Die ganze Welt bereisen...!
Das ist das Ziel vieler junger Menschen. Der eine fährt in den Schulferien auf eine Freizeit nach Schweden. Die andere ist mutig genug nach der Schulzeit ein ganzes Jahr in Afrika zu leben. Auch in drei Monaten in Italien kann man viel Neues lernen. Es scheint ganz normal, mal für eine Weile die Heimat zu verlassen.

Aber das braucht viel Überwindung, Unterstützung durch Freunde und Familie und vor allem die Hilfe Anderer.

In Deutschland gibt es viele Menschen, die bei der Vorbereitung für eine solche Reise helfen wollen. Sie wollen, dass alle Jugendlichen Erfahrungen im Ausland machen dürfen. Egal, wo man herkommt, wie man aussieht, wie man sich bewegt oder woran man glaubt. Hier findet ihr verschiedene Möglichkeiten und all diese Menschen und Organisationen, die euch bei eurer Suche nach einem Aufenthalt im Ausland helfen können.

  1. Freiwilligendienste
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  4. Studium
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  6. Praktika
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  8. ASA-Programm

    Auslandspraktikum

    Ein Auslandspraktikum ist in vielerlei Hinsicht eine wertvolle Erfahrung. Man sammelt nicht nur erste Berufserfahrung, sondern gewinnt auch interkulturelle Kompetenzen und entwickelt sich persönlich weiter. Menschen mit besonderen Bedürfnissen fällt es oft schwer, einen Praktikumsplatz zu finden, der für sie geeignet ist. Einen Praktikumsaufenthalt im Ausland zu organisieren ist zwar mit einem noch größeren Aufwand verbunden, aber mithilfe von guter Recherche und Vorbereitung können sich auch Menschen mit Behinderungen diesen Traum erfüllen.

    Weder die Organisation noch die Finanzierung eines Auslandspraktikums ist eine einfache Angelegenheit. Aber keine Angst, es gibt Ansprechpartner und Programme, die euch dabei unterstützen.

    Das EU-Programm Erasmus+ fördert Auslandspraktika im europäischen Ausland von Studierenden und auch von Auszubildenden mit einer Behinderung. In beiden Fällen werdet ihr natürlich eng betreut und es wird darauf geachtet, dass die Rahmenbedingungen des Auslandspraktikums genau auf eure Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Förderung für Studierende und die Förderung für Auszubildende werden jedoch von zwei unterschiedlichen Agenturen koordiniert und auch die Rahmenbedingungen sehen etwas anders aus:

    • Erasmus+ Hochschulbildung:

    Auslandspraktika von Studierenden können bei einer Dauer zwischen 2 und 12 Monaten gefördert werden. Die Förderung richtet sich auch an Absolvent(inn)en, deren Abschluss nicht länger als 12 Monate zurück liegt. In diesem Falle muss die Förderung jedoch schon im letzten Studienjahr mithilfe der Universität beantragt werden. Studierende/ Absolvent(inn)en mit einer Behinderung von einem Grad von über 50% können Sonderfördermittel für Mehrkosten (zum Beispiel eine barrierefreie Unterkunft, Transport, zusätzliche Unterkunft für eine Assistenz etc.) beantragen. Auch Studierende mit Kind können die Sonderförderung in Anspruch nehmen.

    Wenn ihr Erasmus+ Förderung für euer Praktikum beantragen wollt, solltet ihr euch als erstes an eure Universität oder Hochschule wenden. Diese fungiert dann nicht nur als eure Entsendeorganisation, sondern kann euch vorher auch zu dem Thema beraten.

    >> Weitere Infos zur Erasmus Sonderförderung für Studierende

    • Erasmus+ Berufsbildung:

    Auslandspraktika von Auszubildenden und Berufs(fach)schüler(innen) können bei einer Dauer zwischen 2 Wochen und 12 Monaten gefördert werden. Auch junge Berufstätige, die ihre Ausbildung vor weniger als 12 Monaten beendet haben, können die Förderung beantragen. Junge Menschen mit einer Behinderungen können auch in diesem Fall Sonderfördermittel erhalten. Zum Beispiel können die Kosten für den Mehraufwand aufgrund der besonderen Bedürfnisse sowie die Kosten für Begleitpersonen getragen werden.

    Auch hier gilt: Wenn ihr für euer Auslandspraktikum Erasmus+ Förderung beantragen wollt, solltet ihr euch zunächst an eure Berufsschule oder an euren Ausbildungsbetrieb wenden. Die Berufsschule oder der Ausbildungsbetrieb fungiert dann als eure Entsendeorganisation und übernimmt die Antragsstellung für euch.

    >> Weitere Informationen zu Erasmus+ Auslandspraktika im Bereich der Berufsbildung
     

    Das Europäische Parlament bietet 5-monatige Praktika für Menschen mit Behinderungen an. Die Praktika finden meist im Brüssel oder Luxemburg statt und werden vergütet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass durch die Behinderung entstehende Mehrkosten übernommen werden. Wie ihr euch wann wo bewerben könnt und welche Voraussetzungen ihr mitbringen müsst, findet ihr auf der Webseite des Europäischen Parlaments. Hier gibt es weitere Informationen zu dem Programm auf Englisch.

    Erfahrungsberichte von jungen Menschen mit einer Behinderung, die ein Auslandspraktikum absolviert haben:

     

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