Wer kann ein Praktikum machen?
Einzige grundsätzliche Voraussetzung ist, dass ihr mindestens 18 Jahre alt seid. Wenn ihr unter 18 Jahren alt seid, ist es kaum möglich, einen Praktikumsplatz im Ausland zu bekommen, weil jemand für euch die Aufsichtspflicht übernehmen muss. Am sinnvollsten und unkompliziertesten ist es, wenn ihr ein Praktikum während oder nach der Berufsausbildung oder dem Studium macht, weil ihr dann berufsbezogen einsetzbar seid.
Praktika für Studierende sind nicht nur weltweit am ehesten bekannt und verbreitet, sondern einige Länder erwarten sogar eine Studienbescheinigung als Voraussetzung für ein Praktikumsvisum. Nach einigen Semestern kennen sich Studierende zum einen bereits thematisch in ihrem Fachgebiet einigermaßen aus, und haben zum anderen oft auch schon durch Praktika oder Jobs in Deutschland praktische Erfahrungen gesammelt. Es ist also dann interessant zu erfahren, wie das Studienfach im Ausland ausgeübt wird. Die Praktikanten sind schon fachspezifisch einsetzbar und kommen mit neuen Impulsen nach Deutschland zurück. Diese können auch für die folgenden Studiensemester hilfreich sein.
Dasselbe gilt für ein Praktikum während der Berufsausbildung. Es sollte möglichst erst ab der zweiten Hälfte der Berufsausbildung absolviert werden, weil nur dann wirklich davon ausgegangen werden kann, dass ihr als Praktikantin / Praktikant fachspezifisch einsetzbar seid.
Als Abiturient/in ist es schwieriger, einen Praktikumsplatz zu bekommen, insbesondere einen, bei dem ihr einigermaßen qualifizierte Tätigkeiten übertragen bekommt. Damit ihr nicht nur am Kopierer oder an der Kaffeemaschine landet, solltet ihr genau nachfragen, was euch beim Praktikum erwartet und euch fragen, ob ein Praktikum das richtige für euch ist. Wenn ihr noch wenig praktische Erfahrungen und/oder noch keine fachspezifischen theoretischen Kenntnisse habt, wäre ein Freiwilligendienst eventuell eine sinnvollere Alternative für euch. Auch bei einem Freiwilligendienst könnt ihr in Arbeitsbereiche hereinschnuppern, interkulturelle Erfahrungen sammeln und eure Sprachkenntnisse ausbauen. Dazu kommt, dass einige Freiwilligendienste gut geförderte Programme sind, bei denen nur geringe eigene Kosten auf euch zukommen.
















