Sofortnachricht

Lebensmittel

Bei der Zubereitung von Lebensmitteln solltest du grundsätzlich darauf achten, dass du die Grundlagen der Hygiene beachtest. Das ist insbesondere wichtig, wenn du die zubereiteten Lebensmittel nicht ausschließlich selbst konsumieren möchtest. Wenn du die Lebensmittel öffentlich anbietest und/ oder verkaufst, dann musst du strenge Vorgaben für den Umgang mit Lebensmitteln erfüllen.

Wichtig: Die Vorgaben für den Umgang mit Lebensmitteln sind in erster Linie auf Unternehmer/-innen, die im Lebensmittelbereich tätig sind, zugeschnitten. Das heißt aber nicht, dass du dich als Privatperson nicht daran halten musst, wenn du Lebensmittel öffentlich anbietest und/ oder verkaufst. Je nachdem, was für eine Veranstaltung du planst, und welche Lebensmittel du zubereitest, kann es aber sein, dass das Gesundheitsamt dir entgegen kommt. In jedem Fall solltest du, bevor du eine Aktion planst, bei der du Lebensmittel anbietest oder verkaufst, mit dem örtlichen Gesundheitsamt sprechen und dich informieren, was du alles bedenken musst.
Das Gesundheitsamt, das für dich zuständig ist, kannst du unter folgendem Link suchen: www.tools.rki.de/plztool/.

 

Was gibt es noch zu beachten?

1. Das Gesundheitszeugnis

Der Name “Gesundheitszeugnis” ist ein wenig irreführend, denn das Zeugnis bestätigt nicht deine körperlichen Gesundheit. Heute heißt das Gesundheitszeugnis offiziell “Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz”, aber der alte Name wird immer noch häufig verwendet. Das Gesundheitszeugnis bestätigt, dass du im hygienischen Umgang mit Lebensmitteln geschult wurdest. Dementsprechend bekommst du das Gesundheitszeugnis auch in der Regel nicht etwa bei deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin, sondern beim örtlichen Gesundheitsamt. Bevor du das Zeugnis ausgehändigt bekommst, wirst du im ordnungsgemäßen Umgang mit Lebensmitteln geschult. Dort lernst du etwa, wie du deine Hände zu waschen hast, ob du ein Haarnetz tragen solltest, und wie du im Krankheitsfall handeln musst. Die Dauer der Belehrung und auch der Preis sind von Behörde zu Behörde unterschiedlich. Wo in deiner Nähe die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz angeboten wird, erfährst du unter folgendem Link: www.infektionsschutzgesetz.de.

Ehrenamtliche Helfer/-innen auf Vereinsfesten und anderen Veranstaltungen benötigen kein Gesundheitszeugnis, da davon ausgegangen wird, dass dieser Personenkreis nicht gewerblich tätig ist 

Aber auch hier gilt: Wenn du dir nicht 100%tig sicher bist, dass du diese Ausnahme auch für dich beziehungsweise für deine Veranstaltung gilt, frage beim zuständigen Gesundheitsamt nach.

 

2. Die Haftung

Wenn du Lebensmittel auf öffentlichen Festen und Veranstaltungen anbietest/ verkaufst und deine Besucher/-innen krank werden, weil du nicht sachgemäß mit den Lebensmittel umgegangen bist, dann musst du dafür haften. Du solltest also in jedem Fall auf einen sachgemäßen Umgang mit den Lebensmitteln achten und die Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmitteln vermeiden. Das gilt natürlich auch für alle deine Helfer/-innen. Auf der einen Seite solltest du deinen Besucher(inne)n selbstverständlich genießbare Speisen und Getränke anbieten – du möchtest schließlich, dass sie Geld für dein Projekt spenden. Auf der anderen Seite möchtest du sicher nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden, weil einer deiner Gäste von deiner Veranstaltung mit einer Lebensmittelvergiftung nach Hause gekommen ist.

 

3. Gefahren/Risiken

Gerade wenn du Lebensmittel auf Veranstaltungen im Sommer anbietest, solltest du von leicht verderblichen Lebensmitteln lieber die Finger lassen. Dies betrifft insbesondere Lebensmittel mit Rohei-Anteil, Lebensmittel tierischen Ursprungs, die nicht vollständig erhitzt werden, und nicht durchgebackene Kuchen. Bei diesen Lebensmittel kann es sehr schnell zu einer Vermehrung von Bakterien kommen, die dann Lebensmittelinfektionen verursachen können. Bei warmem Wetter ist die Gefahr noch höher.

 

Weitere Informationen findest du unter folgenden Links:

Tipp: Häufig werden von den Gemeinden Merkblätter zum Umgang mit Lebensmitteln bei Veranstaltungen veröffentlicht. Schau oder frag doch mal nach, vielleicht gibt es auch ein Merkblatt von deiner Gemeinde!

 

Aktuelles:

Die neue EU-Lebensmittelverordnung (vom 13.12.2014) hat keinen Einfluss auf den Lebensmittelverkauf durch Privatpersonen:

"Das Unionsrecht sollte nur für Unternehmen gelten, wobei der Unternehmensbegriff eine gewisse Kontinuität der Aktivitäten und einen gewissen Organisationsgrad voraussetzt. Tätigkeiten wie der gelegentliche Umgang mit Lebensmitteln und deren Lieferung, das Servieren von Mahlzeiten und der Verkauf von Lebensmitteln durch Privatpersonen z. B. bei Wohltätigkeitsveranstaltungen oder auf Märkten und Zusammenkünften auf lokaler Ebene sollten nicht in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen."

(http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/12810_de.htm)


Weitere Infos: www.europa.eu/rapid/press-release_MEMO-11-481_de.htm?locale=en

 

 

Login
Benutzername:
Passwort: