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Freiwilligendienst

Bei einem Freiwilligendienst engagiert ihr euch für eine bestimmte Zeit in einer Einrichtung, Organisation oder in einem Projekt im Ausland und macht dabei erste Erfahrungen in der Berufswelt.

Kurzzeitfreiwilligendienste dauern nur wenige Wochen und bieten eine gute Gelegenheit, für wenig Geld Land und Leute kennen zu lernen. Infos dazu findet ihr in der Rubrik "Workcamps" und der Rubrik "WWOOF".

Langzeitfreiwilligendienste dauern i.d.R. 6 bis 12 Monate, tw. auch kürzer oder länger. Sie sind oft eine sinnvolle Überbrückung zwischen der Schulzeit und der Berufsausbildung bzw. dem Studium und bieten die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen in einem Gastland zu sammeln. Man unterscheidet zwischen geförderten und nicht-geförderten Freiwilligendiensten. Um einen Platz in einem geförderten Freiwilligendienst solltet euch mindestens sechs bis acht Monate im Voraus bewerben. Spontan findet ihr aber auch noch Plätze in unserem Last Minute Markt.

  1. IJFD
  2. Europäisches Solidaritätskorps
  3. EFD
  4. weltwärts
  5. kulturweit
  6. Deutsch-Französischer Freiwilligendienst
  7. FSJ/FÖJ im Ausland
  8. Nicht-geförderte Freiwilligendienste
  9. Voluntourismus
  10. Qualität in Freiwilligendiensten
  11. Weitere Dienste und Anlaufstellen

    Nicht-geförderte Freiwilligendienste

    Neben den geförderten und gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten – die leider nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen bieten – könnt ihr auch einen nicht-geförderten Freiwilligendienst im ökologischen, sozialen oder kulturellen Bereich sowie einen Friedens- oder Entwicklungsdienst machen.

    Wichtig: Viele Organisationen sprechen von "einem freiwilligen sozialen Jahr", meinen damit aber nicht das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), sondern einen nicht-geförderten Freiwilligendienst im sozialen Bereich.

    Bei nicht geförderten Freiwilligendiensten tragt ihr die Kosten für euren Auslandsaufenthalt. Diese sind unterschiedlich hoch – je nachdem von welcher Organisation ihr euch ins Ausland vermitteln lasst, wie lange ihr bleibt, wohin es geht usw. Manchmal habt ihr die Möglichkeit, die Kosten für euren Auslandseinsatz über eine Teilförderung oder durch den Aufbau eines Unterstützerkreises zumindest teilweise zu decken.

    Die Chancen, einen Platz in einem nicht-geförderten Freiwilligendienst zu bekommen, sind wesentlich höher als in einem geförderten Dienst.

    Bewerbung und Anforderungen

    Das Bewerbungsprozess bei nicht-geförderten Freiwilligendiensten ist weniger aufwendig als bei geförderten Diensten. Zudem sind nicht-geförderte Freiwilligendienste wesentlich flexibler, d.h. sie können z.B. auch nur 3 Monate dauern.

    Die Anforderungen sind je nach Organisation und Einsatzprojekt sehr verschieden. Auf jeden Fall solltet ihr 18 Jahre alt sein. Einige Organisationen bieten auch Plätze für Minderjährige an. Achtet genau darauf, dass in diesem Fall das Projekt auch geeignet ist.

    Bewerben müsst ihr euch bei einer Organisation in Deutschland, die euch dann in ein Freiwilligenprojekt im Ausland vermittelt. Vermittlungsorganisationen findet ihr in der Programmdatenbank. Tipps zur Auswahl einer Organisation findet ihr in unserer Rubrik "Kriterien für seriöse Organisationen".

    Kindergeld

    Beachtet, dass bei einem nicht-geförderten Freiwilligendienst das Kindergeld nicht unbedingt weiter gezahlt wird, da der Bildungsanspruch des Programms – anders als bei geförderten, gesetzlich geregelten Freiwilligendienste – nicht immer erfüllt ist.

    Wenn ihr nachweisen könnt, dass euer Dienst im Ausland ähnliche Rahmenbedingungen (regelmäßige soziale Mitarbeit, pädagogische Begleitung und Seminarangebote) wie die gesetzlich geregelten Dienste anbietet, könnte euch der Kindergeldanspruch gewährt werden. Ihr solltet euch daher vorher mit eurer Kindergeldkasse in Verbindung setzen.

    Alternativen

    Wer kurzfristig sucht und offen für Land und Projekt ist, kann im Last Minute Markt noch Plätze in geförderten Freiwilligendiensten finden. Wenn ihr euch nur für kurze Zeit engagieren und reisen möchtet, könnte auch ein Workcamp das Richtige für euch sein

    AKLHÜ e.V. – Netzwerk und Fachstelle für internationale personelle Zusammenarbeit
    Der AKLHÜ ist eine zentrale Informations- und Servicestelle für Akteure der Entwicklungszusammenarbeit. Mitglieder des Vereins sind staatlich anerkannte Entwicklungsdienste, internationale Freiwilligendienste und Organisationen aus dem Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Wer sich eine Zeit lang in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, kann im Stellenmarkt für Freiwillige fündig werden.
    Tel.: 0228 9089-910 –E-Mail: aklhue@entwicklungsdienst.de  –  Internet: www.entwicklungsdienst.de

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