdauer ins Ausland gehen möchten. Dadurch können junge Leute die "rigiden" Richtlinien und Vorgaben der geförderten Programme umgehen.

Kann sich mein Kind auch mit einem Freund/einer Freundin für einen Freiwilligendienst im Ausland bewerben?

Ja. Sofern es sich nicht um einen Gruppenfreiwilligendienst handelt, ist es bei einem geförderten Freiwilligendienst jedoch unwahrscheinlich, dass Ihr Kind und sein/-e Freund/-in ins gleiche Projekt im Ausland entsendet werden. Dies würde den Zielen eines geförderten Freiwilligendienstes widersprechen. Wer ohne vertraute Person ins Ausland geht, hat ganz anders die Möglichkeit, sich auf eine fremde Kultur und Sprache einzulassen. Wenn Ihre Tochter unbedingt mit Ihrer Freundin ins Ausland gehen möchte, eignen sich dazu Programme wie Jugendbegegnungen, Workcamps, Work & Travel oder WWOOF.

Fragen während eines Auslandsaufenthaltes

Kann ich mein Kind während des Auslandsaufenthaltes besuchen?

Natürlich. Sprechen Sie dies aber mit Ihrem Kind und ggf. auch mit der Aufnahmeorganisation ab.

Um Ihrem Kind ausreichend Gelegenheit zu geben, sich im Zielland einzuleben, neue Freunde zu finden und das viele Neue gut zu verarbeiten, empfehlen wir Ihnen, Ihr Kind nicht in der ersten Hälfte seines Auslandsaufenthaltes zu besuchen. Viele Eltern besuchen ihr Kind oft am Ende seines/ihres Auslandsaufenthaltes und nutzen dann so auch noch die Gelegenheit eines gemeinsamen Urlaubs.

Bedenken Sie, wenn Sie (Teil-)Stipendien für den Auslandsaufenthalt Ihres Kindes in Anspruch nehmen, dass es dann oft nicht gerne gesehen wird, wenn Sie Ihr Kind dann auf eigene Kosten im Ausland besuchen.

Wie viel Kontakt mit meinem Kind ist während des Auslandsaufenthaltes gut?

Auch wenn es schwer ist loszulassen, halten Sie zu Ihrem Kind im Ausland so wenig Kontakt wie möglich und so viel wie nötig. Der Integrationsprozess Ihres Kindes im Ausland wird sonst unnötig erschwert – manchmal sogar unmöglich gemacht. Ihr Kind hat im Ausland die Möglichkeit, viele Erfahrungen zu machen, viel Neues kennenzulernen, neue Freunde zu finden, sich zu orientieren und kleine Probleme und Schwierigkeiten auch mal selber zu lösen. Dies trägt u.a. auch zur Persönlichkeitsentwicklung Ihres Kindes bei. Wichtig ist, dass Sie eine positive Einstellung zum Auslandsaufenthalt Ihres Kindes haben und darauf vertrauen, dass Ihr Kind weiß, dass es sich jeder Zeit an Sie wenden kann. Wägen Sie ab, wie groß Ihr Bedürfnis nach (häufigem) Kontakt zu Ihrem Kind im Ausland ist und wie groß das Bedürfnis Ihres Kindes nach Kontakt zu Ihnen ist. Viele Eltern sagen, wenn sie mal eine ganze Weile nichts von Ihrem Kind hören, dass das meist ein gutes Zeichen ist.

Fragen nach einem Auslandsaufenthalt

Wie kann ich mein Kind nach der Rückkehr unterstützen?

So wie es oft nicht einfach ist, ins Ausland zu gehen und dort wirklich „anzukommen“ und sich wohl zu fühlen, so kann es auch schwer sein, sich nach einem (längeren) Auslandsaufenthalt wieder in Deutschland zu integrieren. Ihr Kind hat im Ausland viele Erfahrungen gemacht, die es mit den „Daheimgebliebenen“ so nicht teilen kann. Diese Erfahrungen muss es erst in seinen neuen Lebensalltag in Deutschland integrieren und diesbezüglich auch neu bewerten. Oft beginnt nach einem Auslandsaufenthalt wieder der „Ernst des Lebens“ in Deutschland mit einem Beginn eines Studiums oder einer Berufsausbildung. Manche junge Leute freuen sich darauf und nehmen diese Herausforderung gerne an. Andere hängen der oft schönen und auch besonderen Zeit im Ausland nach und tun sich schwer damit, in Deutschland nun etwas Neues anzufangen.

Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich wieder neu in Deutschland zu integrieren und haben Sie Verständnis dafür, dass ein Auslandsaufenthalt oft zu vielen persönlichen Veränderungen führen kann. So ein Jahr im Ausland geht nicht spurlos an einem vorbei. Und auch in Ihrem Leben haben sich vielleicht Dinge entwickelt und verändert.

Ermutigen Sie Ihr Kind an den oft von den Entsendeorganisationen angebotenen Rückkehr-Seminaren teilzunehmen, denn hier kann sich Ihr Kind mit anderen jungen Leuten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, austauschen. Viele Organisationen binden ihre Rückkehrer/-innen gerne in die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Auslandsprogramme ein. Ihr Kind kann hier über seine Erfahrungen im Ausland berichten und somit andere junge Leute motivieren, auch den Schritt ins Ausland zu wagen. Informationen für Rückkehrer/-innen aus geförderten Freiwilligendiensten finden Sie unter www.rausvonzuhaus.de/rueckkehrer.

Fragen zur Möglichkeit Gastfamilie zu werden

Wir möchten gern Gastfamilie werden. Was ist zu beachten?

Sie können als Gastfamilie in Deutschland Jugendliche aus dem Ausland aufnehmen und so zusammen mit Ihrem Kind internationale Erfahrungen sammeln.

Im aufnehmenden Haushalt müssen in der Regel mindestens zwei Personen leben, um einen Gast aus dem Ausland zu beherbergen. Nur bei Kurzzeitaufenthalten ist es möglich, dass Alleinstehende in ihrem Haushalt Gäste aufnehmen. Alle Personen, die in einem Haushalt leben, müssen mit der Aufnahme eines Gastes aus dem Ausland einverstanden sein.

Es gibt keine Alterseinschränkungen in der Gastfamilie. Es ist besonders bei Langzeitaufenthalten sinnvoll, dass Jugendliche in der gleichen Altersstufe der Gäste mit im Haushalt leben.

Auch Gastfamilien müssen sich zunächst für die Aufnahme von Jugendlichen aus dem Ausland bewerben. Aufnahmeorganisationen in Deutschland arbeiten mit unterschiedlichen Bewerbungsverfahren. Darin geht es zum einen um eine Sicherheitsüberprüfung der Familie und zum anderen um ein „Matchingverfahren“, in dem geeignete Familien geeigneten Gästen zugeordnet werden.

Organisationen die regelmäßig Gastfamilien suchen:

Gemeinnützige Organisationen


Kommerzielle Organisationen