Freiwilligendienste im Ausland

Nicht-geförderter Freiwilligendienst

Neben den gesetzlich geregelten, öffentlich geförderten Freiwilligendiensten gibt es auch nicht-geförderte Freiwilligendienste.

Kurzinfo/Allgemeines

18-35 Jahre

3 - 26 Monate

Neben den öffentlich geförderten Freiwilligendiensten – die leider nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen bieten – kannst du auch einen nicht-geförderten Freiwilligendienst machen. Angebote gibt es im ökologischen, sozialen oder kulturellen Bereich. Außerdem gibt es Friedens- oder Entwicklungsdienste (für Berufserfahrene).

Wichtig: Viele Organisationen sprechen von "einem freiwilligen sozialen Jahr im Ausland", meinen damit aber nicht das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), sondern einen nicht-geförderten Freiwilligendienst.

Die Chancen, einen Platz in einem nicht-geförderten Freiwilligendienst zu bekommen, sind höher als in einem geförderten Dienst.

Voraussetzungen

Die Anforderungen sind, je nach Organisation und Einsatzprojekt, sehr verschieden. Auf jeden Fall solltest du 18 Jahre alt sein. Einige Organisationen bieten auch Plätze für Minderjährige an – dabei solltest du aber beachten, dass das Projekt auch wirklich für dich geeignet ist.

Kosten und Finanzierung

Bei nicht-geförderten Freiwilligendiensten trägst du die Kosten für den Auslandsaufenthalt. Diese sind unterschiedlich hoch – je nach dem von welcher Organisation du dich vermitteln lasst, wie lange du bleibst, wohin es geht usw.

Manchmal hast du die Möglichkeit, die Kosten für deinen Auslandseinsatz über eine Teilförderung oder durch den Aufbau eines Unterstützungskreises zumindest teilweise zu decken.

Bei einem nicht-geförderten Freiwilligendienst wird das Kindergeld nicht unbedingt weiter gezahlt, da der Bildungsanspruch des Programms – anders als bei öffentlich geförderten Freiwilligendiensten – nicht immer erfüllt ist.

Wenn du nachweisen kannst, dass dein Dienst im Ausland ähnliche Rahmenbedingungen (regelmäßige soziale Mitarbeit, pädagogische Begleitung und Seminarangebote) wie die öffentlich geförderten Dienste bietet, könnte der Kindergeldanspruch gewährt werden. Dies solltest du vorher mit der Kindergeldkasse besprechen.

Bewerbung/Anmeldung/Planung

Der Bewerbungsprozess ist bei nicht-geförderten Freiwilligendiensten weniger aufwendig als bei geförderten Diensten. Zudem sind nicht-geförderte Freiwilligendienste zeitlich flexibler, d.h. sie können z.B. auch nur 3 Monate dauern.

Bewerben musst du dich bei einer Organisation in Deutschland, die dich dann in ein Projekt im Ausland vermittelt. Nicht-geförderte Freiwilligendienste werden sowohl von gemeinnützigen als auch von kommerziellen Organisationen angeboten.

Auf www.freiwilliges-internationales-jahr.de findet ihr neben geförderten auch nicht-geförderte Freiwilligendienste von gemeinnützigen Organisationen.

Qualitätshinweise

Die Agentur Quifd – Qualität in Freiwilligendiensten vergibt das Quifd-Qualitätssiegel an Organisationen, die Freiwilligendienste nach diesen Grundsätzen anbieten. Die zertifizierten Organisationen findest du auf www.quifd.de.

Die Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V. vergibt das "Gütezeichen Internationaler Freiwilligendienst – Outgoing" an Organisationen, die eine gütegesicherte Dienstleistung gewährleisten. Die zertifizierten Organisationen findet ihr auf ral-freiwilligendienst.de.

Auf der Webseite www.meinfreiwilligendienst.de haben ehemalige Freiwillige die Möglichkeit, ihre Entsendeorganisation zu bewerten.

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Anerkennung

Wenn du deinen Dienst in einem EU-Land absolviert hast, bitte deine Aufnahmeorganisation deine Erfahrungen und Qualifikationen, die du während deines Einsatzes gesammelt hast, im Europass Mobilität zu dokumentieren. Wichtig ist, dass die Qualitätskriterien erfüllt sind. Was es mit den verschiedenen Europass-Dokumenten genau auf sich hat und wie das Ganze funktioniert, erfährst du in unseren Infos zum Europass.