"Einmal das direkte Ergebnis meiner Arbeit sehen zu können, war eine tolle Erfahrung!" Olivier, 18, Belgien
Als Teilnehmer/-in eines Workcamps könnt ihr in den unterschiedlichsten Projekten mitarbeiten. Ein Großteil der Projekte ist im ökologischen Bereich, d.h. ihr helft z.B. bei der Pflege von Naturschutzgebieten mit, legt Wanderwege an oder unterstützt den Förster bei der Waldpflege. Ein weiterer wichtiger Bereich sind die Bau- und Renovierungsprojekte, z.B. die Gestaltung von Kinderspielplätzen, der Bau von alpinen Schutzhütten oder die Renovierung denkmalgeschützter Gebäude.
"Mir hat es Spaß gemacht, als Abwechslung zum Studium, im Workcamp auch einmal körperlich arbeiten zu können. Wenn man mit Pickel und Hacke den Boden bearbeitet, Trockenmauern baut oder Wände streicht, weiß man abends, was man tagsüber getan hat…" Stefanie, 22, Deutschland
Doch auch im sozialen und kulturellen Bereich werden viele spannende Projekte angeboten: Ihr könnt z.B. Ferienfreizeiten für Kinder organisieren, behinderte oder ältere Menschen betreuen oder bei der Vorbereitung und Durchführung von Musik-Festivals oder anderen Veranstaltungen mithelfen. Gelegentlich gibt es auch so genannte "Study Camps", in denen nicht nur handwerkliche Arbeitsaufgaben erfüllt werden, sondern zusätzlich auch ein spezielles Thema diskutiert und bearbeitet wird (z.B. ökologische, historische oder weltpolitische Themen).
In der Regel sind für die Teilnahme an einem Workcamp keine besonderen, fachlichen Vorkenntnisse nötig. Zwar können gewisse Qualifikationen hilfreich sein (z.B. bei sozialen Projekten mit Kindern), aber in der Regel reichen eure Begeisterung und Einsatzbereitschaft völlig aus, um erfolgreich mitarbeiten zu können. Außerdem werdet ihr bei eurer Arbeit vom jeweiligen Projektträger (z.B. von Mitarbeiter/-innen der Stadt oder Gemeinde, einer Umweltschutzgruppe, einer sozialen Einrichtung oder dem Forstamt) angeleitet und unterstützt.
"Unser Arbeitsprojekt war das wichtigste Mittel, das uns im Workcamp zu einer Gruppe zusammengeschweißt hat." Anthony, 21, USA
Einen Erfahrungsbericht über ein Workcamp in der Ukraine findet ihr hier.
Wochenenden habt ihr in der Regel frei. Bei manchen Projekten können die Arbeitszeiten jedoch flexibel sein, z.B. bei Festival-Camps, die sich an die Zeiten der jeweiligen Veranstaltung anpassen müssen. In vielen Projekten wird die Selbstorganisation großgeschrieben, d.h. die Gruppe – angeleitet durch junge Freiwillige mit Workcamperfahrung – ist selbst für die Zubereitung ihrer Mahlzeiten und ihre Freizeitgestaltung zuständig. Manchmal werdet ihr aber auch fremdversorgt (z.B. in Jugendherbergen). In eurer Freizeit habt ihr u.a. die Möglichkeit, die Gegend zu erkunden, Sehenswürdigkeiten der Region zu besichtigen, die Bevölkerung vor Ort und natürlich auch die anderen Campteilnehmer/-innen kennen zu lernen, verschiedene Sportarten auszuprobieren, internationale Feste zu feiern, eben einfach - Spaß zu haben!
Workcamps werden meist für 18- bis 25- oder 30-Jährige angeboten, das Durchschnittsalter der Teilnehmer/-innen liegt bei ca. 20 Jahren. Einige Organisationen bieten jedoch auch spezielle Camps für Teilnehmer/-innen ab 14 Jahren an (so genannte 'Teenage' oder 'Junior Workcamps") bzw. generationsübergreifende Camps für jüngere und ältere Teilnehmer/-innen gleichermaßen sowie spezielle Camps nur für ältere Teilnehmer/-innen ab 30 bzw. für Senioren/-innen über 50 Jahren. Auch einzelne Familiencamps werden angeboten, in denen Eltern die Möglichkeit haben, zusammen mit ihren Kindern an einem Projekt zu arbeiten. Manche Organisationen haben auch spezielle integrative Projekte für Workcampteilnehmer/-innen mit und ohne besondere gesundheitliche Einschränkungen im Programm, z.B. Projekte, die auch für Menschen im Rollstuhl geeignet sind.
Workcamps finden weltweit statt, also nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland (z.B. in Frankreich, Spanien, Finnland, Dänemark, Polen oder Estland) wie auch Ländern außerhalb Europas (z.B. in den USA, in Kanada, Japan, Korea, Marokko, Tansania, Mexiko oder Bolivien). Sogar in exotischen Ländern wie der Mongolei oder Kirgistan könnt ihr an einem Workcamp teilnehmen!
Workcamps finden meist in den Sommermonaten Juli und August statt. Es gibt jedoch auch außerhalb der Hauptsaison so genannte Off Season-Camps zwischen April und Juni bzw. zwischen September und November und teilweise sogar in den Wintermonaten.
Workcamps stellen eine tolle Gelegenheit für junge Leute dar, für wenig Geld andere Länder, Kulturen und Menschen aus aller Welt kennenzulernen. In der Regel müsst ihr lediglich eine geringe Teilnahmegebühr und die Reise selbst finanzieren, Unterkunft und Verpflegung sind frei. In Ausnahmefällen kommt zu der Teilnahmegebühr, die an die deutsche Workcamp-Organisation gezahlt wird, noch eine zusätzliche Gebühr hinzu. Solche Ausnahmen sind z.B. besondere Gebühren in Teenage-Workcamps (aufgrund des erhöhten Betreuungsaufwands), bei speziellen Kunst-Camps mit hohen Materialkosten oder bei Camps in Ländern, in denen Workcamps nicht oder nur sehr begrenzt von öffentlichen Stellen gefördert werden.
Wenn ihr bereits an einem Workcamp in Deutschland oder im Ausland teilgenommen habt und euch vorstellen könnt, auch mal ein Workcamp zu leiten, sprecht die verschiedenen Organisationen gezielt darauf an. Die meisten Organisationen bieten für ihre zukünftigen Leiter/-innen (Teamer) spezielle mehrtägige Ausbildungsseminare an, in denen ihr auf die Leitung eines Workcamps vorbereitet werdet. Nähere Informationen dazu erhaltet ihr bei den jeweiligen Organisationen.
Eure Arbeitszeit beträgt ca. 25 - 30 Stunden pro Woche. An den freien Nachmittagen und Wochenenden könnt ihr die Gegend erkunden, Sehenswürdigkeiten besichtigen, Sport treiben, Parties feiern und vieles mehr. Ihr wohnt in einfachen Unterkünften wie Schulen, Turnhallen, Jugendherbergen oder in Zelten. In den meisten Workcamps wird die Selbstorganisation großgeschrieben, d.h. die Gruppe entscheidet selbst über ihre Freizeitgestaltung und organisiert – außer in Camps mit Fremdverpflegung (z.B. in Jugendherbergen) – das Einkaufen und Kochen eigenständig.
Geleitet werden die Workcamps von jungen Freiwilligen mit Workcamperfahrung. Wer also schon einmal an einem Workcamp teilgenommen hat, kann sich auch für die Leitung eines Camps melden. Erkundigt euch direkt bei den einzelnen Workcamp-Organisationen nach speziellen Ausbildungsseminaren für Workcampleiter-/innen (Teamern).




bei Facebook
bei schülerVZ
bei studiVZ
bei meinVZ
bei Twitter
bei YouTube