Sofortnachricht

Umgang mit Lebensmitteln

Bei der Zubereitung von Lebensmitteln solltest du grundsätzlich darauf achten, dass du die Grundlagen der Hygiene beachtest. Das ist insbesondere wichtig, wenn du die zubereiteten Lebensmittel nicht ausschließlich selbst konsumieren möchtest. Wenn du die Lebensmittel öffentlich anbietest und/oder verkaufst, musst du strenge Vorgaben für den Umgang mit Lebensmitteln erfüllen.

Wichtig: Die Vorgaben für den Umgang mit Lebensmitteln sind in erster Linie auf Unternehmer/-innen, die im Lebensmittelbereich tätig sind, zugeschnitten. Das heißt aber nicht, dass du dich als Privatperson nicht daran halten musst, wenn du Lebensmittel öffentlich anbietest und/ oder verkaufst. Je nachdem, was für eine Veranstaltung du planst und welche Lebensmittel du zubereitest, kann es aber sein, dass das Gesundheitsamt dir entgegen kommt.

In jedem Fall solltest du, bevor du eine Aktion planst, bei der du Lebensmittel anbietest oder verkaufst, dich beim örtlichen Gesundheitsamt informieren, was du alles bedenken musst. Das Gesundheitsamt, das für dich zuständig ist, findest du auf der Webseite des Robert Koch Instituts tools.rki.de/PLZTool

Was gibt es noch zu beachten?

1. Das Gesundheitszeugnis

Das Gesundheitszeugnis heißt offiziell "Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz". Es bestätigt, dass du im hygienischen Umgang mit Lebensmitteln geschult wurdest. Du bekommst es beim örtlichen Gesundheitsamt. Bei der Schulung lernst du etwa, wie du deine Hände zu waschen hast, ob du ein Haarnetz tragen solltest, und wie du im Krankheitsfall handeln musst. Die Dauer der Belehrung und auch der Preis sind von Behörde zu Behörde unterschiedlich.

Ehrenamtliche Helfer/-innen auf Vereinsfesten und anderen Veranstaltungen benötigen kein Gesundheitszeugnis, da davon ausgegangen wird, dass dieser Personenkreis nicht gewerblich tätig ist.

Aber auch hier gilt: Wenn du dir nicht 100%-tig sicher bist, dass du diese Ausnahme auch für dich bzw. für deine Veranstaltung gilt, frage beim zuständigen Gesundheitsamt nach.

2. Die Haftung

Wenn du Lebensmittel auf öffentlichen Festen und Veranstaltungen anbietest/verkaufst und deine Besucher/-innen krank werden, weil du nicht sachgemäß mit den Lebensmittel umgegangen bist, dann musst du dafür haften. Du solltest also in jedem Fall auf einen sachgemäßen Umgang mit den Lebensmitteln achten und die Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmitteln vermeiden. Das gilt natürlich auch für alle deine Helfer/-innen.

3. Gefahren/Risiken

Gerade wenn du Lebensmittel auf Veranstaltungen im Sommer anbietest, solltest du von leicht verderblichen Lebensmitteln lieber die Finger lassen. Dies betrifft insbesondere Lebensmittel mit Rohei-Anteil, Lebensmittel tierischen Ursprungs, die nicht vollständig erhitzt werden sowie nicht durchgebackene Kuchen. Bei diesen Lebensmitteln kann es sehr schnell zu einer Vermehrung von Bakterien kommen, die dann Lebensmittelinfektionen verursachen können.

Tipp: Häufig werden von den Gemeinden Merkblätter zum Umgang mit Lebensmitteln bei Veranstaltungen veröffentlicht. Schau oder frag doch mal nach, vielleicht gibt es auch ein Merkblatt von deiner Gemeinde.

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