Der klassische Entwicklungsdienst

Entwicklungsdienste

Bei dem Wort Entwicklungsdienst haben viele Menschen Bilder von fremden Ländern, unterernährten Kindern oder deutschen Ärzt(inn)en in afrikanischen Dörfern im Kopf. Was genau Entwicklungsdienst bedeutet und wie man Entwicklungshelfer/-in werden kann, wissen dagegen die Wenigsten. Deshalb findet ihr hier Informationen über den Entwicklungsdienst und darüber, welche anderen Möglichkeiten es gibt, in den sogenannten Entwicklungsländern zu arbeiten.  

Wichtiger Hinweis
In Bezug auf die Bezahlung für Arbeit in Entwicklungsländern gilt generell:
Entwicklungsländer sind die ärmsten Länder der Welt. Je kürzer ein/-e Helfer/-in an einem Projekt mitarbeitet und vor allem je weniger Qualifikationen er oder sie mitbringt, desto weniger Sinn macht es für die Organisationen, eine/-n Helfer/-in aus dem weit entfernten Ausland einzustellen. Gebraucht werden hochqualifizierte und erfahrene Arbeitskräfte, die über längere Zeiträume Projekte umsetzen können. An ungelernten Arbeitskräften, die bereit sind mitzuarbeiten, fehlt es dagegen in der Regel nicht.

  1. Der klassische Entwicklungsdienst
  2. Freiwilligendienste in Entwicklungsländern
  3. Workcamps
  4. Informationen

    Der klassische Entwicklungsdienst 

    Entwicklungsdienst ist die zeitlich befristete Mitarbeit von berufserfahrenen Fachkräften in Projekten und Programmen der derzeit sieben anerkannten Entwicklungsdienste und ihrer Partnerorganisationen vor Ort. Der Status der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer ist im Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) geregelt.

    • Wer kann einen Entwicklungsdienst leisten?

    Fachkräfte, die als Entwicklungshelferinnen oder Entwicklungshelfer einen Dienst leisten, arbeiten „ohne Erwerbsabsicht“ mit. Sie sind in ihrem Status zu unterscheiden von Experten und Freiwilligen. Experten sind in der Regel als hochbezahlte Spezialisten in Programmen und Projekten der Technischen Zusammenarbeit eingesetzt. Freiwillige sind Menschen jeden Alters, die unabhängig von ihrem beruflichen Hintergrund in sozialen Lern- und Friedensdiensten mitarbeiten. Weitere Infos unter www.entwicklungsdienst.de.

    • Was kann ein Entwicklungsdienst bewirken?

    Durch Entwicklungszusammenarbeit sollen die ökonomischen und sozialen Lebensverhältnisse der Menschen in den Entwicklungsländern verbessert werden. Um dies zu erreichen gibt es zahlreiche Projekte, zum Beispiel in den Bereichen der ländlichen Entwicklung, der Gesundheitsvorsorge und der Ausbildung. Da werden beispielsweise Brunnen in Afrika gebaut, um die Trinkwasserversorgung zu sichern, oder es werden Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche in Südamerika geschaffen.

    Beim klassischen Entwicklungsdienst geht es darum, hochqualifizierte bzw. erfahrene Arbeitskräfte zu finden, die über längere Zeiträume in Projekten in Entwicklungsländern mitarbeiten oder diese leiten. Sie helfen somit dabei, die Menschen in den Entwicklungsländern zu qualifizieren, damit sie langfristig nicht mehr auf Entwicklungszusammenarbeit angewiesen sind.

    Voraussetzungen

    Neben einer passenden Berufsausbildung und Berufserfahrung gibt es folgende Voraussetzungen: 

    • Körperliche und seelische Belastbarkeit
    • Gute Fremdsprachenkenntnisse
    • Tropentauglichkeit
    • Lebenserfahrung
    • Bereitschaft, sich mindestens für zwei Jahre für den Entwicklungsdienst zu verpflichten.
    • Kirchliche Organisationen erwarten außerdem christliche Grundhaltungen.
       

    Das Durchschnittsalter für Entwicklungshelfer/-innen liegt bei über 40 Jahren.

    Trägerorganisationen des Entwicklungsdienstes

    Als Träger des Entwicklungsdienstes anerkannt sind folgende Organisationen:

    • Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH)
    • Christliche Fachkräfte International e.V. (CFI)
    • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ-Entwicklungsdienst)
    • EIRENE - Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.
    • Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED/DÜ)
    • Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (forumZFD)
    • Weltfriedensdienst e.V. (WFD)

     

    Ausführliche Informationen zu diesen Organisationen sowie zum Thema Entwicklungszuammenarbeit bietet der Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee (AKLHÜ) e.V. unter www.entwicklungsdienst.de/dienste.html.

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