Praktika im Ausland

Ein Praktikum zu machen, das bedeutet, in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern, ohne von Anfang an auf eine Aufgabe festgelegt zu sein. Ein Praktikum im Ausland eröffnet außerdem die Möglichkeit, die spezifischen Arbeits- und Lebensgewohnheiten eines anderen Landes kennen zu lernen und die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern.
Allerdings sind Praktika meist unbezahlt und können daher recht kostspielig für euch werden. Daher solltet ihr euch zunächst fragen, warum ihr ein Praktikum machen wollt, und ob ihr die finanziellen Mittel dafür habt.

    Wer kann ein Praktikum machen?

    Einzige grundsätzliche Voraussetzung ist, dass ihr mindestens 18 Jahre alt seid. Wenn ihr unter 18 Jahren alt seid, ist es kaum möglich, einen Praktikumsplatz im Ausland zu bekommen, weil jemand für euch die Aufsichtspflicht übernehmen muss. Am sinnvollsten und unkompliziertesten ist es, wenn ihr ein Praktikum während oder nach der Berufsausbildung oder dem Studium macht, weil ihr dann berufsbezogen einsetzbar seid.

    Praktika für Studierende sind nicht nur weltweit am ehesten bekannt und verbreitet, sondern einige Länder erwarten sogar eine Studienbescheinigung als Voraussetzung für ein Praktikumsvisum. Nach einigen Semestern kennen sich Studierende zum einen bereits thematisch in ihrem Fachgebiet einigermaßen aus, und haben zum anderen oft auch schon durch Praktika oder Jobs in Deutschland praktische Erfahrungen gesammelt. Es ist also dann interessant zu erfahren, wie das Studienfach im Ausland ausgeübt wird. Die Praktikanten sind schon fachspezifisch einsetzbar und kommen mit neuen Impulsen nach Deutschland zurück. Diese können auch für die folgenden Studiensemester hilfreich sein.

    Dasselbe gilt für ein Praktikum während der Berufsausbildung. Es sollte möglichst erst ab der zweiten Hälfte der Berufsausbildung absolviert werden, weil nur dann wirklich davon ausgegangen werden kann, dass ihr als Praktikantin / Praktikant fachspezifisch einsetzbar seid.

    Als Abiturient/in ist es schwieriger, einen Praktikumsplatz zu bekommen, insbesondere einen, bei dem ihr einigermaßen qualifizierte Tätigkeiten übertragen bekommt. Damit ihr nicht nur am Kopierer oder an der Kaffeemaschine landet, solltet ihr genau nachfragen, was euch beim Praktikum erwartet und euch fragen, ob ein Praktikum das richtige für euch ist. Wenn ihr noch wenig praktische Erfahrungen und/oder noch keine fachspezifischen theoretischen Kenntnisse habt, wäre ein Freiwilligendienst eventuell eine sinnvollere Alternative für euch. Auch bei einem Freiwilligendienst könnt ihr in Arbeitsbereiche hereinschnuppern, interkulturelle Erfahrungen sammeln und eure Sprachkenntnisse ausbauen. Dazu kommt, dass einige Freiwilligendienste gut geförderte Programme sind, bei denen nur geringe eigene Kosten auf euch zukommen.

    Wo kann ich ein Praktikum machen?

    Praktika können prinzipiell weltweit durchgeführt werden, es sollte aber bedacht werden, dass Praktika in einigen Ländern - anders als in Deutschland - völlig unbekannt sind. Wenn ihr also anfragt, ob ihr in einem Unternehmen ein Praktikum absolvieren könnt, könnt ihr in manchen Ländern auf Erstaunen oder sogar Misstrauen stoßen. In einigen Firmen ist vielleicht trotz Überzeugungsarbeit ein Praktikum daher nicht möglich.

    Ihr solltet euch außerdem ein Land aussuchen, dessen Landessprache ihr bereits möglichst gut beherrscht oder es zumindest schafft, sie vor dem Praktikum intensiv zu lernen, da ihr ansonsten nur sehr begrenzt einsetzbar seid. Weniger problematisch ist es lediglich in Bereichen in denen eine andere Arbeitssprache (z.B. Englisch) als die Landessprache gesprochen wird, und ihr diese Sprache sehr gut beherrscht.

    Die Dauer eines Praktikums kann variieren. Sinnvoll sind aber mindestens 2 oder 3 Monate, da der Aufwand der Vorbereitungen (z.B. die Wohnungssuche) sonst in keinem Verhältnis zur Dauer des Praktikums steht. Außerdem braucht ihr auch einige Zeit, um euch in ein Unternehmen in einem fremden Kulturkreis einzuleben.

    Wie komme ich an einen Praktikumsplatz?

    Um einen Praktikumsplatz im Ausland zu bekommen, habt ihr verschiedene Möglichkeiten:

    -ihr nehmt Praktikumsprogramme (für Studierende, für Auszubildende und Berufstätige) z.B. von der EU, der GIZ oder von Studierendenorganisationen in Anspruch
    -ihr lasst euch von einer kommerziellen Praktikumsvermittlung kostenpflichtig einen Platz vermitteln.
    -ihr geht selbst auf die Suche.

    Egal, ob ihr euch euer Praktikum vermitteln lasst oder selber auf die Suche geht, auf jeden Fall hilfreich ist unser QualitätsCheck Auslandspraktikum. Hier findet ihr hilfreiche Tipps, was es alles zu beachten gibt, damit euer Praktikum ein voller Erfolg wird. Den QualitätsCheck Auslandspraktikum findet ihr in der Broschüre "Wege ins Auslandspraktikum", die ihr euch hier kostenlos herunterladen könnt.

    Tipps für die Erstellung von fremdsprachlichen Bewerbungen:
    Wenn ihr euch im Ausland bewerben wollt, bekommt ihr hier Hilfe bei der Erstellung von Anschreiben und Lebenslauf in anderen Sprachen.

    Vermittlung über kommerzielle Anbieter

    Es gibt unzählige Anbieter, die Praktika vermitteln. Wenn ihr euch über einen Anbieter vermitteln lasst, müsst ihr eine Gebühr bezahlen, die teilweise stark variiert. Es kommt beispielsweise darauf an, in welchem Land und wie lange ihr das Praktikum absolvieren möchtet, ob das Praktikum bezahlt oder unbezahlt ist und ob ihr einen Sprachkurs oder eine Unterkunft benötigt oder nicht.
    Somit kann eine Vermittlung eines dreimonatigen Praktikums nach Australien zwischen 1.100,- und 2.800,- Euro kosten. Eine Vermittlung eines vierwöchigen Praktikums nach Europa kostet dagegen zwischen 300,- und 900,- Euro. 
    Achtet also bei den Programmen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und vergleicht die Angebote der verschiedenen Anbieter. Organisationen, die Praktika vermitteln, könnt ihr in der Programmdatenbank suchen.

    Egal, ob ihr euch euer Praktikum vermitteln lasst oder selber auf die Suche geht, auf jeden Fall hilfreich ist unser QualitätsCheck Auslandspraktikum. Hier findet ihr hilfreiche Tipps, was es alles zu beachten gibt, damit euer Praktikum ein voller Erfolg wird. Den QualitätsCheck Auslandspraktikum findet ihr in der Broschüre "Wege ins Auslandspraktikum", die ihr euch hier kostenlos herunterladen könnt.

    Eigene Suche von Praktika

    Neben den bisher aufgeführten Programmen habt ihr natürlich auch die Möglichkeit, selbst auf die Suche nach einem Praktikumsplatz im Ausland zu gehen. Beachtet bei eurer Suche, dass das Praktikum als Teil der Ausbildung in vielen Ländern nicht bekannt ist. Wenn ihr einer Firma eure Bewerbung zukommen lassen wollt, achtet darauf, dass die Bewerbungen auf die landesspezifischen Anforderungen zugeschnitten sind, um Beachtung zu finden. Für die Europäischen Länder hat die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) Tipps zur Bewerbung im Ausland zusammengestellt, die online abrufbar sind.  

    In vielen außereuropäischen Ländern ist für ein Praktikum auch ein Arbeitsvisum erforderlich. Informationen dazu bekommt ihr bei den Botschaften und Konsulaten der jeweiligen Länder. Die Adressen bekommt ihr auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.

    Einen Praktikumsplatz suchen könnt ihr über die Gelben Seiten, den OECKL für Institutionen, Verbände und Vereine oder über die zahlreichen Praktikumsbörsen im Internet:

    www.eurobrussels.com
    www.praktikumsanzeigen.info/auslandspraktikum
    www.globalplacement.com/search-internships
    www.unicum.de/karrierezentrum/praktikum
    www.cesar.de/joblinks/international.html
    www.fu-berlin.de/sites/career/angebot_studierende_und_absolventen/index.html
    www.meinpraktikum.de

     

    Branchenspezifische Praktikumsangebote
    www.imh-deutschland.de/page/index.php?rubrik=0005
    Vermittlungsstelle für Praktika im Medienbereich im Ausland

    Eine Liste mit Adressen für Sozial- und Berufspraktika im Ausland z.B. als Anerkennungsjahr findet ihr beim Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. unter www.entwicklungsdienst.de > Infothek > AKLHÜ-Publikationen > Berufs- und Studienpraktika im Ausland.

    Praktikant/-innenprogramm des Deutschen Bauernverbandes für junge Landwirt/-innen oder Studierende der Agrarwissenschaften. www.bauernverband.de

    Das Institut für Auslandsbeziehungen hat einen Praktikumsführer für die auswärtige Kulturpolitik mit Möglichkeiten im In- und Ausland zusammengestellt.

    Egal, ob ihr euch euer Praktikum vermitteln lasst oder selber auf die Suche geht, auf jeden Fall hilfreich ist unser QualitätsCheck Auslandspraktikum. Hier findet ihr hilfreiche Tipps, was es alles zu beachten gibt, damit euer Praktikum ein voller Erfolg wird. Den QualitätsCheck Auslandspraktikum findet ihr in der Broschüre "Wege ins Auslandspraktikum", die ihr euch hier kostenlos herunterladen könnt.

    Programme für Auszubildende und junge Berufstätige

    Praktika während der Berufsausbildung
    Im Rahmen des EU-Programms Lebenslanges Lernen können im Bereich der Berufsausbildung (Leonardo da Vinci) Praxisphasen von Auszubildenden im europäischen Ausland, den EFTA-Staaten (Island, Norwegen, Liechtenstein) und in der Türkei gefördert werden. Der Auslandsaufenthalt dauert zwischen 3 Wochen und 39 Wochen. Das Auslandspratikum muss als Teil der Berufsausbildung anerkannt werden. Es gibt keine Altersbegrenzung. Der erste Wohnsitz muss in Deutschland sein. Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle. Antragsberechtigt sind alle Einrichtungen im Bereich der Berufsbildung. Einzelpersonen, die sich in der beruflichen Erstausbildung befinden, haben die Möglichkeit, sich auf so genannte "Pool-Projekte" direkt beim Anbieter zu bewerben. Informationen dazu und eine Datenbank mit derzeit ausgeschriebenen Stipendien gibt es auf der Website http://www.na-bibb.de/leonardo_da_vinci/mobilitaet/navigator_landing_pages/pool_projekte_ivt.html und beim Infodesk der Nationalagentur "Bildung für Europa": Tel.: 0228 107 1608.

    Stipendien für Nachwuchsführungskräfte im technischen und kaufmännischen Bereich
    Das Heinz Nixdorf Programm ermöglicht es jungen deutschen Berufstätigen aus dem kaufmännischen oder technischen Bereich und besonders leistungsfähigen Studentinnen und Studenten kurz vor Studienabschluss, ein halbes Jahr in Asien zu leben und zu arbeiten. Die Praktikumsstelle muss auf Eigeninitiative (unter Einbindung in das Stipendiatennetzwerk) gesucht werden. Die Leistungen im Rahmen des Programms umfassen Begleitseminare, einen Sprachkurs, Reisekosten, eine Auslandskrankenversicherung und ein monatliches Stipendium von 950 Euro für Indien bis 2000 Euro für Japan. Die Bewerber/-innen sollten einen kaufmännischen oder technischen Abschluss und mindestens sechs Monate Berufserfahrung vorweisen. Sie dürfen zum Zeitpunkt der Ausreise nicht älter als 30 Jahre sein. Weitere Informationen zum Programm findet ihr hier.

    Parlamentarisches Patenschaftsprogramm - Arbeitserfahrungen in den USA
    Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses ermöglicht es jungen Leuten mit abgeschlossener Berufsausbildung, für ein Jahr in den USA zu lernen und Arbeitserfahrungen zu sammeln. Mehr Infos findet ihr hier.

    Betriebspraktika in Frankreich 
    Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) vergibt Stipendien für berufsorientierte Praktika sowie für studiengebundene Praktika in Frankreich. Die Mindestdauer der Praktika beträgt 4 Wochen.

    Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer
    Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer vermittelt Praktikantinnen und Praktikanten aus Deutschland gezielt an französische Unternehmen und Institutionen. Auf der Website www.francoallemand.com könnt ihr unter Anzeigen Praktikaangebote einsehen und habt auch die Möglichkeit, selbst eine Anzeige zu veröffentlichen. Tel.: +33 1 40583535, E-Mail: stages@francoallemand.com

    "let's go"
    Die Initiative "let's go" informiert sowohl Auszubildende als auch Betriebsinhaber und Betriebsinhaberinnen über Auslandsaufenthalte während der handwerklichen Aus- und Weiterbildung.
    www.letsgo-handwerk.de (Infodienst für Betriebe)                                        
    www.letsgoazubi.de (Community für weltoffene Azubis)

    Baden-Württemberg-Stipendien
    Das Baden-Württemberg-Stipendium für Berufstätige fördert Auslandsaufenthalte in Form von Betriebspraktika und / oder schulischen Weiterbildungen. Bewerben können sich sowohl Interessierte aus Baden-Württemberg als auch Berufstätige aus dem Ausland mit überdurchschnittlich gutem, nicht-akademischem Abschluß. Mehr Informationen findet ihr unter http://www.forum-berufsbildung.de/EU_Walz_-_Berufsstart_mit_Auslandspraktikum.1437.0.html

    Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): www.na-bibb.de
    Die Nationale Agentur "Bildung für Europa" beim BIBB betreut das europäische Austauschprogramm LEONARDO DA VINCI. Das Programm ermöglicht Personen in der Erstausbildung und Personen am Arbeitsmarkt einen Praxisaufenthalt im europäischen Ausland. Antragsberechtigt sind alle Einrichtungen im Bereich der Berufsbildung. Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt. Als Einzelperson in der Erstausbildung und Person am Arbeitsmarkt hat man jedoch die Möglichkeit, sich auf so genannte "Pool-Projekte" zu bewerben. Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Nationalen Agentur "Bildung für Europa". Die wichtigsten Fragen und Antworten zu LEONARDO DA VINCI findet ihr hier.

    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): www.giz.de
    Die GIZ bietet jungen Menschen während der Ausbildung die Chance, weltweit Berufserfahrung zu sammeln. Die Programme könnt ihr euch auf der Internetseite vom GIZ ansehen oder gezielt danach suchen. Die Informations- und Beratungsstelle, die auch beim GIZ angesiedelt ist, informiert über Programme der beruflichen Aus- und Weiterbildung für junge Fach- und Führungskräfte aus Deutschland im Ausland. In der Datenbank "Weiterbildung ohne Grenzen" findet ihr 170 Programme von 60 Anbietern.

    GIZ– Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH
    Friedrich-Ebert-Allee 40
    53113 Bonn
    Tel.: +49 228 4460 - 0
    Fax: +49 228 4460 - 1766
    Internet: www.giz.de

    ASA-Programm: www.asa-programm.de
    Über das ASA-Programm habt ihr die Möglichkeit, ein Teilstipendium für einen 3-6 monatigen Arbeits- und Studienaufenthalt bei einer entwicklungspolitischen Organisation in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa zu erhalten. ASA bereitet euch auf den Aufenthalt vor und teilfinanziert die Reise- und Aufenthaltskosten. Bewerben können sich junge Leute zwischen 21 und 30, die eine  Berufsausbildung abgeschlossen haben, deren Bachelorabschluss nicht länger als 18 Monate zurückliegt oder die derzeit studieren (Universität oder Fachhochschule). Der Bewerbungszeitraum ist immer vom 10. November bis zum 10. Januar des Folgejahres.  Bewerbungen sind ausschließlich online möglich. Weitere Informationen zum ASA-Programm findet ihr hier.

    Programme für Studierende

    Stipendien für Nachwuchsführungskräfte im technischen und kaufmännischen Bereich
    Das Heinz Nixdorf Programm ermöglicht es jungen deutschen Berufstätigen aus dem kaufmännischen oder technischen Bereich und besonders leistungsfähigen Studentinnen und Studenten kurz vor Studienabschluss, ein halbes Jahr in Asien zu leben und zu arbeiten. Die Praktikumsstelle muss auf Eigeninitiative (unter Einbindung in das Stipendiatennetzwerk) gesucht werden. Die Leistungen im Rahmen des Programms umfassen Begleitseminare, einen Sprachkurs, Reisekosten, eine Auslandskrankenversicherung und ein monatliches Stipendium von 950 Euro für Indien bis 2000 Euro für Japan. Die Bewerber/-innen sollten einen kaufmännischen oder technischen Abschluss und mindestens sechs Monate Berufserfahrung vorweisen. Sie dürfen zum Zeitpunkt der Ausreise nicht älter als 30 Jahre sein. Weitere Informationen zum Programm findet ihr hier.

    Praktika nach der Berufsausbildung oder nach dem Studium
    Das EU-Programm Lebenslanges Lernen fördert im Bereich der Berufsbildung (Leonardo da Vinci) Praxisaufenthalte von Personen am Arbeitsmarkt (Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mit abgeschlossenem Studium, auch Arbeitslose) im europäischen Ausland, den EFTA- Staaten (Island, Norwegen, Liechtenstein) und in der Türkei. Die Praxisaufenthalte dauern zwischen 3 Wochen und 26 Wochen. Es gibt keine Altersbegrenzung. Der erste Wohnsitz muss in Deutschland sein. Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle. Um ein Stipendium über Leonardo da Vinci zu bekommen, müsst ihr euch auf so genannte "Pool-Projekte" bewerben, und zwar direkt bei den Unternehmen, Organisationen oder Einrichtungen, die die "Pool-Projekte" bundesweit ausschreiben. Weitere Informationen gibt es hier und beim Infodesk der Nationalagentur "Bildung für Europa": Tel.: 0228 107 1608.

    Eine weitere Fördermöglichkeit für Praktika im Rahmen des Studiums ist das Auslands-BAföG. Gefördert werden können Pflichtpraktika von mindestens 12 Wochen. Weitere Infos findet ihr unter www.das-neue-bafoeg.de

    Studentenorganisationen, die Praktika im Ausland vermitteln
    www.aiesec.de Studierende aller Fachrichtungen
    http://bvmd.de/ausland/scope Deutscher Famulaturaustausch für Medizinstudierende
    www.emsa-germany.de Medizinstudierende
    www.elsa-germany.org/about-elsa/ Jurastudierende
    www.iaeste.de Studierende der Ingenieur-, Natur-, Land- und Forstwirtschaften

    Deutscher Akademischer Austausch Dienst: www.daad.de
    Der Deutsche Akademische Austausch Dienst hat eine Liste mit Internetadressen zum Thema Praktika weltweit zusammengestellt, in der ihr einige Links für eine Praktikum im Ausland findet. In der Stipendiendatenbank könnt ihr nach Förderungsmöglichkeiten auch für Praktika suchen. 

    Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.
    Kennedyallee 50
    D-53175 Bonn
    Tel.: +49 228 882-0
    Fax: +49 228 882-444
    E-Mail: postmaster@daad.de
    Internet: www.daad.de

     

    ERASMUS Praktikum: ec.europa.eu
    ERASMUS ist Teil des EU-Programms "Lebenslanges Lernen" und fördert 3 - 12 monatige Praktika von Studierenden im europäischen Ausland. Diese Praktikumsförderung kann auch in Anspruch genommen werden, wenn bereits ein Studienaufenthalt durch ERASMUS unterstützt wurde. Weitere Informationen erteilen die Erasmus-Koordinatoren an den Hochschulen und die Akademischen Auslandsämter oder unter eu.daad.de/eu/llp/informationen-fuer-studierende/praktika/09339.html .

    ASA-Programm: www.asa-programm.de
    Über das ASA-Programm habt ihr die Möglichkeit, ein Teilstipendium für einen 3-6 monatigen Arbeits- und Studienaufenthalt bei einer entwicklungspolitischen Organisation in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa zu erhalten. ASA bereitet euch auf den Aufenthalt vor und teilfinanziert die Reise- und Aufenthaltskosten. Bewerben können sich junge Leute zwischen 21 und 30, die eine  Berufsausbildung abgeschlossen haben, deren Bachelorabschluss nicht länger als 18 Monate zurückliegt oder die derzeit studieren (Universität oder Fachhochschule). Der Bewerbungszeitraum ist immer vom 10. November bis zum 10. Januar des Folgejahres.  Bewerbungen sind ausschließlich online möglich. Weitere Informationen zum ASA-Programm findet ihr hier.

    Länderspezifische Informationen

    Wenn ihr schon genau wisst, in welchem Land ihr ein Praktikum machen möchtet, findet ihr Informationen den Länderinfos (z.B. Informationen zu Stipendien für berufsorientierte Praktika des Deutsch-Französischen Jugendwerks in Frankreich) und auf dem Europäischen Jugendportal http://europa.eu/youth. Außerdem könnt ihr bei den Eurodesk-Servicestellen in ganz Europa weitere Informationen bekommen: www.eurodesk.eu/edesk/Contact.do

    Islamisch geprägte Länder
    CrossCulture Praktika
    Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) als Partner des Auswärtigen Amts fördert Praktika für junge Berufstätige und freiwillig Engagierte aus Deutschland und der islamischen Welt. Folgende Länder nehmen am Programm teil:
    Afghanistan, Ägypten, Algerien, Bahrain, Indonesien, Irak, Iran, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kasachstan, Kirgisistan, Kuwait, Libanon, Malaysia, Marokko, Mauretanien, Nigeria, Oman, Pakistan, Palästinensische Autonomiegebiete, Saudi Arabien, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Tunesien, Usbekistan, VAE.

    Asien
    Praktikum in Asien: Stipendien für Nachwuchsführungskräfte
    www.kopra.org Kopra bedeutet "Koordinierungsstelle für Praktika". Hier werden Praktika nach China, Japan, Südkorea und Taiwan vermittelt.

    Osteuropa
    http://www.fu-berlin.de/
    Praktikumsbörse Osteuropa am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin vermittelt Praktikanten (nicht nur FU-Studierende) in osteuropäische Länder und an Stellen mit Osteuropabezug in Deutschland. Darüber hinaus berät die Praktikumsbörse Osteuropa Studierende in allen Fragen rund um Praktika, hilft bei der Praktikumsorganisation, der Einbindung in den Studienverlauf sowie bei der Bewerbung.

    Frankreich
    Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer
    Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer vermittelt Praktikant/-innen aus Deutschland gezielt an Unternehmen und Institutionen. Auf der Website könnt
     ihr Praktikumsangebote einsehen und habt auch die Möglichkeit, selbst eine Anzeige zu veröffentlichen.

    Deutsch-Französisches Jugendwerk
    Mit dem Programm „Ferienjob/Job in der Partnerstadt" des DFJW könnt Ihr ein freiwilliges Praktikum oder einen Job in einer französischen Firma, Institution oder Verwaltung fördern lassen. Das DFJW bezuschusst die Fahrt- und Aufenthaltskosten von 16-30jährige bei einem freiwilligen Praktikum.

    Praktika bei internationalen Organisationen

    Das Büro Führungskräfte in Internationalen Organisationen (BFIO) informiert und berät über Praktika in internationalen Organisationen.

    Im Internationalen Stellenpool des Auswärtigen Amts werden unter anderem Praktikumsstellen ausgeschrieben.

    Infos über Praktika bei den Institutionen der Europäischen Union findet ihr unter http://europa.eu/geninfo/info/guide/index_de.htm#trainee 

    Infos zu Praktika bei den Vereinten Nationen findet ihr unter
    www.un.org/esa/socdev/unyin/internships.htm

    Das Carlo-Schmid-Programm fördert Praktika an internationalen Organisationen und EU-Institutionen über zwei Teilprogramme.
    In der Programmlinie A gibt es Förderung für nicht bezahlte, selbst organisierte Praktika (3 - 6 Monate).
    In der Programmlinie B können sich Interessierte auf spezifisch ausgeschriebene Praktikumsangebote bewerben. Gefördert werden hier Praktika zwischen vier und zehn Monaten.
    Infos und aktuelle Ausschreibungen findet ihr auf der Seite des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

    Praktikumsführer "Auswärtige Kulturpolitik"
    Der Praktikumsführer vom Deutschen Institut für Auslandsbeziehungen bietet Orientierung für Studierende, die im Bereich der Auswärtigen Kulturpolitik und des Kulturaustauschs Praktika anstreben und nennt Voraussetzungen, Bewerbungsformalitäten, Dauer, Inhalte und Ansprechpartner in den jeweiligen Institutionen.

    Stipendien für Praktika in einer asiatischen NRO
    2003 wurde im Rahmen der Asienstiftung das Anke-Reese-Stipendium ins Leben gerufen. Das Stipendium will Begegnung und Austausch zwischen Deutschland und Asien fördern und das Bewusstsein für weltweite Gerechtigkeit und die „Eine Welt“ zu schärfen. Es will gesellschaftliche Initiativen fördern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Völkerverständigung, Basisdemokratie und soziale Gerechtigkeit in Asien und Deutschland voranzubringen. Das Stipendium ist für Personen bis 35 gedacht, die Organisationen in Asien in Form von Praktika und Hospitationen dabei unterstützen wollen, gesellschaftliche Veränderungen für eine gerechte und zukunftsfähige Welt von morgen voranzubringen. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist die Verknüpfung des Praktikums mit entwicklungspolitischen Aktivitäten in Deutschland.

    Praktikumsstipenden-Programm des Ausschusses der Regionen der EU
    Teilnehmende Region aus Deutschland ist bisher nur Baden-Württemberg, Praktika zwischen 3 und 7 Monaten in europäischen Regionen (mit Sprachkurs). www.eurodyssee.net

    Qualität und Anerkennung

    Der QualitätsCheck Auslandspraktikum nennt die Kriterien, die bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung des Praktikums helfen und erleichtert die Auswahl einer seriösen Vermittlungsorganisation. Den vollständigen Qualitätskatalog könnt ihr hier kostenlos herunterladen.

    Europass: www.europass-info.de
    Wer vor hat, einige Zeit während seiner Ausbildung (Schule, Studium, Praktikum, Beruf) im Ausland zu verbringen, sollte sich seine Erfahrungen und Qualifikationen im "Europass Mobilität" dokumentieren lassen. Eure neuen Sprachkenntnisse könnt ihr in den "Europass Sprachenpass" eintragen. 
    Was es mit den verschiedenen Europass-Dokumenten genau auf sich hat und wie das Ganze funktioniert, erfahrt ihr in unserem Europass-Special.

    Zum Weiterlesen

    Die Broschüre Wege ins Auslandspraktikum enthält alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner für die Organisation eines Auslandspraktikums. Die Broschüre könnt ihr euch hier kostenlos herunterladen (PDF).

    Eine Reihe von sehr nützlichen Handbüchern zum Thema Ferienjobs & Praktika (u.a. in den USA, in Frankreich und Italien) gibt der Freiburger Verlag
    interconnections heraus (kostenpflichtig):
    www.interconnections.de

    Nützliche Informationen zu Praktika im Ausland findet ihr im Merkblatt "Lernen und Arbeiten im Ausland (Work Experience)" der Aktion Bildungsinformation e.V. Hier könnt ihr das Inhaltsverzeichnis einsehen. Bestellen könnt ihr das Merkblatt gegen eine Schutzgebühr. www.abi-ev.de/listen.htm 

    Die Handwerkskammer Düsseldorf informiert auf ihrer Internetseite über das Thema "Lernen und Arbeiten im Ausland". http://www.hwk-duesseldorf.de/

    EU- Qualitätsrichtlinien für die Vertragsgestaltung mit eurem Praktikumsgeber findet ihr unter www.european-mobility.eu.

                 

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