„LOKAL-GLOBAL“

Wie lokales Handeln zu internationalen Erfahrungen führen kann

Viele Jugendliche interessieren sich für einen längeren Aufenthalt im Ausland. "Mal was Sinnvolles, mal was Anderes machen, anderen Menschen, denen es weniger gut geht, helfen" - das sind die häufigsten Gründe, warum junge Leute sich im Ausland engagieren wollen.

Da bietet sich z.B. ein Freiwilligendienst im Ausland an, der einem viel bringen kann: man sammelt erste Berufserfahrungen, erweitert seine Fremdsprachenkenntnisse, man lernt, sich auf Menschen fremder Kulturen einzustellen, man lernt, wie man Projekte durchführt, mit Stress und Schwierigkeiten umgeht usw. Das sind sicherlich alles wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten, die auch für das spätere Berufsleben ganz nützlich sein können. Kurz: Freiwilliges Engagement im Ausland kann nicht nur Spass machen und interessant sein, sondern kann für jeden persönlich und beruflich etwas bringen.

Doch wer sich ehrenamtlich im Ausland engagieren möchte, hat außer einem Freiwilligendienst noch andere Möglichkeiten. Man kann z.B. mit einem Engagement "vor der Haustür" beginnen. Dies ist kostenfrei, viel einfacher zu organisieren und genauso spannend und erfüllend wie ein Aufenthalt im Ausland! Über dieses Engagement kann sich durchaus dann die Möglichkeit ergeben, ins Ausland zu kommen, denn viele gemeinnützige Organisationen haben Kontakte zu anderen ehrenamtlichen Projekten im Ausland.

 

(Die Auflistung stellt nur einen sehr kleinen Teil der Vereine und Verbände dar, in denen ein ehrenamtliches Engagement möglich ist. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wertet die Vereine/Verbände nicht).

  1. Die Vorteile
  2. Beispiel "Anne in Afrika"
  3. Beispiel "Expedition WELT"
  4. Internationale Organisationen
  5. Sportverbände
  6. Umweltverbände
  7. Musikvereine
  8. Politische Jugendverbände
  9. Kirchliche Jugendverbände
  10. Sonstige Jugendverbände

    Erfahrungsbericht: Anne in Afrika

    Anne in Afrika

    Wie ein Weg vom Heimatort ins ferne Ausland aussehen kann, lest ihr im Erfahrungsbericht von Anne Velder:

    "Mein Name ist Anne Velder, ich bin 21 Jahre alt und studiere Politische Wissenschaft in Bonn.
    Einmal nach Afrika zu fliegen war für mich schon immer ein großer Traum, der aber relativ unerreichbar schien. 2004 hatte ich dennoch die Chance für fünf Wochen nach Ruanda zu fliegen und jede Menge ungewöhnliche Erfahrungen zu machen.

    Begonnen hat alles mit meiner Leitungstätigkeit in Grevenbroich. Dort bin ich seit vielen Jahren Mitglied bei den Georgspfadfindern und leite seit etwa drei Jahren meine „eigene“ Wölflingsgruppe (Wölflinge sind Kinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren). Über dieses Engagement kam ich vor etwa eineinhalb Jahren zum Diözesanarbeitskreis Entwicklungsfragen. (Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit entwicklungspolitischen Inhalten und gibt diese an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiter.)

    Im letzten Jahr hatte unser Verband eine gemeinsame Jahresaktion mit dem ASR (Assoziation du Scouts du Ruanda), den ruandischen Pfadfindern und es gab im Rahmen dieser Aktion die Möglichkeit nach Ruanda zu fliegen, um dort gemeinsam mit Pfadfindern aus Ruanda ein Workcamp durchzuführen.

    Diese Chance habe ich ergriffen. Mir hat diese Reise nach Afrika viele verschiedene Dinge gezeigt und meine Wahrnehmung verändert. So sehe ich heute viele Dinge mit anderen Augen (zum Beispiel die Tatsache, dass wir in Deutschland immer und überall fließend Wasser und Strom zur Verfügung haben) und bin mir sicher, dass mein ehrenamtliches Engagement hier in der Diözese Köln sich lohnt.

    Die Reise nach Afrika würde ich immer wieder machen und ich kann jeden nur dazu ermutigen sich zum Einen vor Ort zu engagieren und zum Anderen eine Chance, wie sie sich mir geboten hatte, auf jeden Fall anzunehmen!"

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