Freiwilligendienste

Bei einem Freiwilligendienst engagiert ihr euch für eine bestimmte Zeit in einer Einrichtung, Organisation oder in einem Projekt im Ausland und macht dabei erste Erfahrungen in der Berufswelt.

Kurzzeitfreiwilligendienste dauern nur wenige Wochen und bieten eine gute Gelegenheit, für wenig Geld Land und Leute kennen zu lernen. In Workcamps oder bei der Mitarbeit auf einer Farm bekommt ihr die Unterkunft und die Verpflegung gestellt und müsst lediglich eine kleine Vermittlungsgebühr bezahlen.

Langzeitfreiwilligendienste dauern 3 - 24 Monate. Sie sind oft eine sinnvolle Überbrückung zwischen der Schulzeit und der Berufsausbildung bzw. dem Studium und bieten die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen in einem Gastland zu sammeln. Man unterscheidet zwischen geförderten und nicht geförderten Freiwilligendiensten. Geförderte Freiwilligendienste sind erst ab 6 Monaten möglich. Die Vorlaufzeit von geförderten Freiwilligendiensten ist relativ lang, d.h. ihr solltet euch mindestens 6 - 9 Monate im Voraus um einen Platz bemühen.

    Internationaler Jugendfreiwilligendíenst (IJFD)

    Der IJFD ist das neue Freiwilligenprogramm vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Dieser Dienst ist vom BMFSFJ teilgefördert und ermöglicht es allen Jugendlichen zwischen 18 und 26 Jahren unabhängig vom Schulabschluss für 6 bis 18 Monate Freiwilligenarbeit im Ausland zu machen. Einsatzgebiete für die Freiwilligen sind gemeinwohlorientierte Einrichtungen, wie z.B. Jugend- oder Senioreneinrichtungen, Bildungseinrichtungen oder Einrichtungen, die im Naturschutz tätig sind.

    Grundsätzlich könnt ihr den IJFD weltweit absolvieren. Während eures Aufenthalts im Ausland wird euch Unterkunft und Verpflegung kostenfrei zur Verfügung gestellt, und ihr erhaltet ein angemessenes Taschengeld. Auch eure Reisekosten werden gefördert. Während eures Einsatzes nehmt ihr außerdem an 25 Seminartagen (bei einem 12monatigen Aufenthalt) teil, für das euch die Kosten auch erstattet werden. Der Träger wird euch allerdings bitten, einen Teil der Kosten für euren Freiwilligendienst durch Spenden oder einen Unterstützerkreis mitzutragen.
    Die Richtlinien für den IJFD könnt ihr hier einsehen.

    !!! Die Liste der Träger, die den IJFD anbieten ist online !!!

    Welche Erfahrungen schon andere Jugendliche mit dem IJFD gemacht haben, kannst du hier nachlesen.

    Wer sich eine Zeit lang insbesondere in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, findet beim Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee (AKLHÜ) einen Stellenmarkt für Freiwillige, in dem offene Stellen ausgeschrieben und regelmäßig aktualisiert werden.

    Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

     FSJ bzw. das FÖJ ist ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderter Freiwilligendienst, den ihr sowohl in Deutschland als auch im Ausland (weltweit) machen könnt, und zwar ab der Erfüllung eurer Vollzeitschulpflicht (in der Regel mit 15 oder 16 Jahren) bis zu eurem 27. Geburtstag. Das FSJ / FÖJ ist für 6 - 18 Monate möglich. In Ausnahmefällen kann man auch einen Dienst von bis zu 24 Monate ableisten. Für einen Einsatz im Ausland solltet ihr 18 Jahre alt sein. Während des FSJ / FÖJ bekommt ihr ein Taschengeld und - je nach Einsatzstelle - Unterkunft und Verpflegung. Zudem nehmt ihr an Begleitseminaren zur Vor- und Nachbereitung eures Auslandseinsatzes teil. Die Begleitseminare beinhalten zum Teil auch einen Sprachkurs. Während des FSJ / FÖJ bekommen eure Eltern weiterhin Kindergeld.
    Da der Bund ausschließlich die Begleitseminare finanziert und die übrigen Kosten von der Trägerorganisation übernommen werden müssen, werdet ihr bei einem Einsatz im Ausland oftmals gebeten, einen Unterstützerkreises zur Deckung der Restkosten aufzubauen. Was ein Unterstützerkreis ist, und wie ihr ihn aufbauen könnt, erfahrt ihr hier

    Informationen zum FSJ hat der Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr auf seiner Website unter www.pro-fsj.de zusammengestellt. Informationen zum FÖJ findet ihr auf www.foej.de. Einen guten Überblick über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im FSJ / FÖJ bietet die Broschüre "Zeit, das Richtige zu tun", die ihr beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter Tel.: 01888 80 80 800 oder per E-Mail  kostenlos bestellen könnt. Auf der Website des Ministeriums ist die Broschüre auch online abrufbar. Die wichtigsten Informationen hat das Ministerium auch auf seiner Internetseite zusammengestellt.

    Adressen von anerkannten Organisationen, die das FSJ / FÖJ im Ausland durchführen, findet ihr in folgender Übersicht (Anlaufstellen für Dienste im Ausland findet ihr ab ab S. 26). Auch der Bundesarbeitskreis pro-FSJ hat auf seiner Internetseite eine Liste mit Anbietern des FSJ im Ausland zusammen gestellt. Bitte beachtet dabei: Auch wenn ihr schon Kontakt zu einer ausländischer Aufnahmeorganisation habt, braucht ihr noch eine anerkannte deutsche Organisation, die euch dorthin entsendet.

    Auf der Website www.fsj-adia.de findet ihr eine Liste mit Organisationen, die das FSJ oder den Anderen Dienst im Ausland (ADiA) anbieten. Hier bekommt ihr auch Informationen über die Länder, in die entsendet wird. Neben der Liste gibt es auch Erfahrungsberichte und eine Freiwilligendienst-Stellenbörse.

    Eine Übersicht mit Einrichtungen für das FÖJ im Ausland (mit Angaben über Zielländer) findet ihr unter: http://www.foej.de/html/foj_im_ausland.html
    Das Ministerium hat auch ein Servicetelefon für Fragen u.a. zum Freiwilligen Sozialen bzw. Ökologischen Jahr eingerichtet Tel.: 01801 907050 Montag bis Donnerstag, 9 bis 18 Uhr.

    Europäischer Freiwilligendienst (EFD) 

    Der Europäische Freiwilligendienst (engl.: European Voluntary Service; EVS) ist ein Programm der Europäischen Union, das es jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren (in Ausnahmefällen auch schon ab 16 Jahren) ermöglicht, für 6 - 12 Monate (in Ausnahmefällen auch kürzer) in einem gemeinnützigen Projekt im europäischen Ausland mitzuarbeiten. Das Projekt und das Land, in dem ihr euren Euopäischen Freiwilligendienst machen wollt, könnt ihr euch aussuchen. Projekte gibt es im sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Bereich. Beim EFD entstehen euch keine Kosten. Ihr bekommt die Unterkunft und Verpflegung, die Reisekosten sowie ein Taschengeld, dessen Höhe vom Lebensstandard des jeweiligen Gastlandes abhängig ist, und einen Sprachkurs finanziert. Außerdem nehmt ihr an einem Begleitprogramm zur Weiterbildung teil und bekommt am Ende den Youth Pass zur Zertifizierung eures Auslandsaufenthalts ausgestellt. Für den EFD werden weder gute Noten noch Fremdsprachkenntnisse vorausgesetzt. 

    Da ihr den Förderantrag für den Europäischen Freiwilligendienst nicht als Privatperson stellen könnt, braucht ihr dazu eine anerkannte Entsendeorganisation in Deutschland. Diese solltet ihr euch zuerst suchen. 

     

    Adressen von Entsendeorganisationen findet ihr auf  www.go4europe.de > Information > Entsendeorganisationen > Datenbank und auf  http://www.youthnetworks.eu/VolunApply.aspx. Eine Liste mit überregional arbeitenden Entsendeorganisationen findet ihr hier. Erst nachdem ihr eine Entsendeorganisation am Besten in eurer Nähe gefunden habt, begebt ihr euch auf die Suche nach einem Aufnahmeprojekt im Ausland. Dazu geht ihr auf www.go4europe.de > Information > Aufnahmeprojekte > Datenbank. Eure Entsendeorganisation kann euch auch Zugang zum Netzwerk auf http://www.youthnetworks.eu/ verschaffen, in dem ihr nach freien EFD-Plätzen suchen könnt.
    Wenn ihr wissen wollt, wie es anderen jungen Leuten beim EFD ergangen ist, könnt ihr unter http://www.youthreporter.eu/ viele interessante Erfahrungsberichte nachlesen.Die Broschüre "Tapetenwechsel" bietet noch weitere Infos über den Europäischen Freiwilligendienst. Unter der Funktion "Bestellungen" könnt ihr sie kostenlos bestellen oder herunterladen.

    Ein kurzer Eurodesk.tv Film zum Europäischen Freiwilligendienst: 

    Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst "weltwärts"

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt seit 2008 den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" durch. "weltwärts" ist ein aus öffentlichen Mitteln geförderter Freiwilligendienst für junge Leute zwischen 18 und 28 Jahren, der in den Entwicklungsländern, hauptsächlich in Afrika, stattfindet. Bei einem "weltwärts-Dienst" arbeitet ihr 6 - 24 Monate (meistens jedoch 12 Monate) in Projekten der Entwickungszuammenarbeit mit und werdet dabei fachlich und pädagogisch begleitet. Wenn ihr an "weltwärts" teilnehmen wollt, braucht ihr Grundkenntnisse in der Sprache des Gastlandes sowie ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsschulausbildung, die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder eine vergleichbare Qualifikation. Bewerben müsst ihr euch bei einer anerkannten Entsendeorganisation in Deutschland, die euch dann in ein Projekt ins Ausland entsendet. Im Rahmen von "weltwärts"  werden alle wesentlichen Kosten des Freiwilligendienstes finanziert.

    Hinweis: Es besteht die Möglichkeit mit einem Realschulabschluss ohne abgeschlossene Berufsausbildung am Programm teilzunehmen, wenn die Entsendeorganisation von der Eignung des Bewerbers/der Bewerberin überzeugt ist.

    Weitere Informationen zum entwicklungs-politischen Freiwilligendienst sowie Adressen von Entsendeorganisationen findet ihr unter www.weltwaerts.de

    ZDF.reportage zum Programm: http://reporter.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,7958038,00.html
    Kyra arbeitet im Rahmen von "weltwärts" für ein Jahr in einem Naturreservat in Südafrika. ZDFonline sprach mit der Freiwilligen über ihre Erfahrungen im Ausland und drehte einen Film über ihre Arbeit in Kapstadt.

    "weltwärts" ist eine Initiative des

    Wer sich eine Zeit lang insbesondere in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, findet beim Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee (AKLHÜ) einen Stellenmarkt für Freiwillige, in dem offene Stellen ausgeschrieben und regelmäßig aktualisiert werden.

    Internationaler kultureller Freiwilligendienst "kulturweit"

    Das Auswärtige Amt startet ab 2009 den internationalen kulturellen Freiwilligendienst »kulturweit« für junge Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren. Er wird von der Deutschen UNESCO-Kommission als Träger durchgeführt. Die Einsatzdauer beträgt 6 oder 12 Monate. Der Auslandseinsatz wird im Rahmen eines Vor- und Nachbereitungsseminars pädagogisch begleitet. Durch die jeweilige Einsatzstelle wird eine individuelle fachliche Anleitung und Betreuung während des Auslandseinsatzes gewährleistet.
    Dieser Freiwilligendienst basiert auf dem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes. Für die Freiwilligen werden Versicherungen abgeschlossen und Sozialversicherungsbeiträge abgeführt.

    »kulturweit« bietet Gelegenheit, sich in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Eine Tätigkeit an Goethe-Instituten im Ausland, an deutschen Auslandsschulen und anderen Einsatzstellen schafft Begegnung mit neuen Kulturen und Menschen. Die Freiwilligen erhalten dadurch internationale und interkulturelle Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen, die sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland einbringen. Mit ihrer Arbeit unterstützen und stärken die Freiwilligen die Partnerinstitutionen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. »kulturweit« trägt dazu bei, neue Partner für eine verlässliche und verantwortungsvolle Zusammenarbeit in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu gewinnen.

    Die Ausreisen sind zweimal jährlich. Der Bewerbungszeitraum für die Ausreise im Februar ist im April/Mai des Vorjahres, für die Ausreise im September könnt ihr euch im November des Vorjahres online bewerben.

    Deutsch-Französischer Freiwilligendienst

    Der deutsch-französische Freiwilligendienst ist ein Programm, dass seit 2006 durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) koordiniert wird. Finanziert und unterstützt wird das Programm durch die Agentur des Service Civique,das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das DFJW und von französischen und deutschen Vereinen. Wichtiges Merkmal des Freiwilligendienstes ist Gegenseitigkeit. Das heißt ein deutscher und ein französischer Verein entsenden und empfangen gleichzeitig einen Freiwilligen.

    Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die Interesse daran haben, ein Jahr lang gemeinnützige Arbeit in Frankreich zu leisten. In französischen Vereinen werden Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Kultur, Umwelt, Soziales oder Sport angeboten. In der Regel dauert der Freiwilligendienst 12 Monate. Vor Beginn des Dienstes nehmen die Freiwilligen an einem 2-wöchigen Seminarzyklus teil, in dem sie mit ihren zukünftigen Aufgaben und der französischen Kultur vertraut gemacht werdet. Teilnehmer arbeiten 35 Stunde pro Woche und haben während des Dienstes Anspruch auf 2 Urlaubstage im Monat. Außerdem wird eine pädagogische binationale Betreuung in Form von Seminaren gewährleistet. Ziel des Programms sind die Stärkung des interkulturellen Austausches sowie das Sammeln erster beruflicher Erfahrungen und Sprachkenntnisse.

    Während des Aufenthaltes in Frankreich bekommen die Freiwilligen ein Taschengeld sowie Geld für Unterkunft und Verpflegung. Es besteht zudem die Möglichkeit ein Sprachkursstipendium für einen Intensivsprachkurs von 4-6 Wochen über das DFJW zu beantragen.

    Wie man sich bewerben kann, erfahrt ihr unter www.volontariat.ofaj.org > "zukünftige Freiwillige". In der Datenbank des DFJW könnt ihr nach anerkannten Trägern des deutsch-französischen Freiwilligendienstes suchen.

    Erfahrungsberichte von ehemaligen Teilnehmern findet ihr hier.

    Während dieses Freiwilligendienste wird das Kindergeld weiterhin gezahlt, sofern ein Anspruch besteht.

    Nicht geförderte Freiwilligendienste

    Neben den geförderten und gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten, bei denen es leider nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen gibt, könnt ihr auch einen nicht geförderten Freiwilligendienst machen. Bei nicht geförderten Freiwilligendiensten müsst ihr euch an den Kosten beteiligen. Diese sind verschieden hoch, je nachdem mit welcher Organisation ihr euch ins Ausland vermitteln lasst, wie lange ihr bleibt, wohin ihr geht usw. Manchmal habt ihr die Möglichkeit, die Kosten für euren Auslandseinsatz über eine Teilförderung der Entsendeorganisation oder durch den Aufbau eines Unterstützerkreises zumindest teilweise zu decken. Die Chancen, einen Platz in einem nicht geförderten Freiwilligendienst zu bekommen, sind wesentlich höher als in einem geförderten Dienst. Daher gehen die meisten jungen Leute auch mit nicht geförderten Freiwilligendiensten ins Ausland. Das Bewerbungsprozedere bei nicht geförderten Freiwilligendiensten ist weniger aufwendig als bei geförderten Diensten. Zudem sind nicht geförderte Freiwilligendienste wesentlich flexibler, d.h. sie können z.B. auch nur 3 Monate dauern und weltweit stattfinden. Bewerben müsst ihr euch bei einer Entsendorganisation in Deutschland, die euch dann in einen nicht geförderten Freiwilligendienst ins Ausland vermittelt. Adressen von Entsendorganisationen findet ihr in der Programmdatenbank. Die Anforderungen sind je nach Organisation und Einsatzprojekt sehr verschieden. Auf jeden Fall solltet ihr 18 Jahre alt sein. Beachtet, dass bei einem nicht-geförderten Freiwilligendienst das Kindergeld nicht unbedingt weiter gezahlt wird, da der Bildungsanspruch, den gesetzlich geregelte und geförderte Freiwilligendienste haben, nicht unbedingt immer erfüllt ist. Wenn ihr nachweisen könnte, dass euer sozialer Dienst im Ausland ähnliche Rahmenbedingungen (regelmäßige soziale Mitarbeit, pädagogische Begleitung und Seminarangebote) wie die gesetzlich geregelten Dientse, besteht weiterhin ein Anspruch auf Kindergeld. Ihr solltet euch daher diesbezüglich vorher mit eurer Kindergeldkasse in Verbindung setzen.


    Nicht geförderte Freiwilligendienste könnt ihr im ökologischen, sozialen oder kulturellen Bereich machen. Es gibt aber auch Friedens- und Entwicklungsdienste. Beachtet, dass viele Organisationen umgangssprachlich von "einem" freiwilligen sozialen Jahr sprechen, und damit aber nicht das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) meinen, sondern einen nicht geförderten Freiwilligendienst im sozialen Bereich.

    Wer sich eine Zeit lang insbesondere in einem Entwicklungsland sozial engagieren möchte, findet beim Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee (AKLHÜ) einen Stellenmarkt für Freiwillige, in dem offene Stellen ausgeschrieben und regelmäßig aktualisiert werden.

    Anderer Dienst im Ausland (ADiA)

    Der Andere Dienst im Ausland, ein Angebot für einen in der Regel einjährigen Auslandsaufent-halt in allen Regionen der Welt, folgt seit mehr als 25 Jahren dem Gedanken der Völkerver-ständigung und Völkerversöhnung. Auch nach der Aussetzung der Wehrpflicht wird er als mit sehr wenigen staatlichen Vorgaben versehener und nicht aus Bundesmitteln geförderter Freiwilligendienst angeboten. Männer und Frauen jeden Alters können nach Erfüllung ihrer Vollschulzeitpflicht Erfahrungen fremden Kulturen sammeln und Einblicke gewinnen, die eine Horizonterweiterung ermöglichen. Im gemeinwohlorientierten Dienst muss die sozialpraktische Komponente im Vordergrund stehen. Er wird unentgeltlich geleistet, ein geringes Taschengeld kann gezahlt werden. (Quelle: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben)

    Achtung: Der ADiA begründet nach der Aussetzung der Wehrpflicht keinen Anspruch auf Kindergeld.  

    Trägerliste für den Anderen Dienst im Ausland

    Qualität in Freiwilligendiensten

    Die Agentur Quifd - Qualität in Freiwilligendiensten hat Qualitätsgrundsätze für den Freiwilligendienst entwickelt und vergibt das Quifd-Gütezeichen an Organisationen, die nach diesen Grundsätzen arbeiten. Die zertifizierten Organisationen findest du auf www.quifd.de

    Ein Qualitätskatalog für internationale Freiwilligendienste wird von der Service- und Beratungsstelle für internationale Freiwilligendienste (fid) herausgegeben. Das Handbuch „Qualitätsmanagement internationaler Freiwilligendienste im Dialog“ entstand in Zusammenarbeit mit deutschen Entsendeorganisationen und ausländischen Partnern und informiert euch beispielsweise über Qualitätskriterien und Lernziele für die Entsendeorganisationen, Partnerorganisationen und Freiwilligen.

    Informationen und Anlaufstellen für diverse Freiwilligendienste im Ausland

    Alle Eurodesk Stellen in Deutschland beraten auch zu Freiwilligendiensten. Hier findet ihr die Eurodesk Stelle in eurer Nähe.

    Länderspezifische Informationen zu Freiwilligendiensten findet ihr auf dem Europäischen Jugendportal und in den Länderinfos.

    Im Stellenmarkt des AKLHÜ (Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee) könnt ihr nach Angeboten für Internationale Freiwilligendienste suchen.

    Internationale Freiwilligenprogramme für Menschen ab 30 finden sich unter http://www.internationale-freiwilligendienste.org/ifl_projekt.html.

    Auf der Internetseite der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V. (AGDF) www.friedensdienst.de findet ihr Informationen zum Friedensdienst weltweit und Adressen der Mitgliedsorganisationen, die diese Dienste anbieten.

    Das Diakonische Jahr im Ausland wird vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. angeboten und kann im europäischen Ausland sowie in Argentinien, Costa Rica, Indien und Kamerun geleistet werden. Weitere Infos unter: www.diakonisches-jahr-im-ausland.de.

     

    Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. (AKLHÜ).

    Auf der Website des AKLHÜ findet ihr viele Broschüren mit weiterführenden Adressen zum Herunterladen. In der Stellendatenbank könnt ihr nach Einsatzmöglichkeiten weltweit suchen. Bei weiteren Fragen, insbesondere zu Einsätzen in Übersee, könnt ihr den AKLHÜ kontaktieren:
    Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. (AKLHÜ)
    Thomas-Mann-Straße 52
    53111 Bonn
    Telefon: 0228 9089 910
    Fax: 0228 9089 911     
    Internet: www.entwicklungsdienst.de
    Workcamps: www.workcamps.de
    Auf dieser Seite findet ihr Links zu Workcamp-Organisationen, die Workcamps im In- und Ausland anbieten. Bei einem Workcamp in Übersee sollte man immer beachten, dass man den Flug selbst finanzieren muss.
    WWOOF: www.wwoof.org
    World Wide Opportunities on Organic Farms bietet Interessierten in vielen Ländern die Möglichkeit, bei freier Kost und Logis auf Biohöfen mitzuarbeiten. Es gibt teilweise eigene nationale WWOOF-Organisationen bei denen ihr Mitglied werden könnt, außerdem gibt es eine Liste von unabhängigen WWOOF-Höfen weltweit. Alle Informationen, Listen und nationalen Adressen findet ihr auf der zentralen Internetseite www.wwoof.org.

    weitere nützliche Internetadressen

    www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1667
    Infos rund um das Thema Freiwilligendienste im Ausland

    http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Freiwilliges-Engagement/fsj-foej.html 
    Die Internetseite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) informiert über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) in Deutschland und im Ausland.

    www.camphill.org.uk
    Die Camphill-Communities bieten in vielen Ländern die Möglichkeit, im sozialen Bereich mitzuhelfen, insbesondere in der Arbeit mit behinderten Menschen.

    www.dieausreisser.de
    Private Internetseite, auf der Caroline Waack viele Informationen zu Freiwilligendiensten, vor allem zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD) und zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Ausland, zusammengestellt hat.

    www.europa.eu/youth/volunteering_-_exchanges/index_eu_de.html
    Auf dem Europäischen Jugendportal findet ihr länderspezifische Informationen und Links zu Freiwilligendiensten. Die Länderauswahl befindet sich auf der linken Navigationsleiste.

    www.freiwilligenkolleg.de  
    Wenn ihr schon einen Freiwilligendienst absolviert habt, könnt ihr euch für das Theodor-Heuss-Kolleg, ein Trainingsprogramm der Robert Bosch Stiftung, bewerben.

    http://grenzenlos.org/files/fibel.pdf
    Wenn ihr euch informieren möchtet über Engagement-Möglichkeiten, Weiterbildungsangebote und den Berufseinstieg in die Entwicklungszusammenarbeit, dann lohnt ein Blick in die "RückkehrerInnenfibel".

    www.idealist.org
    Website der gemeinnützigen Organisation "Action Without Borders" mit unzähligen Adressen von Organisationen weltweit, die im Bereich der Freiwilligenarbeit tätig sind.

    www.klartexxt.de/israel  
    Informationen über Möglichkeiten zu Freiwilligendiensten im Kibbutz in Israel.

    www.missionarin-auf-zeit.de
    Freiwilligeneinsätze für junge Christ/-innen für 1 bis 3 Jahre..

    www.volunteersouthamerica.net                                                                                                                       Wenn ihr euren Freiwilligendienst selbst organisieren möchtet, könnt ihr hier nach Projekten in Mittel- und Südamerika suchen.

    www.4evs.net
    Auf dieser Internetseite können sich ehemalige, derzeitige und zukünftige Europäische Freiwillige austauschen.

     

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