Freiwilligendienste

Bei einem Freiwilligendienst engagiert ihr euch für eine bestimmte Zeit in einer Einrichtung, Organisation oder in einem Projekt im Ausland und macht dabei erste Erfahrungen in der Berufswelt.

Kurzzeitfreiwilligendienste dauern nur wenige Wochen und bieten eine gute Gelegenheit, für wenig Geld Land und Leute kennen zu lernen. In Workcamps oder bei der Mitarbeit auf einer Farm bekommt ihr die Unterkunft und die Verpflegung gestellt und müsst lediglich eine kleine Vermittlungsgebühr bezahlen.

Langzeitfreiwilligendienste dauern bis zu 24 Monate. Sie sind oft eine sinnvolle Überbrückung zwischen der Schulzeit und der Berufsausbildung bzw. dem Studium und bieten die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen in einem Gastland zu sammeln. Man unterscheidet zwischen geförderten und nicht geförderten Freiwilligendiensten. Die Vorlaufzeit von geförderten Freiwilligendiensten ist relativ lang, d.h. ihr solltet euch mindestens 6 - 9 Monate im Voraus um einen Platz bemühen.

    Internationaler Jugendfreiwilligendíenst (IJFD)

    Der IJFD ist das neue Freiwilligenprogramm vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Dieser Dienst ist vom BMFSFJ teilgefördert und ermöglicht es allen Jugendlichen sich unabhängig vom Schulabschluss für 6 bis 18 Monate freiwillig im Ausland zu engagieren. Was die Altersgrenzen angeht, ist der IJFD theoretisch - von der Gesetzgebung ausgehend - ab Vollendung der Vollschulzeitpflicht (meist mit 15 oder 16 Jahren erreicht) bis zu einem Alter von 26 Jahren möglich. Bisher ziehen es Entsendeorganisationen aufgrund der Aufsichtspflicht jedoch vor, ausschließlich volljährige Jugendliche zu entsenden.
    Einsatzgebiete für die Freiwilligen sind gemeinwohlorientierte Einrichtungen, wie z.B. Jugend- oder Senioreneinrichtungen, Bildungseinrichtungen oder Einrichtungen, die im Naturschutz tätig sind.

    Grundsätzlich könnt ihr den IJFD weltweit absolvieren. Während eures Aufenthalts im Ausland wird euch Unterkunft und Verpflegung kostenfrei zur Verfügung gestellt, und ihr erhaltet ein angemessenes Taschengeld. Auch eure Reisekosten werden gefördert. Während eures Einsatzes nehmt ihr außerdem an 25 Seminartagen (bei einem 12monatigen Aufenthalt) teil, für das euch die Kosten auch erstattet werden. Der Träger wird euch allerdings bitten, einen Teil der Kosten für euren Freiwilligendienst durch Spenden oder einen Unterstützerkreis mitzutragen.
    Die Richtlinien für den IJFD findet ihr unter www.bmfsfj.de > Freiwilliges Engagement > Internationaler Jugendfreiwilligendienst.

    !!! Die Liste der Träger, die den IJFD anbieten ist online !!!

    Welche Erfahrungen schon andere Jugendliche mit dem IJFD gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen. 

     

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ): www.entwicklungsdienst.de
    Der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. ist eine zentrale Servicestelle für Akteure der Entwicklungszusammenarbeit. Mitglieder des Vereins sind staatlich anerkannte Entwicklungsdienste, internationale Freiwilligendienste und Organisationen aus dem Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
    Wer sich eine Zeit lang in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, kann in dem Stellenmarkt  für Freiwillige (www.entwicklungsdienst.de/stellenmarkt_freiwillige.html?&no_cache=1) fündig werden. Hier werden offene Stellen für Freiwilligendienste ausgeschrieben und regelmäßig aktualisiert.

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V.
    Thomas-Mann-Straße 52
    53111 Bonn
    Tel.: +49 (0)228 / 9089-910
    Fax: +49 (0)228 / 9089-911     
    E-Mail: aklhue@entwicklungsdienst.de
    Internet: www.entwicklungsdienst.de

    Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

    Das FSJ bzw. das FÖJ ist ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderter Freiwilligendienst, den ihr sowohl in Deutschland als auch im Ausland (weltweit) machen könnt, und zwar ab der Erfüllung eurer Vollzeitschulpflicht (in der Regel mit 15 oder 16 Jahren) bis zu eurem 27. Geburtstag. Das FSJ / FÖJ ist für 6 - 18 Monate möglich.
    In Ausnahmefällen kann man auch einen Dienst von bis zu 24 Monate ableisten.
    Für einen Einsatz im Ausland solltet ihr 18 Jahre alt sein. Während des FSJ/FÖJ bekommt ihr ein Taschengeld und - je nach Einsatzstelle - Unterkunft und Verpflegung. Zudem nehmt ihr an Begleitseminaren zur Vor- und Nachbereitung eures Auslandseinsatzes teil. Die Begleitseminare beinhalten zum Teil auch einen Sprachkurs. Wenn ihr in Deutschland noch anspruchsberechtigt seid, bekommen eure Eltern auch während des FSJ/FÖJ weiterhin Kindergeld.
    Da der Bund ausschließlich die Begleitseminare finanziert und die übrigen Kosten von der Trägerorganisation übernommen werden müssen, werdet ihr bei einem Einsatz im Ausland oftmals gebeten, einen Unterstützerkreises zur Deckung der Restkosten aufzubauen. Was ein Unterstützerkreis ist, und wie ihr ihn aufbauen könnt, erfahrt ihr in der Rubrik Finanzierung > Unterstützerkreise

    Informationen zum FSJ haben die Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V. (IJGD) auf ihrer Website unter www.ijgd.de > Soziales Jahr zusammengestellt.
    Informationen zum FÖJ findet ihr auf www.foej.de.
    Einen guten Überblick über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im FSJ/FÖJ bietet die Broschüre "Zeit, das Richtige zu tun", die ihr auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=183816.html kostenlos bestellen könnt.

    Adressen von anerkannten Organisationen, die das FSJ/FÖJ im Ausland durchführen, findet ihr in der Übersicht, die das BMFSFJ zusammengestellt hat: www.bmfsfj.de > Freiwilliges Engagement > FSJ/FÖJ.
    Bitte beachtet dabei: Auch wenn ihr schon Kontakt zu einer ausländischer Aufnahmeorganisation habt, braucht ihr noch eine anerkannte deutsche Organisation, die euch dorthin entsendet.

    Auf der Website www.fsj-adia.de findet ihr eine Liste mit Organisationen, die das FSJ oder den Anderen Dienst im Ausland (ADiA) anbieten. Hier bekommt ihr auch Informationen über die Länder, in die entsendet wird. Neben der Liste gibt es auch Erfahrungsberichte und eine Freiwilligendienst-Stellenbörse.

    Eine Übersicht mit Einrichtungen für das FÖJ im Ausland (mit Angaben über Zielländer) findet ihr unter: www.foej.de/html/foj_im_ausland.html

    Das Ministerium hat unter Tel.: +49 (0)1801/907050 ein Servicetelefon für Fragen u.a. zum Freiwilligen Sozialen bzw. Ökologischen Jahr eingerichtet, welches von Montag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 18 Uhr besetzt ist.

    Europäischer Freiwilligendienst (EFD) 

    Der Europäische Freiwilligendienst (engl.: European Voluntary Service, EVS) ist ein Programm der Europäischen Union, das es jungen Menschen zwischen 17 und 30 Jahren ermöglicht, für 2 - 12 Monate in einem gemeinnützigen Projekt im europäischen Ausland mitzuarbeiten. Das Projekt und das Land, in dem ihr euren Euopäischen Freiwilligendienst machen wollt, könnt ihr euch aussuchen. Projekte gibt es im sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Bereich.

    Der EFD gehört zu den geförderten Freiwilligendiensten. Den Teilnehmer/-innen wird die Unterkunft, die Verpflegung und die Versicherung finanziert. Außerdem bekommen alle Teilnehmenr/-innen einen Zuschuss zu den Reisekosten. Diese Pauschale deckt in etwa 90% der Kosten. Hinzu kommt bei Bedarf ein Zuschuss zu einem Sprachkurs und ein Taschengeld, dessen Höhe abhängig vom Gastland ist. Teilnehmer/-innen, die in Deutschland noch bezugsberechtigt sind, erhalten für die Dauer des Freiwilligendienstes auch weiterhin Kindergeld.

    Wenn ihr ein EFD absolviert, nehmt ihr an einem Begleitprogramm zur Weiterbildung teil und bekommt am Ende den Youth Pass zur Zertifizierung eures Auslandsaufenthalts ausgestellt. Für den EFD werden weder gute Noten noch Fremdsprachkenntnisse vorausgesetzt. 

    Da ihr den Förderantrag für den Europäischen Freiwilligendienst nicht als Privatperson stellen könnt, braucht ihr dazu eine anerkannte Entsendeorganisation in Deutschland. Diese solltet ihr euch zuerst suchen.  

    Adressen von Entsende- und Aufnahmeorganisationen findet ihr auf  www.go4europe.de > LOS legen > Datenbank. Nach Entsendeorganisationen sucht ihr, indem ihr unter "Country">"Germany" und unter "Type of accreditation" >"Sending Organisation" eingebt. Erst wenn ihr eine Entsendeorganisation (am besten in eurer Nähe) gefunden habt, macht ihr euch auf die Suche nach einem Aufnahmeprojekt. Dieses findet ihr, indem ihr unter "Country" euer Wunschzielland und unter "Type of accreditation">"Host Organisation" eingebt.

    Eure Entsendeorganisation kann euch auch Zugang zum Netzwerk auf www.youthnetworks.eu verschaffen, in dem ihr nach freien EFD-Plätzen suchen könnt.
    Wenn ihr wissen wollt, wie es anderen jungen Leuten beim EFD ergangen ist, könnt ihr unter www.youthreporter.eu viele interessante Erfahrungsberichte nachlesen. Die Broschüre "Tapetenwechsel" bietet noch weitere Infos über den Europäischen Freiwilligendienst. Auf dieser Seite in der Rubrik "Bestellungen" könnt ihr sie kostenlos bestellen oder herunterladen.

    Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst "weltwärts"

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt seit 2008 den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" durch. "weltwärts" ist ein aus öffentlichen Mitteln geförderter Freiwilligendienst für junge Leute zwischen 18 und 28 Jahren, der in den Entwicklungsländern, hauptsächlich in Afrika, stattfindet. Bei einem "weltwärts-Dienst" arbeitet ihr 6 - 24 Monate (meistens jedoch 12 Monate) in Projekten der Entwickungszuammenarbeit mit und werdet dabei fachlich und pädagogisch begleitet. Wenn ihr an "weltwärts" teilnehmen wollt, braucht ihr Grundkenntnisse in der Sprache des Gastlandes sowie ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsschulausbildung, die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder eine vergleichbare Qualifikation. Bewerben müsst ihr euch bei einer anerkannten Entsendeorganisation in Deutschland, die euch dann in ein Projekt ins Ausland entsendet. Im Rahmen von "weltwärts"  werden alle wesentlichen Kosten des Freiwilligendienstes finanziert.

    Weitere Informationen zum entwicklungspolitischen Freiwilligendienst sowie Adressen von Entsendeorganisationen findet ihr unter www.weltwaerts.de

     

    "weltwärts" ist eine Initiative des

     

    "Ausbildung im Gepäck" - Anhand der Geschichten von drei jungen Freiwilligen mit abgeschlossener Berufsausbildung zeigt In Via Köln in ihrem neuen Film, dass ein Freiwilligendienst nicht nur etwas für Abiturienten ist. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bringen die Freiwilligen praktische Erfahrung mit, die sowohl sie selbst als auch ihre Projekte sehr bereichern kann.

    Hier könnt ihr euch den Film anschauen! 

     

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ): www.entwicklungsdienst.de
    Der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. ist eine zentrale Servicestelle für Akteure der Entwicklungszusammenarbeit. Mitglieder des Vereins sind staatlich anerkannte Entwicklungsdienste, internationale Freiwilligendienste und Organisationen aus dem Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
    Wer sich eine Zeit lang in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, kann in dem Stellenmarkt  für Freiwillige (www.entwicklungsdienst.de/stellenmarkt_freiwillige.html?&no_cache=1) fündig werden. Hier werden offene Stellen für Freiwilligendienste ausgeschrieben und regelmäßig aktualisiert.

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V.
    Thomas-Mann-Straße 52
    53111 Bonn
    Tel.: +49 (0)228 / 9089-910
    Fax: +49 (0)228 / 9089-911     
    E-Mail: aklhue@entwicklungsdienst.de
    Internet: www.entwicklungsdienst.de

    Internationaler kultureller Freiwilligendienst "kulturweit"

    Seit 2009 gibt es den internationalen kulturellen Freiwilligendienst »kulturweit« für junge Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren, der vom Auswärtigen Amt organisiert wird. Er wird von der Deutschen UNESCO-Kommission als Träger durchgeführt. Die Einsatzdauer beträgt 6 oder 12 Monate. Der Auslandseinsatz wird im Rahmen eines Vor- und Nachbereitungsseminars pädagogisch begleitet. Durch die jeweilige Einsatzstelle wird eine individuelle fachliche Anleitung und Betreuung während des Auslandseinsatzes gewährleistet.
    Dieser Freiwilligendienst basiert auf dem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes. Für die Freiwilligen werden Versicherungen abgeschlossen und Sozialversicherungsbeiträge abgeführt.

    »kulturweit« bietet Gelegenheit, sich in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Eine Tätigkeit an Goethe-Instituten im Ausland, an deutschen Auslandsschulen und anderen Einsatzstellen schafft Begegnung mit neuen Kulturen und Menschen. Die Freiwilligen erhalten dadurch internationale und interkulturelle Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen, die sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland einbringen. Mit ihrer Arbeit unterstützen und stärken die Freiwilligen die Partnerinstitutionen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. »kulturweit« trägt dazu bei, neue Partner für eine verlässliche und verantwortungsvolle Zusammenarbeit in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu gewinnen. Mehr Infos zu »kulturweit« findet ihr auf der Webseite www.kulturweit.de.

    Die Ausreisen sind zweimal jährlich. Der Bewerbungszeitraum für die Ausreise im Februar ist im April/Mai des Vorjahres, für die Ausreise im September könnt ihr euch im November des Vorjahres online bewerben.

     

    Deutsch-Französischer Freiwilligendienst: freiwilligendienst.dfjw.org
    Der deutsch-französische Freiwilligendienst ist ein Programm, dass seit 2006 durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (www.dfjw.org) koordiniert wird. Finanziert und unterstützt wird das Programm durch die Agentur des Service Civique, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem DFJW und von französischen und deutschen Vereinen. Wichtiges Merkmal des Freiwilligendienstes ist Gegenseitigkeit. Das heißt ein deutscher und ein französischer Verein entsenden und empfangen gleichzeitig eine/n Freiwillige/-n.
    Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die Interesse daran haben, ein Jahr lang gemeinnützige Arbeit in Frankreich zu leisten. In französischen Vereinen werden Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Kultur, Umwelt, Soziales oder Sport angeboten. In der Regel dauert der Freiwilligendienst 12 Monate. Vor Beginn des Dienstes nehmen die Freiwilligen an einem 2-wöchigen Seminarzyklus teil, in dem sie mit ihren zukünftigen Aufgaben und der französischen Kultur vertraut gemacht werden. Teilnehmer7-innen arbeiten 35 Stunde pro Woche und haben während des Dienstes Anspruch auf 2 Urlaubstage im Monat. Außerdem wird eine pädagogische binationale Betreuung in Form von Seminaren gewährleistet. Ziel des Programms sind die Stärkung des interkulturellen Austausches sowie das Sammeln erster beruflicher Erfahrungen und Sprachkenntnisse.
    Während des Aufenthaltes in Frankreich bekommen die Freiwilligen ein Taschengeld sowie Geld für Unterkunft und Verpflegung. Es besteht zudem die Möglichkeit ein Sprachkursstipendium für einen Intensivsprachkurs von 4-6 Wochen über das DFJW zu beantragen.
    Wie man sich bewerben kann, erfahrt ihr unter freiwilligendienst.dfjw.org > "Freiwilliger werden".

    Auf der Seite findet ihr außerdem Erfahrungsberichte von ehemaligen Teilnehmer(inne)n.

    Übrigens: Während dieses Freiwilligendienste wird das Kindergeld weiterhin gezahlt, sofern ein Anspruch besteht.

    Nicht geförderte Freiwilligendienste

    Neben den geförderten und gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten, bei denen es leider nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen gibt, könnt ihr auch einen nicht geförderten Freiwilligendienst machen. Bei nicht geförderten Freiwilligendiensten tragt ihr die Kosten für euren Auslandsaufenthalt. Diese sind verschieden hoch, je nachdem mit welcher Organisation ihr euch ins Ausland vermitteln lasst, wie lange ihr bleibt, wohin es geht usw. Manchmal habt ihr die Möglichkeit, die Kosten für euren Auslandseinsatz über eine Teilförderung der Entsendeorganisation oder durch den Aufbau eines Unterstützerkreises zumindest teilweise zu decken. Die Chancen, einen Platz in einem nicht geförderten Freiwilligendienst zu bekommen, sind wesentlich höher als in einem geförderten Dienst. Daher gehen die meisten jungen Leute auch mit nicht geförderten Freiwilligendiensten ins Ausland. Das Bewerbungsprozedere bei nicht geförderten Freiwilligendiensten ist weniger aufwendig als bei geförderten Diensten. Zudem sind nicht geförderte Freiwilligendienste wesentlich flexibler, d.h. sie können z.B. auch nur 3 Monate dauern und weltweit stattfinden. 
    Bewerben müsst ihr euch bei einer Entsendeorganisation in Deutschland, die euch dann in einen nicht geförderten Freiwilligendienst ins Ausland vermittelt. Adressen von Entsendeorganisationen findet ihr in der Programmdatenbank. Die Anforderungen sind je nach Organisation und Einsatzprojekt sehr verschieden. Auf jeden Fall solltet ihr 18 Jahre alt sein. Beachtet, dass bei einem nicht geförderten Freiwilligendienst das Kindergeld nicht unbedingt weiter gezahlt wird, da der Bildungsanspruch, den gesetzlich geregelte und geförderte Freiwilligendienste haben, nicht unbedingt immer erfüllt ist. Wenn ihr nachweisen könnt, dass euer sozialer Dienst im Ausland ähnliche Rahmenbedingungen (regelmäßige soziale Mitarbeit, pädagogische Begleitung und Seminarangebote) wie die gesetzlich geregelten Dienste, besteht weiterhin ein Anspruch auf Kindergeld. Ihr solltet euch daher diesbezüglich vorher mit eurer Kindergeldkasse in Verbindung setzen.

    Nicht geförderte Freiwilligendienste könnt ihr im ökologischen, sozialen oder kulturellen Bereich machen. Es gibt aber auch Friedens- und Entwicklungsdienste. Beachtet, dass viele Organisationen umgangssprachlich von "einem" freiwilligen sozialen Jahr sprechen, und damit aber nicht das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) meinen, sondern einen nicht geförderten Freiwilligendienst im sozialen Bereich.

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ): www.entwicklungsdienst.de
    Der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. ist eine zentrale Servicestelle für Akteure der Entwicklungszusammenarbeit. Mitglieder des Vereins sind staatlich anerkannte Entwicklungsdienste, internationale Freiwilligendienste und Organisationen aus dem Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
    Wer sich eine Zeit lang in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, kann in dem Stellenmarkt  für Freiwillige (www.entwicklungsdienst.de/stellenmarkt_freiwillige.html?&no_cache=1) fündig werden. Hier werden offene Stellen für Freiwilligendienste ausgeschrieben und regelmäßig aktualisiert.

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V.
    Thomas-Mann-Straße 52
    53111 Bonn
    Tel.: +49 (0)228 / 9089-910
    Fax: +49 (0)228 / 9089-911     
    E-Mail: aklhue@entwicklungsdienst.de
    Internet: www.entwicklungsdienst.de

    Qualität in Freiwilligendiensten

    Die Agentur Quifd - Qualität in Freiwilligendiensten hat Qualitätsgrundsätze für den Freiwilligendienst entwickelt und vergibt das Quifd-Gütezeichen an Organisationen, die nach diesen Grundsätzen arbeiten. Die zertifizierten Organisationen findest du auf www.quifd.de

    Informationen und Anlaufstellen für diverse Freiwilligendienste im Ausland

    Alle Eurodesk Stellen in Deutschland beraten auch zu Freiwilligendiensten. Eurodesk Stellen in eurer Nähe findet ihr in der Rubrik Beratung vor Ort.

    Länderspezifische Informationen zu Freiwilligendiensten findet ihr auf dem Europäischen Jugendportal (europa.eu/youth/de) und hier auf der Seite in den Länderinfos.

    Im Stellenmarkt des AKLHÜ (Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee) könnt ihr nach Angeboten für Internationale Freiwilligendienste suchen: www.entwicklungsdienst.de

    Internationale Freiwilligenprogramme für Menschen ab 30 finden sich unter www.internationale-freiwilligendienste.org/ifl_projekt.html.

    Auf der Internetseite der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF) www.friedensdienst.de findet ihr Informationen zum Friedensdienst weltweit und Adressen der Mitgliedsorganisationen, die diese Dienste anbieten.

    Das Diakonische Jahr im Ausland wird vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. angeboten und kann im europäischen Ausland sowie in Argentinien, Costa Rica, Indien und Kamerun geleistet werden. Weitere Infos unter: www.diakonisches-jahr-im-ausland.de.

     

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ): www.entwicklungsdienst.de
    Der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. ist eine zentrale Servicestelle für Akteure der Entwicklungszusammenarbeit. Mitglieder des Vereins sind staatlich anerkannte Entwicklungsdienste, internationale Freiwilligendienste und Organisationen aus dem Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. In der Rubrik > Infothek findet ihr Publikationen des Arbeitskreises und anderen Organisationen zu verschiedenen Aspekten der Entwicklungszusammenarbeit.
    Außerdem findet ihr auf der Seite einen Stellenmarkt für Fachkräfte (www.entwicklungsdienst.de/stellenmarkt_fachkraefte.html) sowie für Freiwillige (www.entwicklungsdienst.de/stellenmarkt_freiwillige.html?&no_cache=1).

    Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" e.V.
    Thomas-Mann-Straße 52
    53111 Bonn
    Tel.: +49 (0)228 / 9089-910
    Fax: +49 (0)228 / 9089-911     
    E-Mail: aklhue@entwicklungsdienst.de
    Internet: www.entwicklungsdienst.de

    Workcamps: www.workcamps.de
    Auf dieser Seite findet ihr Links zu Workcamp-Organisationen, die Workcamps im In- und Ausland anbieten. Bei Workcamps ist zu beachten, dass die Anreise in der Regel selber finanziert werden muss. Workcamps in Übersee sind dementsprechend teurer als Camps in Europa.

    WWOOF: www.wwoof.de / www.wwoof.net
    World Wide Opportunities on Organic Farms (Wwoof) bietet Interessierten in vielen Ländern die Möglichkeit, bei freier Kost und Logis auf Biohöfen mitzuarbeiten. Es gibt teilweise eigene nationale WWOOF-Organisationen bei denen ihr Mitglied werden könnt, außerdem gibt es eine Liste von unabhängigen WWOOF-Höfen weltweit. Alle Informationen, Listen und nationalen Adressen findet ihr auf der zentralen Internetseite www.wwoof.net.

    weitere nützliche Internetadressen

    Bildungsserver: www.bildungsserver.de/FSJ-im-Ausland-1667.html
    Infos rund um das Thema Freiwilligendienste im Ausland

    Camphill: www.camphill.org.uk
    Die Camphill-Communities bieten in vielen Ländern die Möglichkeit, im sozialen Bereich mitzuhelfen, insbesondere in der Arbeit mit behinderten Menschen.

    Die Ausreißer: www.dieausreisser.de
    Private Internetseite, auf der Caroline Waack viele Informationen zu Freiwilligendiensten, vor allem zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD) und zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Ausland, zusammengestellt hat.

    Europäisches Jugendportal: www.europa.eu
    Auf dem Europäischen Jugendportal findet ihr Informationen zu verschiedenen Freiwilligentätigkeiten (> Freiwilligentätigkeit > Möglichkeiten).

    Freiwilligenkolleg: www.freiwilligenkolleg.de  
    Wenn ihr schon einen Freiwilligendienst absolviert habt, könnt ihr euch für das Theodor-Heuss-Kolleg, ein Trainingsprogramm der Robert Bosch Stiftung, bewerben.

    RückkehrerInnenfibel: grenzenlos.org/files/fibel.pdf
    Wenn ihr euch informieren möchtet über Engagement-Möglichkeiten, Weiterbildungsangebote und den Berufseinstieg in die Entwicklungszusammenarbeit, dann lohnt ein Blick in die "RückkehrerInnenfibel".

    Idealist: www.idealist.org
    Website der gemeinnützigen Organisation "Action Without Borders" mit unzähligen Adressen von Organisationen weltweit, die im Bereich der Freiwilligenarbeit tätig sind.

    www.klartexxt.de/israel  
    Informationen über Möglichkeiten zu Freiwilligendiensten im Kibbutz in Israel.

    www.missionarin-auf-zeit.de
    Freiwilligeneinsätze für junge Christ/-innen für 1 bis 3 Jahre.

    www.volunteersouthamerica.net                                                                                                                       Wenn ihr euren Freiwilligendienst selbst organisieren möchtet, könnt ihr hier nach Projekten in Mittel- und Südamerika suchen. 

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