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Unterstützerkreis & Co

Ein "Unterstützerkreis", auch "Patenkreis", "Förderkreis", "Solidaritätskreis" oder "Spendenkreis" genannt, ist eine Finanzierungsmöglichkeit für Auslandsaufenthalte – insbesondere bei teilgeförderten Freiwilligendiensten.

Einen Unterstützerkreis aufzubauen bedeutet Geld zu sammeln – durch Spenden oder selbstorganisierte Aktionen und Veranstaltungen. Wie du dabei genau vorgehst, ist dir überlassen.

Durch eigene Aktionen und Veranstaltungen hast du auch die Chance, andere Menschen an deinem Vorhaben teilhaben zu lassen und dir außerdem neue Fähigkeiten anzueignen.

Du möchtest einen Unterstützungskreis aufbauen und bist auf der Suche nach Ideen & Tipps? Auf den folgenden Seiten und in der Broschüre "Unterstützerkreise & Co." (herunterladen PDF 4,8 MB oder bestellen) findest du alle Infos.

  1. Allgemeines
  2. Spendensammeln
  3. Spendenläufe
  4. Benefizveranstaltungen
  5. Flohmarkt-/Verkaufsaktionen
  6. Rechtliches

    Benefizveranstaltungen

    Eine Benefizveranstaltung ist eine Veranstaltung (z.B. ein Konzert, ein Gala-Dinner oder eine Party), bei der alle Erlöse für einen guten Zweck gespendet werden. Häufig informieren Stände oder Vorträge über daszu fördernde Projekt und es werden zusätzlich Spendendosen aufgestellt.

    Wichtig: Wenn du eine Benefizveranstaltung als Finanzierungsaktion im Rahmen eines teilgeförderten Freiwilligendienstes veranstalten möchtest, solltest du das in jedem Fall vorher ganz genau mit deiner Entsendeorganisation besprechen. Von Organisation zu Organisation kann die Höhe der Eigenbeteiligung und die Herangehensweise an das Thema Unterstützerkreis sehr unterschiedlich sein.

    Beispiel: Das Benefizkonzert

    Bietet sich an

    • wenn du selbst Musiker/-in bist, in einer Band/in einem Orchester spielst oder in einem Chor singst)

    • wenn du befreundete Musiker/-innen hast, die Mitglied in einer Band/ in einem Chor/in einem Orchester sind, und dich unterstützen möchten. 

    Was ist zu beachten?

    Wo soll das Benefizkonzert statt finden?
    Am besten ist es, wenn du einen Veranstaltungsort findest, der dir kostenlos oder sehr günstig zur Verfügung gestellt wird. Je nachdem, wie groß das Konzert werden soll und welche Musik gespielt wird, eignen sich Gemeindehäuser, Jugendzentren, Kirchen, Vereinshäuser oder Sporthallen. Viele (Kirchen-)Gemeinden unterstützen gerne Veranstaltungen für den guten Zweck. Vielleicht kommt auch deine Entsendeorganisation als Veranstaltungspartner in Frage.

    Welche Musik wird gespielt?
    Je persönlicher desto besser. Du hast deine eigene Band? Dann solltest du unbedingt mit ihr auftreten. Wenn du bei deinem Benefizkonzert selbst auf der Bühne stehst, kannst du potentielle Unterstützer/-innen auf dein Engagement, dein Talent und deine Persönlichkeit aufmerksam machen. Vielleicht covert ihr ein traditionelles/modernes Lied aus deinem Zielland? Vielleicht hast du einen eigenen Song über dein bevorstehenden Freiwilligendienst geschrieben?

    Wer kommt zu meinem Benefizkonzert?
    Wen du zu deinem Konzert einlädst, ist natürlich ganz deine Entscheidung. Aber denke daran, dass du mit der Veranstaltung in erster Linie Unterstützer/-innen generieren möchtest. Neben deinem Freundeskreis solltest du daher auch die Leute einladen, die tatsächlich bereit und bereit sind Geld zu spenden – z.B. Familie, Bekannte deiner Eltern, (ehemalige) Lehrer/-innen, den oder die Bürgermeister/-in deiner Gemeinde.

    Am effektivsten ist es natürlich, wenn du das Konzert auch außerhalb deines Bekanntenkreises bewirbst, z.B. mit Flyern oder Plakaten.

    Wichtig: Achte darauf, dass Veranstaltungsort, -besucher und die gespielte Musik zusammen passen. Ein klassisches Konzert passt zum Beispiel (meist) besser zur Kirchengemeinde als ein Auftritt einer Heavy Metal Band.

    Rechtliches

    • Veranstaltungsort: Wenn du eine öffentliche Veranstaltung (mehr Infos in unserer Rubrik "Öffentlichkeit") organisieren möchtest, dann musst du diese beim Ordnungsamt anmelden. Es kann dann sein, dass das Ordnungsamt der Veranstaltung noch weitere Auflagen erteilt (zum Beispiel bezüglich Sicherheitsmaßnahmen, Brandschutz, Jugendschutz etc.).

    • GEMA: Jede öffentliche Veranstaltung muss bei der GEMA angemeldet werden, auch wenn nur GEMA-freie Musik espielt wird (also auch, wenn keine Gebühr gezahlt werden muss). Die Gebühr hängt z.B. von der Veranstaltungsgröße ab. Mehr Infos findest du in unserer Rubrik "GEMA"

    Achtung: Wenn eine der Bands Cover spielt oder vor/nach den Auftritten Musik vom Laptop gespielt wird, müssen Gebühren gezahlt werden.

    Tipp: Um (hohe) GEMA-Gebühren zu umgehen, verlange keinen oder nur sehr wenig Eintritt und rufe anstatt dessen zum Spenden auf.

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