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Praktikum im Ausland

Während eines Auslandspraktikums könnt ihr in die Arbeitswelt hineinschnuppern und Kenntnisse aus eurer Ausbildung oder eurem Studium anwenden. Außerdem lernt ihr die Arbeits- und Lebensgewohnheiten eines anderen Landes kennenzulernen und könnt eure Sprachkenntnisse verbessern.

Allerdings sind Auslandspraktika oft unbezahlt und können daher recht kostspielig werden. Es gibt aber auch verschiedene Förderprogramme.

  1. Voraussetzungen
  2. Länderwahl
  3. Programme für Studierende und Graduierte
  4. Programme für Auszubildende und junge Berufstätige
  5. Eigene Suche von Praktika
  6. Vermittlungsorganisationen

    (Förder-)Programme für Auslandspraktika für Studierende und Graduierte

    Allgemeine Fördermöglichkeiten

    Erasmus+ Praktika für Studierende
    Studierende und Absolvent(inn)en (bis 12 Monate nach Studienabschluss) können im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ 2- bis 12-monatige Praktika in den EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und der Türkei absolvieren. Bei Praktika nach dem Studienabschluss müsst ihr die Förderung bereits während eures letzten Studienjahres beantragen. Das geht auch, wenn ihr schon einen Erasmus+ Studienaufenthalt gemacht habt. Weitere Infos zu Erasmus+ Praktika findet ihr auf der Webseite des DAAD.

    Auslands-BAföG
    Eine weitere Fördermöglichkeit für Praktika im Rahmen des Studiums ist das Auslands-BAföG. Gefördert werden können Pflichtpraktika von mindestens 12 Wochen.

    Dabei darf das Einkommen der Eltern einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Um festzustellen, ob eine Förderung möglich ist, gibt es den (inoffiziellen) BAföG-Check. Beantragen solltet ihr das Auslands-BAföG mindestens 6 Monate vor Ausreise. Das Auslands-BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen geleistet – einen Teil müsst ihr also später zurückzahlen.

    Praktika über Hochschulen
    Über das PROMOS-Programm können Hochschulen Fördermaßnahmen anbieten, z.B. Studien-, Praxis- und Sprachaufenthalte im Ausland. Praktika für Studierende sind für 6 Wochen bis 6 Monate förderbar. Bewerben müsst ihr euch beim Akademischen Auslandsamt/International Office eure Hochschule.

    Praktika in Frankreich
    Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) bietet im Rahmen des Programms PRAXES jungen Menschen zwischen 18 und 30 eine Unterstützung bei freiwilligen Praktika in Frankreich.

    Das Carlo-Schmid-Programm für Praktika bei internationalen Organisationen und EU-Institutionen (www.studienstiftung.de/carlo-schmid.html) bietet Studierenden und Graduierten die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Praktikums mit den Arbeitsweisen im internationalen Verwaltungsbereich bekannt zu machen.

    Deutscher Bauernverband
    Studierende und junge Berufstätige aus dem Agrarbereich zwischen 18 und 30 Jahren haben die Möglichkeit über den deutschen Bauernverband finanziell geförderte Praktika von 3 bis 12 Monaten in landwirtschaflichen Betrieben weltweit zu absolvieren.

    Landwirtschaftliche Praktika in Russland
    Der gemeinnützige Verein LOGO e.V. bietet Studierenden und Absolvent(inn)en aus dem Agrarbereich die Möglichkeit, ein Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Russland zu absolvieren.

    ASA-Programm
    Das ASA-Programm vergibt jährlich rund 300 Stipendien an junge Menschen zwischen 21 und 30 mit abgeschlossener Berufsausbildung, Studierende und Graduierte, die sich für globale Zusammenhänge interessieren und etwas bewegen wollen. Als Teilnehmende des Programms besucht und gestaltet ihr Seminare, macht ein Projektpraktikum in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Ein aktives Alumni-Netzwerk bietet euch die Möglichkeit, euch auch danach weiter für eine nachhaltige und solidarische Gesellschaft zu engagieren. Bewerben könnt ihr euch jährlich vom 20. November bis 10. Januar.

    Förderprogramme für Lehramts- und Unterrichtspraktika

    Die PASCH-Initiative des Auswärtigen Amtes vernetzt Schulen weltweit, an denen die deutschen Sprache erlernt wird. Deutsche Lehramts- und DaF-Studierende haben an PASCH-Schulen im Ausland die Möglichkeit, ein Lehramts- oder Unterrichtspraktikum zu absolvieren.

    Das Goethe-Institut vermittelt im Rahmen des Stipendienprogramms SCHULWÄRTS! Praktikumsplätze an Partnerschulen im Ausland. Auf diese Stellen können sich Lehramtsstudierende, Referendar(inn)e/-n und junge Lehrkräfte aller Schulformen und Fachrichtungen bewerben.

    Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) vergibt Stipendien für angehende Lehrer/-innen unter 31 Jahren, die in Frankreich ein Praktikum an einer Schule absolvieren möchten.

    Förderung und Vermittlung für Nachwuchsjournalisten

    Das Programm Wissenschafts- und Auslandsjournalismus fördert Absolvent(inne)n aller Fächer mit einem Stipendienprogramm: www.studienstiftung.de/journalismus

    Die Internationale Medienhilfe (IMH) vermittelt junge Menschen, die mindestens 20 Jahre alt sind, in Praktikastellen bei deutschsprachigen Print- und Rundfunkredaktionen im Ausland. Die Vermittlung ist kostenlos. Weitere Infos findet ihr unter: www.medienhilfe.org

    Tipps und Unterstützung für Studierende

    Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
    Auf der Webseite des DAAD findet ihr Infos zum Thema Auslandspraktika sowie zu Stipendienprogrammen und Finanzierungshilfen. In der Broschüre Praktikum im Ausland (PDF 5,9 MB) gibt es weitere Tipps.

    Studierendenorganisationen, die Praktika im Ausland vermitteln
    www.aiesec.de: Studierende aller Fachrichtungen
    www.bvmd.de: Deutscher Famulaturaustausch für Medizinstudierende
    www.elsa-germany.org: Jurastudierende
    www.iaeste.de: Studierende der Ingenieur-, Natur-, Land- und Forstwirtschaften

    In der Datenbank des European Funding Guide unter www.european-funding-guide.eu findet ihr eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten, um Praktika im Ausland zu finanzieren.

    Europass
    Wer plant, während der Ausbildung (Schule, Berufsausbildung, Studium, Praktikum) einige Zeit im Ausland zu verbringen, sollte sich seine Erfahrungen und Qualifikationen im Europass Mobilität dokumentieren lassen. Wichtig ist, dass die Qualitätskriterien für den Auslandsaufenthalt erfüllt sind. Eure Sprachkenntnisse könnt ihr im Europass Sprachenpass eintragen. Was es mit den verschiedenen Europass-Dokumenten genau auf sich hat und wie das Ganze funktioniert, erfahrt ihr in unserer Rubrik "Europass".

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