Trotz Corona...

Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben weltweit nach wie vor im Griff. Die Verunsicherung ist entsprechend groß, wenn man über einen Auslandsaufenthalt nachdenkt. Auf dieser Seite geben wir dir deswegen Infos, was du bei der Planung eines Auslandsaufenthalts beachten solltest und welche Alternativen du hast, um internationale Erfahrungen zu sammeln.

Frau hält Emoji mit Maske hoch

Don't stop dreaming

Wer jetzt gerade über einen Auslandsaufenthalt nachdenkt, erntet vermutlich misstrauische Blicke. Es gehört sicher etwas Optimismus dazu, sich in der jetzigen Situation mit der Idee eines Auslandsaufenthalts auseinanderzusetzen, denn auch wenn  die Grenzen wieder geöffnet sind, sind Reisen je nach Zielland immer noch nur mit Einschränkungen oder gar nicht möglich.

Trotzdem: Corona ist kein Grund, euren Traum vom Auslandsaufenthalt aufzugeben. Klar müsst ihr gerade teilweise eure Pläne ändern. Aber das bedeutet nicht, dass die Chance für immer vertan ist.

UNSERE TIPPS

  • Ihr müsst aktuell flexibler sein, was den Zeitpunkt und die Dauer eures Auslandsaufenthalts angeht und auch hinsichtlich des Ziellandes. Aufenthalte in Europa sind wahrscheinlicher möglich als im außereuropäischen Ausland. Auf der Webseite Re-open EU findet ihr immer die aktuellsten Infos zum Thema Reisen und Corona in den EU-Mitgliedsstaaten. Das Europäische Parlament hat außerdem praktische Ratschläge für sicheres Reisen sowie Infos über eure Rechte als europäische Reisende zusammengefasst. Aktuelle Infos und Beratung zu Reisefragen in der Corona-Zeit bietet auch das Europäische Verbraucherzentrum. Informationen zur aktuellen Situation von verschiedenen Fördergebern und Organisationen, die Auslandsaufenthalte anbieten, findet ihr auf der Webseite von IJAB.
  • Ihr könnt euch bereits für viele ausgeschriebene Plätze für 2022 bewerben. Gute Chancen gibt es für Projekte in Europa aber teilweise auch in außereuropäischen Ländern. Aktuelle Angebote für geförderte Freiwilligendienste, Workcamps und z.T. auch für Jugendbegegnungen findet ihr im Last Minute Markt. Dabei ist eine sehr enge Kommunikation mit der Entsendeorganisation und den Aufnahmestellen wichtig. Außerdem müssen Stornierungs- und Rücktrittsregelungen mit Blick auf Corona vor Vertragsunterzeichnung abgeklärt werden. Vergesst aber nicht, dass immer auch eine Absage/Verschiebung des Auslandsaufenthalts möglich ist. Informiert euch bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes in jedem Fall regelmäßig über Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
  • Habt einen Plan B in der Tasche, falls der geplante Auslandsaufenthalt doch verschoben oder abgesagt werden muss. Es gibt einige Möglichkeiten, wie ihr internationale Erfahrungen ohne Reisen von zu Hause aus sammeln könnt!
  • Denkt daran: Es gibt viele Zeitpunkte ins Ausland zu gehen. Nicht nur während/nach der Schule sondern auch während der Ausbildung/des Studiums oder sogar danach gibt es noch Möglichkeiten einen geförderten Auslandsaufenthalt zu machen (in der Regel, bis ihr 30 seid).
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Zeit für Plan B

In der Corona-Zeit läuft einiges nicht nach Plan – besonders, wenn ein Auslandsaufenthalt auf der Bucket-List stand. An dieser Stelle wollen wir euch Alternativen und Ideen an die Hand geben, falls Plan B in Kraft treten muss.

Online-Formate

Ob Schule, Studium oder Arbeit – vieles findet seit einigen Monaten größtenteils online statt. Auch Auslandsformate finden immer mehr ihren Weg ins Digitale.

Workcamps, in denen ihr Menschen aus aller Welt treffen und gemeinsam an Projekten arbeiten könnt, werden zum Beispiel mittlerweile online angeboten. Dabei unterhaltet ihr euch auf Englisch und könnt eure Sprachkenntnisse verbessern. Die Bereiche der angebotenen Workcamps sind sehr vielfältig und reichen von Umweltprojekten mit Do-it-Yourself- Ideen, zu Sportangeboten mit Yoga und Stressbewältigungskursen bis zu Koch- und Musik-Workcamps. Gekennzeichnet sind solche Workcamps mit Schlagwörtern wie online, digital und virtuell. Angebote findet ihr beispielsweise bei IBG e.V. und SCI und unserem Last Minute Markt . Über eines der ersten virtuellen Workcamps haben wir übrigens auf Instagram berichtet.

Ähnlich wie Workcamps können Jugendbegegnungen ebenfalls online durchgeführt werden. Wenn ihr zwischen 18 und 30 Jahren alt seid, könnt ihr durch Erasmus+ Virtual Exchange Gleichaltrige aus verschiedenen Teilen der Welt kennenlernen, über verschiedene Themen diskutieren und euer interkulturelles Verständnis verbessern. Weitere Angebote findet ihr in unserem Last Minute Markt.

Auch freiwilliges Engagement weltweit geht von zu Hause aus. Als UN Online Volunteers könnt ihr euch in verschiedensten Bereichen einbringen: Übersetzungen, journalistische Tätigkeiten, Projektentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit uvm. Die Anforderungen sowie der Aufwand des Engagements variieren nach den einzelnen Projekten.

Was in den USA schon weit verbreitet ist, findet weltweit immer mehr Anklang: virtuelle Praktika. Bei einem virtuellen Praktikum (auch Remote, Fernarbeits- oder Homeoffice-Praktikum genannt) könnt ihr bequem von zu Hause aus arbeiten, während eure Praktikumsstelle in einer anderen Stadt oder sogar in einem anderen Land liegt. In der Regel eignet sich alles, was man von einem Computer aus erledigen kann, für ein virtuelles Praktikum. Infos und Hinweise zur Planung eines Auslandspraktikums haben wir für euch zusammengetragen.

Ihr wolltet eigentlich an einer ausländischen Hochschule studieren? Auch das ist immer noch möglich. Wie in Deutschland haben viele Hochschulen im Ausland auf eine digitale Lehre umgestellt, bei der es egal ist, von wo ihr euch mit eurem Computern zu euren Online-Veranstaltungen dazu schaltet. Wendet euch an das International Office eurer deutschen Hochschule, wenn ihr Interesse an Partnerinstitutionen eurer Hochschule habt oder erkundigt euch direkt bei den Hochschulen im Ausland. Auf der Webseite Erasmus+ Covid-19 Mobility Status tragen Hochschulen ein, ob sie im kommenden Wintersemester 20/21 Austauschstudierende aufnehmen und ob sie Online-Veranstaltungen anbieten. Sogar ein komplettes Studium ist online möglich. Einige dieser Fernstudium-Angebote findet ihr auf www.educations.com. Wir empfehlen, bei der Planung unsere Hinweise zum Auslandsstudium sowie die Hinweise des DAAD zu beachten, insbesondere bezüglich der Anerkennung eurer Leistungen.

Übrigens: Wer sich rein aus Interesse fortbilden will und keine Leistungsanerkennung braucht, findet online ein großes Angebot an Kursen, die Hochschulen weltweit oft kostenlos anbieten. Eine riesige Auswahl von über 600 Angeboten findet ihr auf www.classcentral.com.


Engagement in Deutschland

Nicht zuletzt ist auch Engagement in Deutschland möglich zum Beispiel durch den Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr/Freiwilliges Ökologisches Jahr. Wenn ihr euch für einen kürzeren Zeitraum einbringen wollt, sind Workcamps in Deutschland eine gute Alternative.