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Auslands-BAföG

Neben Studierenden können auch Schüler/-innen und Auszubildende (Auslands-)BAföG beantragen. Sobald ihr nicht mehr zu Hause wohnt und euch in der Erstausbildung befindet, habt ihr Anspruch auf eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), wenn bestimmte weitere Voraussetzungen zutreffen.

Dabei darf das Einkommen der Eltern einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Da die Fördersätze beim Auslands-BAföG etwas höher liegen, könnte es sein, dass ihr im Ausland BAföG bekommt, wenn ihr es in Deutschland nicht erhalten würdet. Um festzustellen, ob eine Förderung möglich ist, gibt es den (inoffiziellen) BAföG-Check. Ihr solltet die Förderung möglichst sechs Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts beantragen, denn die Bearbeitung der Anträge dauert einige Zeit. Übrigens: In Ausnahmefällen gibt es elternunabhängiges BAföG.

Auslands-BAföG für Schüler/-innen

Längere Auslandsaufenthalte von Schüler/-innen der gymnasialen Oberstufe können ab der 10. Klasse gefördert werden. Dies gilt auch für Realschüler/-innen, die nachweisen können, dass sie in der gymnasialen Oberstufe aufgenommen wurden sowie für Schüler/-innen von Fachoberschulen. Gefördert werden kann der Besuch von Ausbildungsstätten im Ausland, die den Gymnasien ab Klasse 10, Höheren Fachschulen, Akademien oder bestimmten Berufsfachschulklassen gleichwertig sind. Die Förderung ist für maximal ein Jahr möglich. Außerdem könnt ihr einen Zuschlag zu den Reisekosten erhalten.

Schüler und Schülerinnen erhalten BAföG immer als Vollzuschuss. Das heißt, ihr müsst nichts zurückzahlen.

Auslands-BAföG für Studierende

Innerhalb der Europäischen Union und in der Schweiz ist es möglich für die gesamte Dauer einer Ausbildung an Berufsfachschulen, zweijährigen Fachschulen, Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen eine Förderung zu erhalten.

Im restlichen Ausland liegt die Förderdauer dagegen in der Regel bei einem, und maximal zweieinhalb Jahren. Außerdem müsst ihr vorher zuerst ein Jahr in Deutschland studiert haben und der Auslandsstudienabschnitt muss in eurem Studium in Deutschland angerechnet werden können.

Die maximale Förderhöhe für Studierende beträgt derzeit 649 € monatlich. Die Studiengebühren können als Vollzuschuss für max. 1 Jahr und max. in Höhe von 4.600 Euro übernommen werden. Außerdem gibt es einen Reisekostenzuschlag. Das Auslands-BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen geleistet – einen Teil müsst ihr also später zurückzahlen.

BAföG bei Auslandspraktika

Auslandspraktika von Schüler(inne)n gymnasialer Oberstufen und Fachoberschulen können nicht gefördert werden.

Auslandspraktika werden nur gefördert, wenn euer Studiengang ein Pflichtpraktikum mit einer Dauer von mindestens zwölf Wochen vorsieht und die Praktikantenstelle im Ausland anerkennt.

Auslandspraktika können auch im Zusammenhang mit einer Berufsfachschulausbildung gefördert werden, sofern die Durchführung des Praktikums im Ausland nach dem Unterrichtsplan vorgeschrieben ist. Auch hier wird das Auslands-BAföG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen geleistet – einen Teil müsst ihr also später zurückzahlen.

Weitere Informationen zum Auslands-BAföG

Für Fragen könnt ihr euch an die gebührenfreie Hotline 0800-223 63 41 (montags-freitags, 8-20 Uhr) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Studentenwerke wenden.

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