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Reisen für Alle: Praktikum

Die Welt bereisen. Das ist das Ziel vieler junger Menschen. Der eine fährt in den Schulferien auf eine Freizeit nach Schweden. Die andere ist mutig genug nach der Schulzeit ein ganzes Jahr in Südafrika zu leben. Auch in drei Monaten in Italien kann man viel Neues lernen. Es scheint ganz normal, mal für eine Weile die Heimat zu verlassen. Aber das braucht viel Überwindung, Unterstützung durch Freunde und Familie und auch die Hilfe von anderen.

In Deutschland gibt es viele Organisation, die bei der Planung und Organisation helfen. Sie wollen, dass alle Jugendlichen Erfahrungen im Ausland machen können. Egal, wo ihr herkommt, wie ihr ausseht, wie ihr euch bewegt oder woran ihr glaubt. Auf dieser Seite findet ihr verschiedene Möglichkeiten und die Menschen und Organisationen, die euch bei eurer Suche nach einem Aufenthalt im Ausland helfen können.

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    Auslandspraktikum für Alle

    Menschen mit besonderen Bedürfnissen fällt es oft schwer, einen Praktikumsplatz zu finden, der für sie geeignet ist. Einen Praktikumsaufenthalt im Ausland zu organisieren ist zwar mit einem noch größeren Aufwand verbunden, aber mithilfe von guter Recherche und Vorbereitung können sich auch Menschen mit Behinderungen diesen Traum erfüllen.

    Weder die Organisation noch die Finanzierung eines Auslandspraktikums ist eine einfache Angelegenheit. Aber keine Angst, es gibt Ansprechpartner und Programme, die euch dabei unterstützen.

    Das EU-Programm Erasmus+ fördert Auslandspraktika im europäischen Ausland von Studierenden und auch von Auszubildenden mit einer Behinderung. In beiden Fällen werdet ihr eng betreut und es wird darauf geachtet, dass die Rahmenbedingungen des Auslandspraktikums genau auf eure Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Förderung für Studierende und die Förderung für Auszubildende werden von zwei unterschiedlichen Agenturen koordiniert und auch die Rahmenbedingungen sind etwas unterschiedlich:

    • Erasmus+ Hochschulbildung:

    Auslandspraktika von Studierenden können bei einer Dauer zwischen 2 und 12 Monaten gefördert werden. Auch Absolvent(inn)en, deren Abschluss nicht länger als 12 Monate zurück liegt, können die Förderung erhalten, wenn sie diese beantragen, während sie noch studieren. Wenn ihr eine Behinderung von einem Grad von über 50% habt, könnt ihr Sonderförderung für Mehrkosten (z.B. eine barrierefreie Unterkunft, Transport, zusätzliche Unterkunft für eine Assistenz etc.) beantragen. Wenn ihr die Sonderförderung beantragen möchtet, wendet euch als erstes an eure Universität oder Hochschule. Diese stellt den Antrag für euch und hilft euch bei der Organisation des Auslandspraktikums.

    • Erasmus+ Berufsbildung:

    Auslandspraktika von Auszubildenden und Berufs(fach)schüler(inne)n können bei einer Dauer zwischen 2 Wochen und 12 Monaten gefördert werden. Auch junge Berufstätige, die ihre Ausbildung vor weniger als 12 Monaten beendet haben, können die Förderung beantragen. Junge Menschen mit einer Behinderungen können auch in diesem Fall Sonderfördermittel erhalten (z.B. für eine Begleitperson). Wenn ihr für euer Auslandspraktikum Erasmus+ Förderung beantragen wollt, wendet ihr euch zunächst an eure Berufsschule oder an euren Ausbildungsbetrieb wenden. Diese stellen dann den Antrag für euch.

    Tipp: Viele der EU-Institutionen bieten Praktika speziell für junge Menschen mit Behinderung an.

    Erfahrungsberichte von jungen Menschen mit einer Behinderung, die ein Auslandspraktikum absolviert haben: www.na-bibb.de/stories/erasmus-berufsbildung/auch-du-kannst-es-schaffen

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