Programmarten

 Work & Travel

Ob Erntearbeit, Call Center oder Animation - beim Work & Travel könnt ihr alles ausprobieren. Bei diesem Programm handelt es sich um eine Mischform von Arbeiten und Reisen, das euch eine gute Gelegenheit bietet, Land und Leute kennen zu lernen.
Im Folgenden haben wir euch die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

 

Voraussetzungen

Wenn ihr an einem Work & Travel-Programm teilnehmen wollt, müsst ihr zum Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme mindestens 18 Jahre alt sein. Das Höchstalter ist länderabhängig und hängt im außereuropäischen Ausland auch vom Visum ab, das ihr bei einem Work & Travel-Programm benötigt.

Manche Arbeitgeber verlangen vor Jobantritt eine medizinische Untersuchung auf Tuberkulose oder bestimmte Impfungen. Diesbezüglich erkundigt ihr euch am besten direkt bei eurem Arbeitgeber im Gastland oder bei der Organisation, die euch euren Work & Travel-Aufenthalt vermittelt.

Finanzielle Rücklagen sind auf jeden Fall von Vorteil und in manchen Fällen sogar ein Muss. Zur Beantragung eines Working Holiday Visums für Australien müsst ihr beispielsweise finanzielle Mittel in Höhe von ca. 3.000 Euro nachweisen.

Work & Travel-Programme sind für eine Dauer von 1 - 12 Monate oder länger möglich.

Wie bei allen Auslandsaufenthalten ist eine langfristige Planung von Vorteil. Ihr solltet euch spätestens 2 Monate, noch besser aber 3 - 5 Monate vor dem gewünschten Ausreisetermin bei einem Work & Travel-Anbieter anmelden.
Ob eure Eltern während eures Work & Travel-Aufenthaltes weiterhin Kindergeld bekommen, müsst ihr individuell mit der zuständigen Kindergeldkasse klären. Die Voraussetzungen zur Gewährung von Kindergeld könnt ihr hier nachlesen.

Die Organisation eines Work & Travel- Aufenthalts ist auf zweierlei Wegen möglich:

  1. Ihr geht selbst auf die Suche nach Jobs im Ausland. 
  2. Ihr lasst euch von einer Organisation vermitteln.

Die erste Variante der privaten Organisation ist sicherlich die kostengünstigere, erfordert allerdings auch wesentlich mehr Eigeninitiative. Denn den organisatorischen Rahmen, wie Visumsbeantragung, Flugbuchung, Suche nach einer Unterkunft usw. müsst ihr bei der privaten Suche selbst in die Hand nehmen.

Bei der Vermittlung durch einen professionellen Anbieter zahlt ihr einen festen Betrag und bekommt im Gegenzug ein bestimmtes Leistungspaket, das von Anbieter zu Anbieter variieren kann und von der Dauer des Aufenthaltes beziehungsweise dem Zielland abhängig ist.

Beispielsweise organisiert der Anbieter die Reise, hilft bei der Beschaffung des Visums, führt Orientierungsseminare durch, fungiert als Anlaufstelle vor Ort und unterstützt euch z. B. bei der Job- und Wohnungssuche, hilft bei der Eröffnung eines Kontos und stellt ein Teilnahmezertifikat aus. Wahlweise vermittelt die Organisation auch Sprachkurse vor Ort.

Nach Anbietern von Work & Travel-Aufenthalten könnt ihr in der Programmdatenbank suchen.

Die Jobsuche könnt ihr entweder noch in Deutschland durchführen oder aber vor Ort in eurem Zielland auf die Suche gehen. 
In Ländern wie Australien und Neuseeland, in denen Work & Travel schon seit Jahren durchgeführt wird, hat sich der Arbeitsmarkt den ausländischen Jobsuchenden entsprechend angepasst. Hier sind nicht qualifizierte Aushilfsjobs in der Regel schnell zu finden.
Allerdings solltet ihr darauf achten, dass in den Sommerferien des jeweiligen Landes die Einheimischen oft selbst auf Jobsuche gehen und sich das Angebot entsprechend verringert.

In welchen Jobs ihr letztendlich arbeiten werdet, hängt sowohl von euren Sprachkenntnissen als auch von euren Interessen ab. Typische Aushilfsjobs sind in den folgenden Bereichen zu finden: Ernte- und Fabrikarbeit, Tätigkeiten in der Gastronomie und Hotellerie, im Call Center, in der Animation und der Reisebegleitung, in der Verwaltung usw.

Allgemeine Informationen zur Jobsuche im Ausland findet ihr in Themenspecials Jobben und Arbeiten im Ausland, Jobben im Tourismus und Aktiv in Natur und Umwelt.

Wenn ihr euren Work & Travel-Aufenthalt auf einer Farm macht, kann es sein, dass ihr für eure Mitarbeit die Unterkunft und die Verpflegung, dafür aber keinen oder nur einen ganz geringen Lohn bekommt. In anderen Jobs bekommt man eine recht gute Bezahlung, muss aber für Übernachtung und Verpflegung selbst sorgen. Bei der Obst- und Gemüseernte wird man oft stück- oder körbeweise bezahlt.
In der Regel kann man mit dem Verdienst den Lebensunterhalt und die Weiterreise bestreiten, obwohl dies natürlich von den eigenen Ansprüchen und der Art des Reisens abhängig ist. Zur Sicherheit solltet ihr auf jeden Fall zusätzliches Geld dabei haben.
Außerdem ist es sicherlich sinnvoll, sich vor der Ausreise über den durchschnittlichen Stundenlohn des Landes zu informieren.

Die Arbeitszeiten sind je nach Job unterschiedlich.

Work & Travel ist vor allem in den Ländern Australien, Kanada, Neuseeland und in den USA verbreitet. Mittlerweile gibt es auch Anbieter für Japan.

Wenn ihr schon genau wisst, in welches Land ihr reisen wollt, findet ihr umfangreiche Informationen in unseren Länderinfos.

Hier findet ihr ausführliche Informationen zu geförderten und nicht geförderten Freiwilligendiensten und zu Workcamps.

Der nicht geförderte Freiwilligendienst unterscheidet sich vom Work &Travel-Programm insbesondere im Tätigkeitsbereich und der Entlohnung:

  • die Tätigkeitsfelder bei nicht geförderten Freiwilligendiensten liegen im ökologischen, sozialen oder kulturellen Bereich. Es handelt sich immer um gemeinnützige (nicht gewinnbringende) Tätigkeiten.
  • bei nicht geförderten Freiwilligendiensten bekommt man keinen Lohn. Teilweise erhaltet ihr für eure Mitarbeit freie Kost und Logis. 
  • während Work & Travel-Programme darauf angelegt sind, neben dem Arbeiten auch das Gastland zu erkunden und ggf. mehrmals den Arbeitgeber zu wechseln, bleibt man bei nicht geförderten Freiwilligendiensten meist an einem Ort.

Anbieter von nicht geförderte Freiwilligendiensten und Work & Travel-Programmen findet ihr in der Programmdatenbank.