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Auslands-BAföG

Studierende, aber auch Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende können (Auslands-)BAföG beantragen. Sobald man nicht mehr zu Hause wohnt und sich noch in der Erstausbildung befindet, hat man Anspruch auf einen BAföG-Satz.
 
Außer beim elternunabhängigen BAföG darf dabei das Einkommen der Eltern einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Da die Einkommensgrenzen beim Auslands-BAföG höher liegen, könnte es sein, dass ihr förderfähig seid, auch wenn ihr sonst kein BAfög bezieht. Um festzustellen, ob eine Förderung möglich ist, gibt es den BAföG-Rechner im Internet unter www.bafoeg-rechner.de/Rechner. Ihr solltet die Förderung möglichst schon sechs Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts beantragen, um nicht plötzlich im Ausland ohne Geld dazustehen.
 
Auslandsaufenthalte von Schüler/-innen der gymnasialen Oberstufe können ab der 10. Klasse (G8) bzw. der 11. Klasse (G9) mit maximal 514 € monatlich gefördert werden. Gefördert werden kann der Besuch von Ausbildungsstätten im Ausland, die den Gymnasien ab Klasse 10, Höheren Fachschulen, Akademien oder bestimmten Berufsfachschulklassen gleichwertig sind. Für das außereuropäische Ausland gibt es einen Sonderzuschlag. Die Kosten von zwei Hin- und Rückfahrten pro Kalenderjahr sind ebenfalls förderfähig. Pauschal werden bei Reisen innerhalb Europas 250 € und bei Reisen außerhalb Europas 500 € gezahlt. Schüler und Schülerinnen erhalten die Förderung als Vollzuschuss und müssen nichts zurückbezahlen.
 
Innerhalb der Europäischen Union und in der Schweiz kann ein gesamtes Studium gefördert werden, im restlichen Ausland liegt die Förderdauer dagegen in der Regel bei einem, maximal bei zweieinhalb Jahren (der Aufenthalt darf aber gesplittet werden). Für die Förderung eines Studienabschnitts außerhalb der EU muss vorher zuerst ein Jahr in Deutschland studiert werden. Die maximale Förderhöhe für Studierende beträgt derzeit 512 € monatlich. Die Studiengebühren können als Vollzuschuss für max. 1 Jahr und max. in Höhe von 4.600 Euro übernommen werden. Das Auslands-BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen geleistet.
 
Auslandspraktika werden nur gefördert, wenn euer Studiengang ein Pflichtpraktikum mit einer Dauer von mindestens zwölf Wochen vorsieht und die Praktikantenstelle im Ausland anerkennt.
 
Auslandspraktika können auch im Zusammenhang mit einer Berufsfachschulausbildung gefördert werden, sofern die Durchführung des Praktikums nach dem Unterrichtsplan zwingend im Ausland vorgeschrieben ist. Die Rückzahlungsregelungen entsprechen denen des Studiums.
 
Weitere Informationen zum Auslands-BAföG gibt es unter www.auslandsbafoeg.dewww.bafög.de oder www.bafoeg-rechner.de/FAQ/ausland.php. Allgemeine Informationen zu BAföG-Richtlinien sowie Adressen für die zuständigen Ämter finden sich ansonsten in der Broschüre Das BAföG - Kompaktinformationen zur Ausbildungsförderung.
 
Für Fragen steht auch die gebührenfreie Hotline bereit, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Studentenwerke unter der Nummer 0800-223 63 41 anbietet.
 
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