Fragen zu Freiwilligendiensten
Was ist eigentlich ein Freiwilligendienst?
Welche verschiedenen Freiwilligendienste gibt es?
Ich interessiere mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland. Was muss ich tun, um einen Platz zu bekommen?
Kann man ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) auch im außereuropäischen Ausland machen?
Gibt es Alternativen zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)/Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) im Ausland?
Ich möchte am Europäischen Freiwilligendienst teilnehmen. Wie finde ich eine Entsendeorganisation und ein Aufnahmeprojekt?
Ich möchte meinen Zivildienst im Ausland absolvieren. Welche Möglichkeiten habe ich?
Kann ich mir auch eine Teilnahme am Europäischen Freiwilligendienst als Zivildienst anerkennen lassen?
Ich bin mir noch unsicher, ob ich wirklich einen Freiwilligendienst machen möchte. Wo finde ich Erfahrungsberichte anderer Jugendlicher, die mir weiterhelfen könnten?
Ist es möglich gemeinsam mit einer Freundin/einem Freund einen Freiwilligendienst zu machen?
Ich möchte mich gerne im Ausland engagieren, habe aber leider nur wenig Zeit. Gibt es auch Freiwilligendienste, die nur wenige Wochen dauern?
Ich bin 30 Jahre alt und würde gerne einen mittel- oder längerfristigen Freiwilligendienst im Ausland absolvieren. Welche Möglichkeiten habe ich?
Ich bin im Internet schon mehrmals über die Abkürzung WWOOF gestolpert. Was bedeutet das denn?
Gilt ein Freiwilligendienst als Wartezeit bei der Studienplatzvergabe und habe ich dadurch einen Vor- oder Nachteil?
Was ist eigentlich ein Freiwilligendienst?
Einen Freiwilligendienst leisten heißt aus freien Stücken anderen helfen ohne dafür ein festes Gehalt zu bekommen. Die Tätigkeiten dabei sind weit gefächert und können im In- oder Ausland geschehen. In einem kanadischen Nationalpark Nistkästen anbringen und Fußwege sauber halten. Im Jugendclub in Uruguay eine Disco organisieren. Mit alten Menschen aus Bulgarien mal einen Spaziergang unternehmen. In Indien in einem Kinderheim arbeiten. Im südafrikanischen Sportverein Kids das Dribbeln beibringen...
Welche verschiedenen Freiwilligendienste gibt es?
Man kann bei Freiwilligendiensten unterscheiden zwischen:
- Kurzzeitige Freiwilligendienste
Kurzzeitige Freiwilligendienste von drei bis sechs Wochen sind z.B. so genannte Workcamps. In einem Workcamp lebst du für mehrere Wochen zusammen mit einer internationalen Gruppe (ca. 10-20 Teilnehmer/-innen) und arbeitest an einem gemeinnützigen Projekt im ökologischen oder sozialen Bereich. Du erhältst für deine Arbeit keine Bezahlung, dafür aber freie Unterkunft und Verpflegung, meist werden auch die Freizeitaktivitäten finanziert. Weitere Informationen zu Workcamps findest du unter "Programmarten" > "Workcamps" und auf www.workcamps.de, Anbieter von Workcamps in unserer Programmdatenbank.
- Mittel- und längerfristige Freiwilligendienste
Neben kurzfristigen Freiwilligendiensten gibt es auch mittelfristige (MTVs – Medium Term Voluntary Services) und längerfristige Freiwilligendienste. Diese dauern meist zwischen zwei Monaten und einem Jahr.
Noch einmal unterscheiden kann man diese zwischen finanziell geförderten und nicht-geförderten Freiwilligendiensten.
Wenn du einen Platz in einem dieser Programme bekommst, engagierst du dich für 6 bis 12 Monate in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland und erhältst dafür als Gegenleistung freie Unterkunft, Verpflegung, Versicherung und ein Taschengeld, teilweise werden auch deine Reisekosten und ein begleitender Sprachkurs finanziert. D.h. bei der Teilnahme an einem geförderten Programm entstehen für dich während deines Auslandseinsatzes entweder keine oder nur geringe Kosten. Darüber hinaus sind diese Freiwilligendienste gesetzlich geregelt, sodass du normalerweise weiterhin Anspruch auf Kindergeld hast.
- Nicht geförderte Programme:
Da die Zahl der Plätze in den oben genannten Programmen jedoch sehr begrenzt ist, lohnt es sich auch, sich bei freien Trägern und Organisationen, die Freiwilligendienste weltweit anbieten, nach ihren Projekten bzw. Programmen zu erkundigen. Da diese freien Träger jedoch in der Regel auf keine Förderprogramme des Bundes oder der EU zurückgreifen können, müssen alle durch den Freiwilligendienst entstehenden Kosten von den Freiwilligen selbst getragen werden (u.a. die Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung, die Versicherungen und evtl. ein Sprachkurs). Daher solltest du in jedem Fall die einzelnen Angebote genau prüfen (v.a. hinsichtlich der Preise und im Programm enthaltenen Leistungen, wie z.B. Unterkunft, Verpflegung oder Versicherungen)! Wie du für einen nicht-geförderten Freiwilligendienst mit viel eigenem Engagement trotzdem finanzielle Unterstützung, durch einen so genannten Unterstützerkreis bekommen kannst, erfährst du hier.
Die Adressen von Trägern und Organisationen, die Freiwilligendienste weltweit anbieten, findest du in unserer Programmdatenbank oder in der Stellendatenbank des Arbeitskreises "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ).
Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement im Ausland findest du auf unserer Homepage unter "Programmarten" > "Freiwilligendienste" und speziell auf einzelne Länder bezogene Informationen unter "Länderinfos" und auf dem Europäischen Jugendportal.
Ich interessiere mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland. Was muss ich tun, um einen Platz zu bekommen?
Um ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland absolvieren zu können, brauchst du einen vom BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) anerkannten Träger in Deutschland, der dir eine Stelle im Ausland vermittelt. Die Adressen entsprechender Organisationen findest du hier (im PDF-Dokument ab S.24, "Dienste im Ausland"). Wende dich direkt an diese Träger und frage nach, wer von ihnen dir eine Stelle im Land deiner Wahl vermitteln kann.
Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement im Ausland erhältst du auf unserer Homepage unter "Programmarten" > "Freiwilligendienste" und speziell auf einzelne Länder bezogene Informationen unter "Länderinfos" und auf dem Europäischen Jugendportal.
Kann man ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) auch im außereuropäischen Ausland machen?
Ja. Grundsätzlich ist ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) weltweit möglich. Allerdings ist die Zahl der Plätze, v.a. im außereuropäischen Ausland, sehr begrenzt. Erkundige dich daher direkt bei den anerkannten Trägern des FSJ/FÖJ im Ausland, ob sie dir eine FSJ/FÖJ-Stelle im Land deiner Wahl vermitteln können. Sollte es mit deinem Traumland nicht klappen, sei auch offen für Alternativen!
Gibt es Alternativen zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)/Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) im Ausland?
Ja. Es gibt mehrere Alternative zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)/Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) im Ausland:
- den Europäische Freiwilligendienst (EFD), den du in Europa machen kannst. (www.go4europe.de)
- den entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ in Entwicklungsländern (www.weltwaerts.de)
- den kulturellen Freiwilligendienst „kulturweit“ in Entwicklungsländern (www.kulturweit.de)
- einen nicht-geförderten Freiwilligendienst, der von freien Trägern und Organisationen kostenpflichtig vermittelt wird. Die Adressen von Trägern und Organisationen, die Freiwilligendienste weltweit anbieten, findest du in unserer Programmdatenbank oder in der Stellendatenbank des Arbeitskreises "Lernen und Helfen in Übersee" e.V. (AKLHÜ).
Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement im Ausland findest du auf unserer Homepage unter "Programmarten" > "Freiwilligendienste" und speziell auf einzelne Länder bezogene Informationen unter "Länderinfos" und auf dem Europäischen Jugendportal.
Ich möchte am Europäischen Freiwilligendienst teilnehmen. Wie finde ich eine Entsendeorganisation und ein Aufnahmeprojekt?
Alle anerkannten Entsendeorganisationen und Aufnahmeprojekte für den Europäischen Freiwilligendienst (EFD oder EVS) sind in einer zentralen Datenbank verzeichnet. Dort suchst du dir zunächst die Kontaktdaten einer Entsendeorganisation in Deutschland heraus. Eine detaillierte Erklärung zur Datenbank findest du entweder im Film auf unserer Seite unter "Freiwilligendienste" > "EFD" oder auf der deutschen Seite zum Europäischen Freiwilligendienst www.go4europe.de
Ich möchte meinen Zivildienst im Ausland absolvieren. Welche Möglichkeiten habe ich?
Wenn du deinen Zivildienst mit einem Auslandsaufenthalt verbinden möchtest, hast du die folgenden fünf Möglichkeiten:
1. das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Ausland nach § 14c des Zivildienstgesetzes (ZDG)
2. der Andere Dienst im Ausland (ADiA) nach §14b des ZDG
3. einige Projekte des entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" nach § 14b des Zivildienstgesetzes (ZDG)
4. der kulturelle Freiwilligendienst "kulturweit" basiert auf dem Freiwilligen Sozialen Jahr und ist deshalb auch als Ersatzdienst im Ausland anerkannt.
5. der Entwicklungsdienst nach § 14a des ZDG
Kurz die Besonderheiten der einzelnen Varianten:
1. Das FSJ/FÖJ im Ausland dauert 12 Monate und du erhältst als Freiwilliger u.a. Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung und deine Eltern haben weiterhin Anspruch auf Kindergeld. Der Haken ist jedoch, dass es nur sehr wenige Stellen gibt.
2. Der ADiA dauert 2 Monate länger als der Zivildienst und ist unentgeltlich. D.h. es werden zwar oft die Reisekosten, die Unterkunft und die Verpflegung von den Trägern übernommen und auch das Kindergeld wird weiter gezahlt, allerdings erhältst du keinerlei Gehalt oder Taschengeld. Der Vorteil vom ADIA ist allerdings, dass mehr Stellen angeboten werden, d.h. deine Chancen vermittelt zu werden, größer sind!
3. Bei einem "weltwärts-Dienst", der als Anderer Dienst im Ausland anerkannt ist, arbeitest du 6 - 24 Monate (meistens jedoch 12 Monate) in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen von "weltwärts" werden alle wesentlichen Kosten des Freiwilligendienstes finanziert.
4. Bei »kulturweit« arbeitest du bei einer deutschen Kultur- oder Bildungseinrichtung im Ausland mit. Die Einsatzdauer bei kulturweit beträgt 6 oder 12 Monate. Dieser Freiwilligendienst basiert auf dem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes (JFDG).
5. Beim Entwicklungsdienst verpflichtest du dich gegenüber einem anerkannten Träger des Entwicklungsdienstes vertraglich zur Leistung eines mindestens zweijährigen Entwicklungsdienstes und zur Fortbildung für eine spätere Tätigkeit als Entwicklungshelfer.
Alle 5 Dienste müssen über einen für das jeweilige Programm anerkannten Träger vermittelt werden. Frage daher direkt bei den in der entsprechenden Liste verzeichneten Trägern nach, wer von ihnen dich in das Land deiner Wahl vermitteln kann. Es ist nicht möglich, sich einen beliebigen Freiwilligendienst als FSJ oder ADiA anerkennen zu lassen. Auch ein Europäischer Freiwilligendienst wird derzeit leider nicht als Ersatz für den Zivildienst anerkannt. Die Links zu den Adressen der anerkannten Träger der einzelnen Programme sowie weitere nützliche Informationen findest du unter "Programmarten" > "Zivildienst und Ausland" bzw. "Freiwilligendienste".
Kann ich mir eine Teilnahme am Europäischen Freiwilligendienst als Zivildienst anerkennen lassen?
Nein, das ist leider nicht möglich. Der Europäische Freiwilligendienst ist bislang nicht als Ersatz für den Zivildienst anerkannt. Du hast jedoch die oben genannten 5 Möglichkeiten.
Für nähere Informationen zu den einzelnen Programmen siehe oben bzw. unter "Programmarten" > "Zivildienst und Ausland" bzw. "Freiwilligendienste".
Ich bin mir noch unsicher, ob ich wirklich einen Freiwilligendienst machen möchte. Wo finde ich Erfahrungsberichte anderer Jugendlicher, die mir weiterhelfen könnten?
Erfahrungsberichte anderer junger Leute, die sich für längere Zeit im Ausland engagiert haben, findest du auf unserer Homepage unter "Erfahrungsberichte" und unter www.youth-reporter.de. Falls du konkrete Fragen zu Freiwilligendiensten hast, und wissen möchtest, welche Erfahrungen Andere bereits gemacht haben, kannst du diese Fragen auch in entsprechenden Diskussionsforen stellen, z.B. im Forum auf unserer Homepage.
Ist es möglich gemeinsam mit einer Freundin/einem Freund einen Freiwilligendienst zu machen?
Es ist natürlich nicht verboten sich zu zweit für einen Freiwilligendienst zu bewerben. Allerdings besteht keine Sicherheit, dass ihr beide angenommen werdet. Der Sinn eines Freiwilligendienstes besteht auch darin, auf sich selbst gestellt neue Erfahrungen im Ausland zu machen, mit einer vertrauten Person an der Seite funktioniert das meist nicht so gut. In vielen Projekten wird extra darauf geachtet, dass möglichst viele Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern und Bereichen zusammenkommen und somit internationale Erfahrungen sammeln können.
Ich möchte mich gerne im Ausland engagieren, habe aber leider nur wenig Zeit. Gibt es auch Freiwilligendienste, die nur wenige Wochen dauern?
Ja! Wenn du nur einige Wochen Zeit hast, dich aber trotzdem freiwillig im Ausland engagieren möchtest, kannst du z.B. an einem Workcamp im Ausland teilnehmen. In einem solchen Camp lebst du für mehrere Wochen zusammen mit einer internationalen Gruppe (ca. 10-20 Teilnehmer/-innen) und arbeitest an einem gemeinnützigen Projekt im sozialen oder ökologischen Bereich. Du erhältst für deine Arbeit keine Bezahlung, dafür aber freie Unterkunft und Verpflegung, meist werden auch die Freizeitaktivitäten finanziert. Meist werden Workcamps für 18- bis 25/26-Jährige angeboten. Einige Organisationen haben jedoch auch spezielle Camps für Teilnehmer/-innen ab 14, 15 oder 16 Jahren bzw. generationsübergreifende Camps auch für Über-26-Jährige. Erkundige dich daher direkt bei den einzelnen Anbietern nach ihrem jeweiligen Programm.
Weitere Informationen zu Workcamps findest du unter "Programmarten" > "Workcamps" und auf www.workcamps.de, Anbieter von Workcamps in unserer Programmdatenbank.
Eine weitere Möglichkeit, sich kurzfristig im Ausland zu engagieren, ist das WWOOFing. WWOOF steht für "World-Wide Opportunities on Organic Farms" und bedeutet die Mitarbeit (meist ca. 6 Stunden pro Tag) auf Farmen in der ökologischen Landwirtschaft gegen freie Unterkunft und Verpflegung. Das WWOOFing ist eine gute Möglichkeit, für wenig Geld fremde Länder und Kulturen zu erkunden und dabei zeitlich sehr flexibel zu sein. Nähere Informationen zum WWOOFing erhältst du bei WWOOF Deutschland oder der International WWOOF Association und in unserem Themenspecial „Aktiv in Natur und Umwelt."
Ich bin 30 Jahre alt und würde gerne einen mittel- oder längerfristigen Freiwilligendienst im Ausland absolvieren. Welche Möglichkeiten habe ich?
In der Regel richten sich geförderte Programme wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)/Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und der Europäische Freiwilligendienst (EFD) leider nur an Menschen unter 30 Jahren. Doch mittlerweile gibt es auch ein gewisses Angebot an Freiwilligendiensten für Ältere. Informationen speziell zu diesen Freiwilligendiensten bietet der Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" (AKLHÜ) e.V. unter http://www.entwicklungsdienst.de/aeltere.0.html.
Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement im Ausland unter "Programmarten" > "Freiwilligendienste" und speziell auf einzelne Länder bezogene Informationen unter "Länderinfos" und auf dem Europäischen Jugendportal.
Ich bin im Internet schon mehrmals über die Abkürzung WWOOF gestolpert. Was bedeutet das denn?
WWOOF steht für "World-Wide Opportunities on Organic Farms" und bedeutet die Mitarbeit (meist ca. 6 Stunden pro Tag) auf Farmen in der ökologischen Landwirtschaft gegen freie Unterkunft und Verpflegung. Das WWOOFing ist eine gute Möglichkeit, für wenig Geld fremde Länder und Kulturen zu erkunden und sich dabei auch recht kurzfristig für einen Aufenthaltsort entscheiden zu können.
Um WWOOFen zu können, musst du gegen einen geringen Beitrag (je nach Land zwischen 15 und 30 Euro) Mitglied einer WWOOF-Organisation werden und erhältst so den Zugang zu einer Adresskartei von Biohöfen des jeweiligen Landes. Du nimmst dann direkt mit den Höfen Kontakt auf, besprichst deinen Einsatztermin, planst deine Anreise und schon bald darauf kannst du auf der Farm anfangen! Weitere Informationen zum WWOOFing erhältst du bei WWOOF Deutschland oder der International WWOOF Association sowie Tipps und Adressen zum Jobben in der Landwirtschaft allgemein auf unserer Homepage unter "Programmarten" > "Aktiv in Natur und Umwelt".
Gilt ein Freiwilligendienst als Wartezeit bei der Studienplatzvergabe und habe ich dadurch einen Vor- oder Nachteil?
Jeder Auslandsaufenthalt ist Bestandteil der Wartezeit, gleichgültig mit wem und aus welchem Grund der Auslandsaufenthalt erfolgt. In NC-Verfahren wird die Wartezeit einfach als Zeitspanne definiert, die seit dem Abitur verstrichen ist. Lediglich Zeiten eines Studium an einer deutschen staatlichen Hochschule gehören nicht zur Wartezeit.
Die Ableistung eines "anerkannten Dienstes" (Wehrdienst, Zivildienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, europäischer Freiwilligendienst, entwicklungspolitischer, kultureller Freiwilligendienst) kann nachrangig eine Bedeutung bei der Studienplatzvergabe haben. Wenn Bewerberinnen und Bewerber nach den üblicherweise angewandten Auswahlkriterien (z.B. Note, bestimmten Einzelnoten, Wartezeit, Test, Auswahlgesprächen, beruflichen Vorkenntnissen etc.) gleichrangig sind, aber nicht für alle ein Studienplatz verfügbar ist, haben diejenigen, die einen solchen "Dienst" geleistet haben, den Vorzug. Als Freiwilliger hast du nach deinem Dienst bei den Studiengängen über die ZVS einen Anspruch auf erneute Zulassung, wenn du dich zu Beginn oder während des Dienstes beworben und eine Zulassung erhalten hast.