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Work & Travel

Ob Erntearbeit, Call Center oder Animation – bei Work & Travel könnt ihr alles ausprobieren. Dabei handelt es sich um eine Mischform aus Arbeiten und Reisen, die euch eine gute Gelegenheit bietet, Land und Leute kennen zu lernen und gleichzeitig eure Reisekasse etwas aufzubessern. Im Folgenden haben wir euch die wichtigsten Informationen zum Thema zusammengestellt.

  1. Allgemeine Infos
  2. Voraussetzungen
  3. Organisation
  4. Jobsuche
  5. Löhne & Kosten
  6. Länderspezifische Infos
  7. Work & Travel vs nicht-geförderte Freiwilligendienste

    Kosten von Work & Travel

    Die Idee, sich mit kleinen Jobs unterwegs die Reise komplett zu finanzieren oder sogar mit einem Plus wieder zurückzukommen, klingt schön, ist aber in der Realität die Ausnahme. Es sind im Gegenteil finanzielle Rücklagen notwendig. Diese müssen möglicherweise für den Erhalt des Visums nachgewiesen werden. Fixkosten, die jeder hat, der Work & Travel macht, sind Kosten für Flug, Versicherung und ggf. das Visum.

    Außerdem müsst ihr damit rechnen, dass ihr besonders in der Anfangszeit einige Kosten habt, z.B. die Übernachtung in Hostels bevor ihr eine andere Unterkunft habt, die Kaution, wenn ihr in eine längerfristige Unterkunft zieht, Kosten für Essen oder einen Sprachkurs. Außerdem möchtet ihr ja auch ein bisschen was vom Land sehen. Es kommen also noch Eintritts- und Fahrtgelder dazu.

    Was ihr letztendlich bei euren Jobs verdient, unterscheidet sich von Land zu Land. Erkundigt euch vor der Ausreise über den durchschnittlichen Stundenlohn/ggf. Mindestlohn des Landes. Wenn ihr euren Work & Travel-Aufenthalt auf einer Farm macht, kann es sein, dass ihr für eure Mitarbeit die Unterkunft und die Verpflegung, dafür aber keinen oder nur einen ganz geringen Lohn bekommt. Bei der Obst- und Gemüseernte wird man oft stück- oder körbeweise bezahlt. Das kann u.a. bedeuten, dass ihr harten Arbeitsbedingungen ausgesetzt seid. In anderen Jobs werdet ihr recht gut betahlt, müsst aber für Übernachtung und Verpflegung selbst sorgen. Durch die große Popularität von Work & Travel in Ländern wie Australien gibt es zwar viele Angebote, man sollte sich aber bewusst sein, dass es ein harter Markt ist und, dass auch Arbeitgeber wissen, wie viele Reisende auf einen Job warten und diese hohe Nachfrage möglicherweise ausnutzen.

    Auf der Webseite www.wageindicator.org könnt ihr euch über den gesetzlichen Mindestlohn des jeweiligen Landes informieren.

    Ihr solltet euch außerdem mit dem Gedanken auseinandersetzen, warum ihr Work & Travel macht. Geht es darum, in einem anderen Land Arbeitserfahrungen zu sammeln und das Leben vor Ort kennenzulernen oder dient es lediglich zur Finanzierung der Reise? Ist Letzteres der Fall, lohnt es sich vielleicht, erst in Deutschland zu jobben und dann von dem Ersparten ins Ausland zu gehen. Da ihr als junger Mensch in der Heimat meist recht niedrige Lebenshaltungskosten habt, könnt ihr hier häufig schneller mehr Geld verdienen und euch dann im Ausland anderen Dingen widmen. Nach einem 8-Stunden-Tag habt ihr unter Umständen im Ausland auch keine Energie mehr, euch Dinge anzuschauen oder zu reisen.

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