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Freiwilligendienst

Bei einem Freiwilligendienst engagiert ihr euch für eine bestimmte Zeit in einer Einrichtung, Organisation oder in einem Projekt im Ausland und macht dabei erste Erfahrungen in der Berufswelt.

Kurzzeitfreiwilligendienste dauern nur wenige Wochen und bieten eine gute Gelegenheit, für wenig Geld Land und Leute kennen zu lernen. Infos dazu findet ihr in der Rubrik "Workcamps" und der Rubrik "WWOOF".

Langzeitfreiwilligendienste dauern i.d.R. 6 bis 12 Monate, tw. auch kürzer oder länger. Sie sind oft eine sinnvolle Überbrückung zwischen der Schulzeit und der Berufsausbildung bzw. dem Studium und bieten die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen in einem Gastland zu sammeln. Man unterscheidet zwischen geförderten und nicht-geförderten Freiwilligendiensten. Um einen Platz in einem geförderten Freiwilligendienst solltet euch mindestens sechs bis acht Monate im Voraus bewerben. Spontan findet ihr aber auch noch Plätze in unserem Last Minute Markt.

  1. IJFD
  2. Europäisches Solidaritätskorps
  3. EFD
  4. weltwärts
  5. kulturweit
  6. Deutsch-Französischer Freiwilligendienst
  7. FSJ/FÖJ im Ausland
  8. Nicht-geförderte Freiwilligendienste
  9. Voluntourismus
  10. Qualität in Freiwilligendiensten
  11. Weitere Dienste und Anlaufstellen

    Europäisches Solidaritätskorps (ESK)

    Im Rahmen des neuen Europäischen Solidaritätskorps (ESK), könnt ihr an 2- bis 12-monatigen Freiwilligenprojekten mitarbeiten. Mögliche Zielländer für euren Einsatz sind alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, die Türkei sowie benachbarte Partnerländer der EU. Die ESK-Projekte sind Solidaritätsaktivitäten in den Bereichen Bildung, Kreativität und Kultur, Gesundheit, Integration, Inklusion, Umwelt- und Naturschutz).

    Achtung: Das ESK hat den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) abgelöst!

    Teilnahmevoraussetzungen

    Um am ESK teilzunehmen:

    • müsst ihr während der Projektzeit zwischen 18 und 30 Jahre alt sein (eine Registrierung ab 17 ist möglich);

    • müsst ihr die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes oder eines der folgenden Länder besitzen oder euch rechtmäßig in der EU oder einem der folgenden Länder aufhalten: Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, Mazedonien und benachbarten Partnerländern der EU

    • ist es egal ob ihr berufstätig, arbeitslos oder gerade in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung seid – das ESK steht allen jungen Menschen offen.

    • müsst ihr bei einigen Projekten je nach Art und Finanzierung zusätzliche Voraussetzungen in Bezug auf Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit beachten.

    Anmeldung und Auswahlverfahren

    Registriert euch zur Teilnahme am ESK in der Datenbank auf dem Europäischen Jugendportal. Dort könnt ihr ein persönliches Profil anlegen, euren gewünschten Einsatzzeitraum angeben und vermerken, in welchen Bereichen ihr den Freiwilligendienst absolvieren möchtet.

    Akkreditierte Organisationen suchen unter den registrierten jungen Menschen potentielle Kandidat(inn)en aus und kontaktieren diese mit konkreten Angeboten für eine Freiwilligentätigkeit. Wenn ihr eine Anfrage von einer Organisation erhalten habt, könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr das Angebot annehmt oder nicht. Eure weiteren Chancen im ESK verringern sich durch eine Absage nicht. Außerdem ist es auch möglich, über das Portal Organisationen direkt zu kontaktieren.

    Wichtig: Die Registrierung bedeutet nicht unbedingt, dass ihr auch einen Platz bekommt. Es ist also sinnvoll, sich parallel auch für andere gesetzlich geregelte Freiwilligendienste zu bewerben.

    Projekte im Europäischen Solidaritätskorps könnt ihr auf dem Europäischen Jugendportal unter https://europa.eu/youth/volunteering/project_de finden. Gebt hier bei "dein Land" Deutschland ein, um zu sehen, an welchen Projekten Jugendliche aus Deutschland teilnehmen können.

    In der Anfangszeit des ESK bietet es sich an, zusätzlich zur Registrierung Entsendeorganisationen außerhalb der Datenbank zu kontaktieren. Eine Übersicht und Adressen der anerkannten Organisationen im Europäischen Freiwilligendienst (die automatisch auch im ESK akkreditiert sind) findet ihr auf dem Europäischen Jugendportal.

    Nach Entsendeorganisationen sucht ihr, indem ihr dort bei Land "[DE] Germany" und bei EFD-Akkreditierungstyp "Entsendende Organisation" auswählt. Wenn ihr eine Entsendeorganisation (am besten in eurer Nähe) gefunden habt, macht ihr euch auf die Suche nach einem Aufnahmeprojekt. Dieses findet ihr, indem ihr bei Land euer Wunschland und bei EFD-Akkreditierungstyp "Aufnehmende Organisation" auswählt.

    Finanzierung und Leistungen

    Das ESK wird durch die EU gefördert. Freiwillige erhalten kein Gehalt, die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und Versicherung sowie einen Sprachkurs werden jedoch übernommen. Außerdem nehmen die Freiwilligen an einem Vorbereitungsseminar sowie einem Rückkehr-Event statt. Wer an einem Freiwilligenprojekt im Rahmen des ESK teilgenommen hat, erhält neben dem Youthpass auch ein ESK-Zertifikat.

    Besondere Angebote für junge Menschen mit geringeren Chancen

    Junge Menschen mit geringeren Chancen können im Rahmen der Freiwilligenprojekte auch einen kürzeren Dienst von 2 Wochen bis 2 Monaten leisten. Sie können auch eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten, falls benötigt. Außerdem gibt es für sie die Möglichkeit, sich in Freiwilligenteams (10 bis 40 Personen) zu engagieren.

    Förderung für Solidaritätsprojekte von Jugendlichen

    Wenn ihr mindestens fünf junge Leute seid und eine gute Idee habt, wie ihr euch solidarisch engagieren könnt, könnt ihr im Rahmen des ESK eine finanzielle Unterstützung für Aktivitäten in eurem Umfeld in Deutschland (2-12 Monate) beantragen. Bei Bedarf kann euch eine Organisation dabei unterstützen.

    Praktika und Arbeitsplätze im Rahmen des ESK

    Neben den Freiwilligenprojekten bietet das Europäische Solidaritätskorps auch eine Beschäftigungsinitiative, die jedoch nur für die 28 EU-Mitgliedsstaaten gilt. In diesem Rahmen können sich junge Menschen um eine vergütete Arbeitsstelle (3-12 Monate) oder einen vergüteten Praktikumsplatz (2-6 Monate, in Ausnahmen bis 12 Monate) in Organisationen im Solidaritätsbereich bewerben. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei den Freiwilligenprojekten: Ihr registriert euch auf der Webseite des ESK, gebt an, dass ihr z.B. eine Praktikumsstelle sucht und Organisationen, die nach Praktikant(inn)en suchen, können euch kontaktieren.

    Alle weiteren Informationen zum ESK findet ihr auf dem Europäischen Jugendportal sowie unter www.solidaritaetskorps.de.

    Erfahrungen im ESK

    Im folgenden Video berichtet Laura aus Italien von ihren Erfahrungen im Rahmen des ESK in Eupen, Belgien. Dort war sie Freiwillige in einer Einrichtung für Asylsuchende.

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